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maschine+werkzeug 09/2016

Schnell und gut gerüstet

Maschinen

Bearbeitungszentren - Um die Fertigungskapazitäten ihres Sondermaschinenbaus zu vergrößern, hat sich die Kama Maschinenbau GmbH innerhalb eines Jahres drei Bearbeitungszentren von Matsuura gekauft. Stets beteiligt am Entscheidungsprozess für die Maschinen waren die Mitarbeiter des oberfränkischen Unternehmens.

Mittelständler ist nicht gleich Mittelständler. Jedes Unternehmen, egal ob es 30 oder 300 Mitarbeiter beschäftigt, hat seine eigenen Prinzipien. So auch die Kama Maschinenbau GmbH mit Sitz im oberfränkischen Schönwald. Das Unternehmen, das vor allem im Sondermaschinenbau tätig ist, zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass es seine Mitarbeiter aktiv in den Findungsprozess von neuen Maschinen einbindet.

Kama wurde 1984 von Gerhard Magdt gegründet, indem er damals eine bestehende Lohndreherei in Rehau übernahm und darin sein neues Unternehmen etablierte. Sein Sohn Stefan Magdt, der seit 1990 selbst im Unternehmen arbeitet und 2005 mit seiner Frau die Geschäftsleitung übernahm, erinnert sich noch genau an die Anfänge: »Die Fertigung war damals nur eine schlauchförmige Halle, die gerade einmal 54 Meter lang und 5,5 Meter breit war. Viele alte Maschinen waren dort aufgestellt, auf denen mein Vater zunächst ausschließlich Lohnaufträge für Dreh- und Frästeile fertigte.« Doch schnell merkte der damalige Geschäftsführer, dass die reine Lohnfertigung nicht das war, womit er sich verwirklichen wollte. Deshalb baute er sich ein zweites Standbein mit dem Maschinenbau auf und entfernte sich immer mehr von den reinen Lohnaufträgen.

In diesem Zuge wurde zwei Jahre nach der Gründung der Maschinenpark modernisiert und die veralteten, nockengesteuerten Drehmaschinen durch eine CNC-Drehmaschine ausgetauscht. Auch der Mitarbeiterstamm erweiterte sich stetig. Da der Standort Rehau keine Erweiterungsmöglichkeiten bot, stand 1988 ein Umzug ins nahe gelegene Schönwald an. Dort konnten seitdem auch eine eigene Konstruktionsabteilung, eine Elektrokonstruktion und -planung ins Leben gerufen werden. Unter der Leitung von Stefan Magdt beschäftigt der Familienbetrieb heute 28 Mitarbeiter.

Seit dem Aufbau des zweiten Standbeins im Maschinenbau beschäftigt sich Kama inzwischen hauptsächlich mit der Konstruktion, Entwicklung und Fertigung von Einzelteilen für Sondermaschinen verschiedener Industrien, wie der Automobil- oder Kunststoffbe- und -verarbeitenden Industrie. Gefertigt werden auf den Sondermaschinen von Kama zum Beispiel Zahnpastatuben oder Kofferraum-Innenverkleidungen für Autos.

Stefan Magdt erklärt: »Der Kunde kommt auf uns zu und sagt uns, was er mit der Maschine fertigen muss, welche Anforderungen an die Maschine gestellt werden und welche Probleme es geben könnte. Wir entwickeln dann gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung. Im Anschluss fertigen wir alle Einzelteile, die für die Maschine gebraucht werden, übernehmen die Montage, prüfen die Anlage, und wenn alles funktioniert, liefern wir sie dem Kunden.« Bis auf große Maschinengestelle kann Kama alles selbst fertigen, inklusive der Elektrik. Im Bezug auf zu bearbeitende Materialien gibt es beim Sondermaschinenbauer kaum Grenzen. Von Aluminium über Werkzeugstahl bis zu Titan oder Ferrotitan kann nahezu jedes Material bearbeitet werden.

  • Die Matsuura MX-850 ist bei Kama seit Anfang dieses Jahres erfolgreich im Einsatz.

    Die Matsuura MX-850 ist bei Kama seit Anfang dieses Jahres erfolgreich im Einsatz.

  • Bei Kama ist der Mitarbeiter, der am Ende auch an der jeweiligen Maschine arbeiten wird, aktiv in den Entscheidungsprozess für eine neue Maschine involviert.

    Bei Kama ist der Mitarbeiter, der am Ende auch an der jeweiligen Maschine arbeiten wird, aktiv in den Entscheidungsprozess für eine neue Maschine involviert.

  • 3 Die MX-850 von Matsuura wird bei Kama auch zum Tieflochbohren eingesetzt. In diesem Werkstück reichen die Bohrungen von der einen Seite des Werkstücks beinahe bis zur gegenüberliegenden.4 Von links: Stefan Magdt, Geschäftsführer Kama, und Bert Kleinmann, Geschäftsführer Matsuura, sind mehr als zufrieden mit der Zusammenarbeit. Kama-Mitarbeiter Nico Graf arbeitet an der Maschine und durfte sie mit aussuchen.5 Die Matsuura-Einsteigermodelle haben einen massiven Maschinenaufbau, um hohe Genauigkeiten bei der Bearbeitung einzuhalten.

    3 Die MX-850 von Matsuura wird bei Kama auch zum Tieflochbohren eingesetzt. In diesem Werkstück reichen die Bohrungen von der einen Seite des Werkstücks beinahe bis zur gegenüberliegenden.4 Von links: Stefan Magdt, Geschäftsführer Kama, und Bert Kleinmann, Geschäftsführer Matsuura, sind mehr als zufrieden mit der Zusammenarbeit. Kama-Mitarbeiter Nico Graf arbeitet an der Maschine und durfte sie mit aussuchen.5 Die Matsuura-Einsteigermodelle haben einen massiven Maschinenaufbau, um hohe Genauigkeiten bei der Bearbeitung einzuhalten.

  • Bild 4: Schnell und gut gerüstet

    Bild 4: Schnell und gut gerüstet

  • Bild 5: Schnell und gut gerüstet

    Bild 5: Schnell und gut gerüstet

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Unternehmensinformation

Matsuura Machinery GmbH

Berta-Cramer-Ring 21
DE 65205 Wiesbaden
Tel.: 06122-7803-0

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