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21.02.2014

Sicherheitstechnik an zerspanenenden Werkzeugmaschinen

Im Rahmen der Metav berichten Experten am 11. März in Düsseldorf auf dem VDW-Technologietag über den aktuellen Stand der Entwicklung zum Thema „Sicherheitstechnik an zerspanenenden Werkzeugmaschinen“.

Dr. Alexander Broos, der als Abteilungsleiter Forschung und Technik des VDW die neuesten Trends bestens kennt, blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft: Unsere Stärke ist es, hochflexible, hochproduktive Maschinen zu bauen. Dass diese sicher sind, ist seit Jahren anerkannt. Wichtig ist nur, dass bei der Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten nicht alles über einen Kamm geschoren wird. Eine Maschine, die in Deutschland als sicher anerkannt ist, bleibt auch im Rest der Welt sicher. Ob diese vergleichsweise teure Technik dort aber einen Markt hat, steht auf einem anderen Blatt.

„Deutsche Werkzeugmaschinen liegen nicht nur bei der Sicherheit auf einem Spitzenplatz“, bringt Professor Dominic Deutges von der Fachhochschule Niederrhein den Status Quo auf den Punkt. „Das war aber schon vor der EU-Maschinenrichtlinie und den damit verbundenen Normen so.“

„Die Risikobeurteilung ist ein zentrales Elemente der Konformitätsbewertung zur CE-Kennzeichnung von Maschinen“, so Thomas Kraus, Experte des VDMA in Frankfurt am Main. „Technische Sicherheitsmaßnahmen, die unabhängig vom Verhalten des Maschinenbedieners wirken, haben Vorrang vor Sicherheitshinweisen. Aktuelle Entwicklungen fördern die Verwendung von berührungslos wirkenden Schutzeinrichtung an Stelle von trennend wirkenden Schutzeinrichtungen.“

„Es ist im Interesse aller europäischen Maschinenhersteller, dass die international gültigen Spielregeln auch wirklich eingehalten werden. Und immer neue Regulierungsansätze dürfen keinesfalls zu einer Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit für europäische Hersteller werden“, bringt Dr. Alexander Broos vom VDW die Situation auf den Punkt.

Zudem könne auch die sicherste Maschine keine vorsätzliche Manipulation ausschließen. Gerade hier liege aber, zumindest in Deutschland, die Hauptursache für die wenigen, hin und wieder auftretenden schweren Unfälle. So müssen alle Hersteller den Spagat zwischen größtmöglicher Flexibilität, wie sie von den Märkten in Deutschland und Europa gefordert wird, Höchstleistungsprozessen, Komplexität und einfachster Bedienbarkeit für schlecht ausgebildetes Personal schaffen.

Unternehmensinformation

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW)

Corneliusstraße 4
DE 60325 Frankfurt
Tel.: +49 - 69 - 756081 0
Fax: 0069-756081-11

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