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10.12.2019

So gelingt die Serienfertigung im 3D-Druck

Eine der großen Herausforderungen im Additive Manufacturing ist immer noch die wirtschaftliche Herstellung von Vor- und Kleinserien. Das auf metallischen 3D-Druck spezialisierte Unternehmen Solidteq begegnet dieser Hürde mit einem ganzheitlichen Blick auf alle Phasen der additiven Fertigung.

Das Flügelrad für eine vollvariable, mechanische Kühlmittelpumpe fertigte Solidteq werkzeuglos. (Bild: Solidteq)

Oftmals steht die Lohnfertigung von Einzelteilen und Prototypen im Vordergrund. Die Anforderungsreichweite der Serienproduktion allerdings übertrifft die der Prototypenfertigung bei weitem. Hier geht es um die effiziente Integration in bestehende Produktionsumgebungen und ebenso um die intelligente Vernetzung der konstruktiven Möglichkeiten des 3D-Drucks mit konventioneller Fertigung, insbesondere mit allen Formen der mechanischen Nachbearbeitung und Veredelung.

»Die ersten Erfahrungen, die wir in der letzten Zeit mit der Entwicklung von Serienprodukten machen, begeistern uns, weil wir sehen, dass wir hier den nächsten Schritt der Industrialisierung des 3D-Drucks mitgestalten«, so Benedikt Szukala, Leiter Unternehmensentwicklung bei Solidteq. »Allerdings begegnen wir auch völlig neuen Anforderungs- und Verantwortungsszenarien, mit denen umzugehen wir lernen müssen.«

Hohe Komplexität

Die hohe Designfreiheit und verbesserte Produktfunktionalität in der additiven Fertigung korrespondiert in der Regel mit einer wesentlich höheren Komplexität des Endproduktes. Eine Komplexität, die sich in der Serienfertigung auch auf die vor- und nachgelagerten Fertigungsphasen des 3D-Drucks auswirkt.

Gegebenenfalls muss die Verbesserung von Funktions- oder Materialeigenschaften sehr gezielt die spezifische mechanische Nachbearbeitung und Veredlung des Produktes – sprich Wärmebehandlung, Schweißen, Beschichten, Lackieren um nur einige zu nennen -- in den Blick nehmen. Sei es um Qualität oder Kosten des Serienbauteils weiter zu verbessern oder Fertigungsrisiken zu minimieren. Das kann bis zu erneuten Designanpassungen in der Konstruktion führen, um eine optimierte Reihenfolge der Bearbeitungsschritte zu erreichen.

Darüber hinaus kommt in diesem komplexen Umfeld dem reibungslosen Zusammenspiel der unterschiedlichen Fertigungspartner eine zentrale Rolle zu. Schnittstellenmanagement wird zur Königsdisziplin. Die Anforderungen an die Fertigungspartner steigen sowohl sachlich-fachlich als auch in puncto Projektkommunikation und Abstimmungsprozesse.

Erfolgsfaktor Projekt- und Schnittstellenmanagement

Erfolgskritisch bei der Serienfertigung von Produkten ist natürlich die technische Ausstattung und der qualifizierte Zugriff auf alle Formen der Nachbearbeitung. Darüber hinaus liegen die entscheidenden Erfolgsfaktoren vor allem im Know-how und der praktischen Erfahrung.

Ein Dienstleister muss in der Lage sein, hohe Komplexität und zahlreiche Lieferantenschnittstellen in den Griff zu bekommen. Was er dafür braucht, ist ein breites Spektrum integrierter Fach- und Sozialkompetenz. Dazu gehören solide Kenntnisse in der Additiven Fertigung – angefangen in der Konstruktion, über CAD-Modell und Druck bis hin zur mechanischen Bearbeitung. Nicht zuletzt sollte das Unternehmen in der Lage sein alle Prozessbeteiligten konstruktiv zu einem stimmigen Projekt-Orchester zusammenzuführen.

»In den Serienprojekten des vergangenen Jahres haben wir gelernt, dass wir zunehmend in die Rolle eines Generalunternehmers hineinwachsen, mit einem gestiegenen Koordinationsaufwand in jeder Prozessphase. Dies in der Abstimmung mit Kunden, Partnern und bei der Koordination aller Nachbearbeitungsschritte und mit einer höheren Verantwortlichkeit für den finalen Projekterfolg«, erläutert Benedikt Szukala. Und weiter: »Wir glauben, dass sich in der Zukunft jeder 3D-Druck-Anbieter entscheiden muss: Entweder er bleibt reiner Lohnfertiger und Teilelieferant. Oder er übernimmt sukzessive die Rolle eines Generalunternehmers, der alle Phasen des Additiven Fertigungsprozesses verantwortlich abdeckt. Was er dafür braucht, ist ein interdisziplinäres Kompetenzportfolio.«

Unternehmensinformation

Solidteq GmbH

Alfred-Pierburg-Str. 1
DE 41460 Neuss
Tel.: +49 - 2131 - 520 3727
Fax: +49 - 7132 - 33 3150

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