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17.05.2018

Trotz guter Auftragslage insolvent

Obwohl die Auftragsbücher voll sind, hat die SHW Werkzeugmaschinen GmbH am 15. Mai 2018 beim Amtsgericht Aalen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen müssen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Martin Mucha von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger und Partner bestellt. Nicht von der Insolvenz betroffen ist die SHW Bearbeitungstechnik GmbH.

Werk der SHW Werkzeugmaschinen sowie Bearbeitungstechnik GmbH in Aalen-Wasseralfingen. Bild: SHW Werkzeugmaschinen GmbH

Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens war unausweichlich geworden, nachdem der Versuch gescheitert war, das Unternehmen aus Aalen-Wasseralfingen vorinsolvenzlich zu restrukturieren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Martin Mucha von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger und Partner bestellt.

Die Unternehmenskrise habe sich bei SHW Werkzeugmaschinen bereits seit Anfang des Jahres 2017 abgezeichnet, als sich die Konjunktur für Hersteller von Großbearbeitungszentren abkühlte. In dieser Zeit konnten zwar Großaufträge aus China gewonnen werden, die jedoch in Teilen nicht realisiert wurden und darüber hinaus nachteilige Deckungsbeiträge aufwiesen.

Wachsende Verluste sowie eine zunehmend angespannte Liquiditätssituation führten bei dem Unternehmen aus Aalen-Wasseralfingen ab Herbst 2017 zu einer Zuspitzung der Krise, was auch die zunehmend gute Auftragslage nicht verhindern konnte. Die Umsatzplanung für 2018 war bereits im Januar vollständig mit Aufträgen unterlegt und wies im Vergleich zum Vorjahr ein zweistelliges Umsatzwachstum aus. Das Management um Geschäftsführer Anton Müller initiierte einen Restrukturierungsprozess. Trotz der positiven Aussichten für 2018 und 2019 konnte dieser nicht zu Ende gebracht werden.

Als sanierungserfahrener Geschäftsführer begleitet Bernd Grupp von der Wintergerst Societät für Unternehmer-Beratung das Insolvenzverfahren. Geschäftsführer Bernd Grupp: „Wir sind mit Kunden, Lieferanten und Banken im Gespräch, um den Betrieb der SHW Werkzeugmaschinen GmbH fortzuführen und um Arbeitsplätze zu erhalten. Unser gemeinsames Konzept mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter sieht vor, alle möglichen Optionen hierfür zu prüfen.“

Anton Müller, geschäftsführender Gesellschafter ergänzt: „Mit unserer exzellenten Fräskopftechnologie, unserem modularen Baukastensystem sowie unseren loyalen und leistungsbereiten Mitarbeitern sind wir für die kommenden Herausforderungen des Marktes exzellent aufgestellt. Ich bedauere sehr, dass wir trotz voller Auftragsbücher und vielen Überstunden in der Fertigung in unseren Restrukturierungsbemühungen gebremst wurden.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Mucha erklärt: „In einem ersten Schritt muss jetzt zunächst der Geschäftsbetrieb stabilisiert werden. Allerdings sehe ich nach erster kursorischer Prüfung durchaus realistische Chancen, den produktionsseitig gut aufgestellten Betrieb mit seinem attraktiven Maschinenangebot im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens zu sanieren. Die Marke SHW ist im Werkzeugmaschinenmarkt bestens eingeführt, das Unternehmen ist für viele namhafte Kunden ein wichtiger Partner.“

Unternehmensinformation

SHW Werkzeugmaschinen GmbH

Alte Schmiede 1
DE 73433 Aalen-Wasseralfingen
Tel.: 07361-5578-800
Fax: -900

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