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07.01.2020

Stabwechsel beim VDMA-Landesverband Ost

Zu Beginn des neuen Jahres hat Reinhard Pätz die Geschäftsführung des VDMA-Landesverbands Ost an Oliver Köhn übergeben. Der 48-jährige Diplom-Kaufmann aus Magdeburg bringt eine vielfältige Berufserfahrung aus Industrie und Unternehmensberatung mit.

Der bisherige Geschäftsführer des VDMA Ost, Reinhard Pätz, hat den Staffelstab an Oliver Köhn (links) übergeben. Foto: VDMA Ost

Nach Stationen im In- und Ausland leitete Oliver Köhn zuletzt den Bereich Geschäftsentwicklung bei der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Sein Vertriebs-Know-how und überregionales Netzwerk will Köhn nutzen, um die Verbandsmitglieder vor allem bei grundlegenden Themen wie der Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten, der Digitalisierung mit ihren zahlreichen Facetten von selbstlernenden Maschinen bis zu neuen Arbeitsformen sowie der Bildung und Werbung von Fachkräftenachwuchs zu unterstützen.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe in dieser herausfordernden Zeit und die Zusammenarbeit mit den Maschinen- und Anlagenbauern in Ostdeutschland. Der Mix aus traditionsreichen Unternehmen und neuen Akteuren sowie die vielseitigen Themenfelder machen den Maschinenbau besonders spannend“, sagt Köhn.

Im Fokus stehen die Herausforderungen der Mitglieder

Ein zentrales Anliegen ist dem neuen Geschäftsführer die Unterstützung der Mitgliedsfirmen beim Thema Internationalisierung. Das zunehmend schwierige Marktumfeld zeige, wie wichtig breit gefächerte Auslandsaktivitäten sind. "Ein Manko des ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus ist der Export. Der Auslandsanteil am Geschäft liegt mit reichlich 50 Prozent fast 30 Prozent unter dem Wert des gesamtdeutschen Maschinenbaus. Ich will daher gerade die kleineren Unternehmen ermutigen, ihr Auslandsgeschäft auszuweiten", erläutert Köhn. Gute Chancen sieht er in Südostasien sowie mittelfristig in Afrika, beispielsweise in der Subsahara-Region.

Wegbegleiter entlang des komplexen Themas Digitalisierung

Neben neuen geografischen Märkten biete perspektivisch auch der Strukturwandel hin zur E-Mobilität erhebliches Geschäftspotenzial. Unternehmen, die sich dem teils schmerzhaften Umbruch stellen, werden Köhn zufolge unter anderem von der Entwicklung rund um die Batterieproduktion profitieren. Den Landesverband versteht der Geschäftsführer zudem als Wegbegleiter entlang des komplexen Themas Digitalisierung, insbesondere hinsichtlich Cybersicherheit und maschinellem Lernen als den entscheidenden Aspekten künstlicher Intelligenz.

Die Schwierigkeiten der Unternehmen, offene Stellen in einer angemessenen Zeit mit gut qualifizierten Fachkräften zu besetzen, hat Köhn ebenfalls im Blick. "Ich will mich dafür einsetzen, dass die Ausbildung, technische Ausstattung und Lehrerfortbildung an Schulen und Berufsschulen stärker an den veränderten Anforderungen der Industrie ausgerichtet werden. Auch muss es gelingen, das Ansehen der gewerblichen Berufsausbildung in der Gesellschaft wieder zu steigern", betont Köhn.

Darüber hinaus fordert Köhn wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Die Unternehmen beklagen unter anderem die steigende Belastung durch bürokratische Regelungen und die fehlende Infrastruktur im ländlichen Raum.

Pätz prägte 20 Jahre den ostdeutschen Maschinenbau

Reinhard Pätz hat indes in den vergangenen 20 Jahren ein wesentliches Stück Geschichte des ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus mitgeschrieben. Er stand dem Landesverband sowohl in der schweren Zeit der Wirtschafts- und Bankenkrise als auch während des langanhaltenden Konjunkturaufschwungs vor.

Nach mehreren Jahren im VDMA-Fachverband Textilmaschinen übernahm Pätz 2000 die Geschäftsführung der damaligen Landesverbände Nordost in Berlin sowie Sachsen/Thüringen in Dresden. 2008 führte er die beiden Regionalverbände zusammen und stand seitdem an der Spitze des VDMA Ost. Pätz formte in der Folgezeit einen starken Landesverband und erhöhte die Sichtbarkeit der Branche in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung.

Nach zwei Jahrzehnten gibt Pätz den Staffelstab nun weiter. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben im Herbst 2020 wird er im Auftrag der VDMA-Hauptgeschäftsführung in internationalen Projekten tätig sein.

Unternehmensinformation

VDMA Ost

Fuggerstraße 1d
DE 04158 Leipzig
Tel.: 0341-521160-0
Fax: -23

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