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11.06.2019

Sandvik druckt Diamanten

Sandvik Additive Manufacturing präsentiert den nach eigenen Angaben weltweit ersten Diamanten aus dem 3D-Drucker. Gefertigt wird er aus einem Mix aus Diamantenpulver und Polymeren.

Seit 1953 ist es möglich, synthetischen Diamanten herzustellen. Aufgrund ihrer Härte war es aber bislang nahezu unmöglich, mit ihnen komplexe Formen zu bilden. Sandvik hat laut Pressemeldung nun das erste 3D-gedruckte Diamantverbundmaterial entwickelt. Mit dem neuen Verfahren kann das Material in hochkomplexen Formen in 3D gedruckt werden. Dies werde die Art und Weise revolutionieren, wie die Industrie das härteste natürliche Material der Welt verwendet, heißt es weiter.

  • Dieser Diamant ist für einen schönen Verlobungsring nicht geeignet, wohl aber für viele industrielle Werkzeuge. Bild: Sandvik

    Dieser Diamant ist für einen schönen Verlobungsring nicht geeignet, wohl aber für viele industrielle Werkzeuge. Bild: Sandvik

  • Der Diamantverbundwerkstoff lässt sich in nahzu jede Form bringen. Bild. Sandvik

    Der Diamantverbundwerkstoff lässt sich in nahzu jede Form bringen. Bild. Sandvik

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Diamanten aus Verbundmaterial

Der Unterschied zwischen Sandviks Diamanten und einem natürlichem oder synthetischem Diamanten besteht darin, dass es sich bei Sandviks um ein Verbundmaterial handelt. Der größte Teil des Materials ist Diamant, aber um es bedruckbar und dicht zu machen, muss es in einem sehr harten Matrixmaterial zementiert werden, wobei die wichtigsten physikalischen Eigenschaften des reinen Diamanten erhalten bleiben.

Der 3D-Druckprozess

„Der verwendete additive Herstellungsprozess ist sehr fortschrittlich“, erklärt Mikael Schuisky, Head of R&D and Operations bei Sandvik Additive Manufacturing. „Wir drucken die Mischung aus einem Diamantenpulver und Polymeren mit einem Verfahren namens Stereolithographie, bei dem komplexe Teile Schicht für Schicht mit ultraviolettem Licht hergestellt werden.“ In der Nachbearbeitungsphase werden die Polymere entfernt, um die Diamant typischen superharten Eigenschaften zu erreichen.

Dieser Diamant ist zwar für einen schönen Verlobungsring nicht geeignet, denn er funkelt nicht. Aber er eignet sich perfekt für viele industrielle Werkzeuge. Mögliche Einsatzgebiete sind industrielle Bohrmaschinen, Sägen und medizinische Implantate.

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