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11.10.2018

Studenten stellen Motor für Rennwagen mit dem 3D-Drucker her

Das Studententeam SZEngine aus Ungarn hat den weltweit ersten 3D-gedruckten Formula Student Rennmotor im SLM-Verfahren hergestellt. Alle Hauptteile des 55 PS starken Einzylindermotors sind mit Hilfe der additiven Fertigung auf einer SLM 280 entstanden. Das Projekt ist Teil einer Kooperation mit dem Motorenlaufcenter (MAC) Audi Hungaria in Győr.

Das Studententeam SZEngine designet und entwickelt Rennmotoren für Teams, die an der Formular Student teilnehmen. Die Formula Student ist eine internationale Rennserie, bei der Studenten Rennwagen entwickeln und bauen sowie anschließend Rennen bestreiten. Dem SZEngine Team ist es nun gelungen, einen kompletten Motor mit Hilfe des selektiven Laserschmelzens herzustellen. Dafür nutzten sie exklusiv die SLM Maschine des Motorenlaufcenters (MAC) Audi Hungaria.

  • Györkös Szabolcs und Gyuris Attila von SZEngine mit dem Formular Student Rennwagen. Bild: SLM Solutions

    Györkös Szabolcs und Gyuris Attila von SZEngine mit dem Formular Student Rennwagen. Bild: SLM Solutions

  • Mit der SLM 280 konnte SZEngine insgesamt neun Teile des Motors drucken. Bild: SLM Solutions

    Mit der SLM 280 konnte SZEngine insgesamt neun Teile des Motors drucken. Bild: SLM Solutions

  • Der 3D gedruckte Motor (links) wird auf dem Prüfstand (rechts) getestet. Bild: SLM Solutions

    Der 3D gedruckte Motor (links) wird auf dem Prüfstand (rechts) getestet. Bild: SLM Solutions

  • Zoltán Dudás, 3D Metalldruck Spezialist bei Audi Hungaria sowie Michael Schroeder, Regional Sales Manager bei SLM Solutions und Ralf Frohwerk Head of Global Development bei SLM Solutions, halten die mit der SLM®Technologie gefertigten Bauteile in der Hand. Bild: SLM Solutions

    Zoltán Dudás, 3D Metalldruck Spezialist bei Audi Hungaria sowie Michael Schroeder, Regional Sales Manager bei SLM Solutions und Ralf Frohwerk Head of Global Development bei SLM Solutions, halten die mit der SLM Technologie gefertigten Bauteile in der Hand. Bild: SLM Solutions

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Das selektive Laserschmelzen ist eine der zentralen Schlüsseltechnologien für die Fertigung von funktionalen Prototypen, Serienbauteilen und Komponenten in verschiedensten Branchen. Neben einer nie dagewesenen Designfreiheit, ist die Herstellung von Leichtbaukomponenten einer der zentralen Vorteile der additiven Fertigung in der Automobilindustrie. Mit der SLM®280 2.0, die über einen Bauraum von 280 x 280 x 365 mm3 und die patentierte Mehrstrahllasertechnik verfügt, können metallische Bauteile für die Serienproduktion und die Einzelfertigung mit individuellen Parametern hergestellt werden.

Als Pilotprojekt druckte SZEngine zunächst die Steuerungsseite des Zylinderkurbelgehäuse (ZKG). Da das Bauteil jedoch für die konventionelle Bearbeitung konstruiert worden ist und somit zu viele Stützstrukturen nötig waren, entschied sich das Team für eine 3D Druck-gerechte digitale Umkonstruktion des Bauteils. Diese setzte Dániel Kővári, damals der ZKG Konstrukteur im SZEngine Team, um. Um den Motor – „3D gedruckten Motor” – nennen zu können, konstruierte das Team im Nachhinein auch alle weiteren Hauptkomponenten des Motors um. Insgesamt neun Teile des Motors sind so mit Hilfe der SLM® Technologie entstanden. Neben dem zweiteiligen Kurbelgehäuse, dem Zylinder, dem Zylinderkopf und der Zylinderkopfhaube, auch der Kupplungsdeckel, der Steuerdeckel, der Ölfilterdeckel und der Ölpumpendeckel. Nach der Fertigung auf der SLM Maschine wurden die Bauteile zunächst beim Motorenanlaufcenter (MAC) mechanisch bearbeitet und vermessen. Nachdem sie am Prüfstand des SZEngine Teams erstmal einzeln und dann zusammengebaut getestet wurden, folgte der Einbau in den Testwagen des Teams.


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