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maschine+werkzeug 09/2016

Sägebänder fit für Industrie 4.0

Werkzeuge

Sägen - Sägebänder mit QR-Code von Wespa sind ein Schritt in Richtung digitalisierte Produktion. Der Sägewerkzeughersteller arbeitet dabei mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA zusammen.

Wespas Metallsägebänder mit QR-Code für den Zukunftsstandard Industrie 4.0 in der Bandsägetechnik.

In einem ersten Schritt markierte Wespa ausgesuchte Sägebänder mit einem QR-Code. Eine dafür ausgelegte Maschine kann über diesen Code das Werkzeug sowie passende Einsatzparameter identifizieren. Für eine Maschinen-Software, die das künftig ermöglichen soll, entwickelte das Stuttgarter Fraunhofer IPA einen Anwendungsdemonstrator.

Vorläufig noch ein Assistenzsystem, scannt die Wespa-Applikation den QR-Code und schlägt dem Maschinenbediener zum Beispiel geeignete Schnittdaten für bestimmte Einsatzszenarien vor oder erteilt Sicherheitsinstruktionen für die Anwendung. Wespa will mit dieser iSAW-4.0-APP den Einstieg in das digitale Sägeband auch Unternehmen mit bestehenden Bandsägemaschinen ermöglichen.

Ziel ist letztlich der automatisierte Austausch von Daten zwischen Sägeband und Maschine, um so gezielt, effizient und flexibel wie möglich zu produzieren – bei absoluter Kostenoptimierung. Dies soll Anwender deutlich wettbewerbsfähiger machen. »Bisher werden Sägebänder auf Maschinen installiert und mit manuell eingegebenen oder statischen Standard-Parametern betrieben. Inzwischen aber haben wir die Chance, Werkzeuge, Maschinen, Werkstücke und Bearbeitungsaufträge so zu digitalisieren und zu vernetzen, dass sie intelligent und weitgehend autonom miteinander kommunizieren und produzieren können. Das ist Industrie 4.0. Dafür haben wir werkzeugseitig nun einen ersten Standard für die Bandsägetechnik entwickelt«, erläutert Jan-Peter Schulz, Geschäftsleitung Vertrieb und Marketing von Wespa in Melsungen. Um aus dem Ganzen ein entsprechendes Serienprodukt zu machen, werde es auf die weitere Beteiligung der Maschinenhersteller ankommen. Erste Interessenten gebe es schon, so Schulz.

Neben diesem Projekt stößt Wespa weiter in die Märkte für Kleinmaschinen vor. Auf der AMB zeigte das Unternehmen erste beschichtete Sägebänder mit Bandbreiten von 20 bis 34 Millimetern. Damit werden die Vorteile beschichteter Werkzeuge nun auch für kleinere Bandsägemaschinen zugänglich: deutlich höhere Standzeiten und Lebensdauer, bessere Oberflächenqualität, kein Einsägen, universelle Einsetzbarkeit auch in Trockenbearbeitung oder mit Minimalmengenschmierung (MMS).

Zur räumlichen Erweiterung und Einführung einer neuen Fertigungstechnik hat Wespa seine Produktionsfläche am deutschen Hauptsitz in Melsungen verdoppelt. Der Umzug in neue Räumlichkeiten sowie der technische Aufbau laufen bereits und sollen bis Ende 2016 fertiggestellt sein. Gleichzeitig wird die bestehende Produktionsfläche so umgestaltet, dass die Produktionsabläufe optimiert und effizienter werden. »Dies ist auch ein Signal in Richtung Standortsicherung«, betont Jan-Peter Schulz abschließend.

www.individual-cutting.de

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Unternehmensinformation

WESPA Metallsägenfabrik Simonds Industries GmbH

Spangenberger Straße 61
DE 34212 Melsungen
Tel.: 05661-9263-0
Fax: -500

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