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07.11.2018

Spritzgießen von amorphen Metallen: Engel kooperiert mit Heraeus

Der Spritzgießmaschinenhersteller Engel Austria und der Technologiekonzern Heraeus bündeln ihre Kompetenzen. Unter dem Namen Amloy hat Heraeus eine Reihe neuer amorpher Metalllegierungen entwickelt. Engel steuert die Spritzgießmaschine für deren Verarbeitung bei. Das Ergebnis: Bis zu 70 Prozent reduzierte Zykluszeiten und die vollautomatisierte Großserienfertigung von Endprodukten mit bislang unvereinbaren Eigenschaften.

Die Materialien der neuen Produktreihe Amloy von Heraeus zählen zu den amorphen Metallen. Es handelt sich um Zirkonium-basierte Legierungen und Materialien auf der Basis von Kupfer. Der Einsatz von Kupfer ermöglicht niedrige Stückkosten und eröffnet ein breites Einsatzspektrum in den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Industrie, Lifestyle und Elektronik. Derzeit arbeitet Heraeus an Amloy Legierungen auf Basis von Titan, Eisen und Platin.

  • Von Engel kommt die Spritzgießmaschine für die Verarbeitung der amorphen Metalle. Bild: Engel

    Von Engel kommt die Spritzgießmaschine für die Verarbeitung der amorphen Metalle. Bild: Engel

  • Amloy-Probekörper. Bild: Heraeus

    Amloy-Probekörper. Bild: Heraeus

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Amorphe Metalle weisen eine ungeordnete, nicht kristalline Struktur auf, anders als reine Metalle und klassische Legierungen. Das macht sie extrem hart und zugleich hochelastisch. Sie besitzen ein sehr gutes Rückstellverhalten, sind äußerst korrosionsbeständig und gemäß ISO 10993-5 biokompatibel. Mit dieser Kombination von Eigenschaften sind amorphe Metalle Stahl, Titan und vielen anderen Werkstoffen überlegen.

Gesamtzykluszeiten und Energiebedarf deutlich reduziert

Ein zusätzliches Plus von Amloy: Die Legierungen sind für den Spritzguss optimiert. Gezielt für die Verarbeitung von Amloy hat Engel mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, eine neue hydraulische Spritzgießmaschine entwickelt, die sich vor allem auf der Einspritzseite von einer herkömmlichen Spritzgießmaschine für die Kunststoffverarbeitung unterscheidet. Besonderes Augenmerk wurde auf das gleichmäßige Aufheizen der Amloy Rohlinge gelegt. In nur einem Arbeitsschritt entstehen je nach Größe und Geometrie in 60 bis 120 Sekunden ein oder mehrere einsatzfertige Bauteile mit einer sehr hohen Oberflächenqualität, deren manuelle Nachbearbeitung entfällt. Damit ist das Spritzgießen den herkömmlichen Verfahren wie MIM (Metal Injection Molding) und CNC überlegen. Die Materialkomposition und der vollautomatisierte Fertigungsprozess vom Aufschmelzen über den dynamisch geregelten Einspritzvorgang führen zu der um bis zu 70 Prozent reduzierten Zykluszeit gegenüber den bisherigen Lösungen. Die benötigte Heizleistung reduziert sich um 40 bis 60 Prozent, was die Kosteneffizienz beim Spritzgießen von amorphen Metallen deutlich steigert.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

ENGEL AUSTRIA GmbH

Ludwig-Engel-Straße 1
AT 4311 SCHWERTBERG
Tel.: 004350-620-0
Fax: -3009

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