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maschine+werkzeug 06/2019

Zukunft der Mobilität

Technologieforum

Die Automobilindustrie steht vor einem fundamentalen Wandel. Auf die drängendsten Fragen bezüglich Elektrifizierung und Digitalisierung gaben Experten aus unterschiedlichen Bereichen auf dem Emag-Technologieforum eine Antwort.

Auf dem Emag-Technologieforum 2019 drehte sich alles um die Elektrifizierung im Automotive-Bereich – hier der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8. Bild: maschine+werkzeug

Auf dem Emag-Technologieforum 2019 drehte sich alles um die Elektrifizierung im Automotive-Bereich – hier der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8. Bild: maschine+werkzeug

Auf dem diesjährigen Technologieforum von Emag drehte sich alles um den Bereich E-Mobilität. So beschrieben hochrangige Experten aus Forschung und Wirtschaft in ihren Vorträgen den umfassenden digitalen Wandel und zeigten dabei auf, welche Herausforderungen daraus für die produzierende Industrie erwachsen.

Beispielsweise betonte Prof. Matthias Klingner, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme bei seiner Einführungsrede unter der Überschrift ›Umweltzonen und Dieselfahrverbote‹, dass singuläre Dieselfahrverbote die Entwicklung der Elektromobilität nicht beschleunigen. Vielmehr gehe es jetzt darum, eine ganzheitliche Verkehrspolitik zu entwickeln. Dazu gehöre zum Beispiel auch eine intelligente Verkehrssteuerung, mit der sich Emissionen senken ließen. E-Mobilität brauche keine Fahrverbote, sondern eine neue Verkehrs-Infrastruktur, fasste Klingner zusammen.

Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Autoinstitut stellte heraus, wie sich die Digitalisierung auf die Mobilität von Morgen auswirkt. Bild: maschine+werkzeug

Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Autoinstitut stellte heraus, wie sich die Digitalisierung auf die Mobilität von Morgen auswirkt. Bild: maschine+werkzeug

Prof. Michael Zäh, Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der TU München, legte seinen Schwerpunkt auf die Digitalisierung. Er plädierte dafür, dass Anwender beim Thema Industrie 4.0 zunächst gut abwägen und einzeln entscheiden sollten, was für das eigene Unternehmen gut ist, und einzelne Projekte dann schrittweise umsetzen.

Prof. Dr. Stefan Bratzel, Gründer und Direktor des Auto-Instituts ›Center of Automotive Management‹, wies bei seiner Rede darauf hin, dass im Jahr 2030 nur noch 50 Prozent der Neuwagenzulassungen einen Verbrennungsmotor haben werden und die Elektromobilität auf dem Vormarsch ist. Ebenfalls wichtig ist aus seiner Sicht das Thema ›Connectivity‹, das wiederum zu neuen Funktionen im Auto führt: Als Kunde könne man verschiedene Dienstleistungen auf Abruf im Fahrzeug nutzen. Dazu kämen neue Mobilitätsdienstleistungen wie ›Car as a Service‹ mit denen sich die Geschäftsmodelle der Automobilindustrie radikal veränderten, so Bratzel. Letztlich gelte es für die Automobilindustrie, ein großes Know-how im Software-Bereich aufzubauen und Kooperationen mit Big-Data-Playern anzustreben.

Auf geführten Rundgängen durch das Werk bot sich für Besucher eine Gelegenheit, die Produktion von Emag hautnah zu erleben. Bild: maschine+werkzeug

Auf geführten Rundgängen durch das Werk bot sich für Besucher eine Gelegenheit, die Produktion von Emag hautnah zu erleben. Bild: maschine+werkzeug

Umrahmt wurden diese und weitere Experten-Vorträge von einer Vielzahl von Sessions der anwesenden Emag-Experten. Sie berichteten unter anderem über die Digitalisierung von Werkzeugmaschinen, das Potenzial der additiven Fertigung, Turn-Key-Fertigungslösungen für neuartige E-Motor-Werkstücke und die Komplettbearbeitung von Antriebskomponenten durch Multitechnologie-Maschinen. Zumeist fanden drei dieser Sessions parallel statt. Darüber hinaus gab es in der neuen Fertigungshalle von Emag eine ›Themenwelt‹, in der weitere Maschinenbau-Experten über Innovationen rund um Industrie 4.0, Virtual Reality, Fertigungssysteme und Elektromotorenfertigung informierten.

Außerdem konnten die Gäste an einem Werksrundgang teilnehmen und die Elektroautos Probe fahren – thematisch passend zum Anlass. »Wir sind sehr angetan von der positiven Resonanz. Viele Gäste haben uns bestätigt, dass wir die richtigen Inhalte thematisiert haben – schließlich treiben die zahlreichen Facetten der Digitalisierung die Branche derzeit um und fordern die Produktionsplaner heraus«, betont Friedemann Lell, Geschäftsführer bei Emag in Salach.

www.emag.de

Unternehmensinformation

EMAG Holding GmbH

Austraße 24
DE 73084 Salach
Tel.: 07162-17-0
Fax: 07162-17-199

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