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maschine+werkzeug 10/2017

Tiefbohren im Formenbau

Extra Großteilebearbeitung

Bearbeitungszentren - Die MJM Metallverarbeitung Mangner GmbH bearbeitet komplexe Werkzeuge für den Formenbau auf insgesamt fünf effizienten und flexiblen TFZ-Tiefbohr- und Fräsbearbeitungszentren von Samag.

Die Modellvielfalt im Automobilbau steigt stetig. Jährlich werden neue Modelle oder Facelifts bestehender Modelle auf den Markt gebracht. Diese Entwicklung führt zu einem erhöhten Bedarf an Spritz- und Druckgusswerkzeugen speziell für Strukturteile und Prototypen in Leichtbauweise. Da diese Werkzeuge teuer sind, lohnt sich ihr Einsatz erst ab einer bestimmten Stückzahl. Dabei gilt: Je höher der Output an Teilen pro Werkzeug, desto wirtschaftlicher ist der Spritz- und Druckgussprozess.

Eine Möglichkeit zur Steigerung des Teiledurchsatzes ist die Beschleunigung der Abkühl- und Vorwärmphasen der Form/des Werkzeugs. Erreicht werden kann dies durch eine Erhöhung der Anzahl der zur Temperierung erforderlichen Kühlkanäle im Werkzeug. Sie werden mittels Tiefbohren in die Werkzeugform eingebracht. Dabei beeinflusst die Geometrie des Gusswerkzeugs den Verlauf und Durchmesser der Kanäle maßgeblich.

Um die großen und schweren Werkzeuge bzw. Werkzeugteile effizient und präzise bohren und fräsen zu können, ist die Bearbeitung in möglichst einer Aufspannung wünschenswert. Flexible Tiefbohrmaschinen wie die TFZ-Tiefbohr- und Fräsbearbeitungszentren der Samag Saalfelder Maschinenbau GmbH sind speziell für das prozesssichere Tiefbohren von Kühlbohrungen und Einspritzkanälen bis 120xD ausgerüstet und gestatten die Komplettbearbeitung selbst bei sehr komplexen Gusswerkzeugen.

Dazu tragen vor allem die Fünf-Achs-Kinematik der Maschine und die um ± 30 Grad schwenkbare A-Achse der aufgabenspezifisch konfigurierbaren Werkzeugmaschinen bei. Der Bohrbalken der TFZ ist gleich an zwei Kugelgewindetrieben und zwei Schwenklagern befestigt. Dadurch erhöhen sich Steifigkeit und Bearbeitungsgenauigkeit um das bis zu 27-fache im Vergleich zu traditionellen Antriebskonzepten mit überlagerter Z-Achse. Das besondere Konstruktionsprinzip der Maschinen sorgt zudem für optimale Zugänglichkeit. Ein minimaler Abstand zwischen Schwenklager und Bearbeitungsstelle garantiert eine extrem stabile Werkzeugführung und damit hochpräzises Arbeiten, auch beim Auftreten von hohen Querkräften. Durch das Einsparen der Mehrfachspannung der Werkstücke sinken die Rüstzeiten.

Mit insgesamt fünf verschiedenen Baugrößen deckt die TFZ-Modellreihe alle Anforderungen des Klein-, Mittel- und Großformenbaus ab. Dabei finden die Werkstücke auf dem in jeder Baugröße großzügig dimensionierten Maschinentisch einen sicheren Stand. Die Tische sind von 7 bis 40 Tonnen verfügbar und werden je nach Ausführung auf bis zu vier Führungsbahnen geführt.

  • Alle TFZ-Tiefbohr- und Fräsbearbeitungszentren sind mit Schiebetüren ausgestattet, die gleichzeitig Front und Dach öffnen – für die problemlose Kranbeladung. Bild: Samag

    Alle TFZ-Tiefbohr- und Fräsbearbeitungszentren sind mit Schiebetüren ausgestattet, die gleichzeitig Front und Dach öffnen – für die problemlose Kranbeladung. Bild: Samag

  • Die TFZ sind bei MJM für Bohrungen bis zu einer Länge von 2.500 Millimetern im Einsatz. Bild: Samag

    Die TFZ sind bei MJM für Bohrungen bis zu einer Länge von 2.500 Millimetern im Einsatz. Bild: Samag

  • Zum Maschinenpark von MJM gehören insgesamt fünf Tiefbohr- und Fräsbearbeitungszentren der TFZ-Baureihe von Samag.  Bild: Samag

    Zum Maschinenpark von MJM gehören insgesamt fünf Tiefbohr- und Fräsbearbeitungszentren der TFZ-Baureihe von Samag. Bild: Samag

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Unternehmensinformation

SAMAG Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH

Hüttenstraße 21
DE 07318 Saalfeld
Tel.: 03671-585-0
Fax: 03671-585-402

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