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maschine+werkzeug 02/2017

Rundschleifen trifft Hartdrehen

EXTRA Feinbearbeitung

Drehen/Schleifen - Was nehmen für die Komplettbearbeitung präziser Teile?– die Hartdrehmaschine oder die Rundschleifmaschine? Bei beiden Maschinen muss der Anwender Kompromisse eingehen. Studer hat deshalb eine Maschine entwickelt, welche die Schleif- und Drehbearbeitung kombiniert.

Das Hartdrehen bietet im Vergleich zum Rundschleifen einige Vorteile. So können komplexe Konturen mit einfachen Werkzeugen abgefahren werden. Dank Standardwerkzeugen im Werkzeugspeicher ist ein schnelles Einrichten möglich. Die Werkzeuge werden schnell erfasst. Zudem wird gerade bei kleinen Bohrungen ein hohes Zeitspanvolumen erreicht.

Allerdings beeinflusst der Freiflächenverschleiß beim Hartdrehen die Form- und Oberflächenqualität. Wegen des unterbrochenen Schnittes verschleißen die Werkzeuge stark. Daher sind die Werkzeugkosten pro Bauteil oft hoch. Obendrein neigen nachgiebige Werkstücke zum regenerativen Rattern.

Das Rundschleifen dagegen bietet hinsichtlich Form- und Oberflächentoleranzen eine hohe Prozesssicherheit dank beständiger Werkzeugkondition. Das Werkzeug ist beliebig und ohne manuellen Eingriff konditionierbar. Das Verfahren bietet außerdem die Möglichkeit, In-Prozess zu messen. Es erfüllt die Anforderungen an Drallfreiheit und ist wenig anfällig für Streuung im Werkstückmaterial. Das Einstechschleifen kann bei spezifischen Längen- und Durchmesserverhältnissen auch eine kürzere Schleifzeit bewirken. Jedoch gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Schleifscheibenplätzen. Der Werkzeugwechsel ist verglichen mit dem Hartdrehen aufwendig. Und für Konturelemente muss oft ein spezifisches Scheibenprofil abgerichtet werden.

Die Nachteile des Rundschleifens können durch die Vorteile des Hartdrehens eliminiert werden. Werden beide Verfahren zusammengeführt und so die Nachteile kompensiert, lohnt sich die Investition in eine Maschine, die beide Bearbeitungen miteinander kombiniert. Mit Hilfe der Komplettbearbeitung, wo mehrere Bearbeitungsprozesse in einer Maschine kombiniert werden, können zum einen Ressourcen gespart werden, zum anderen ist eine bedarfsgerechte und flexible Fertigung möglich.

Hierfür bietet Studer ein flexibles Hartfein-Bearbeitungszentrum für Schleif-, Dreh- und Fräsarbeiten. Mit der ›Studer S242‹ ist es bei einer Rotorwellenfertigung möglich, sechs Einzelprozesse zu vereinen. Wo sonst also sechs Maschinen in der Produktion nötig waren, steht jetzt noch eine Anlage. Sie hat eine Spitzenweite bis 1.000 Millimeter und bearbeitet Werkstücke bis 60 Kilogramm. Damit sinkt die Durchlaufzeit des Bauteils. Die Kombination ermöglicht außerdem die Komplettbearbeitung der Schlichtoperationen in einer Aufspannung. Mehrmaliges Umspannen der Werkstücke ist nicht mehr nötig.

Das Einfahren des kombinierten Dreh-Schleif-Prozesses stellt eine hohe Anforderung an das technische Verständnis des Einrichters. Auch die Investition in eine komplexe Kombimaschine ist im Vergleich zu einzelnen Anlagen hoch. Sie relativiert sich jedoch durch eine Stückkostenrechnung.

  • Beim Drehen geht das Einrichten dank Standardwerkzeugen im Werkzeugspeicher fix.

    Beim Drehen geht das Einrichten dank Standardwerkzeugen im Werkzeugspeicher fix.

  • Beim Schleifen ist der Werkzeugwechsel im Vergleich zum Drehen aufwendig.speicher fix.

    Beim Schleifen ist der Werkzeugwechsel im Vergleich zum Drehen aufwendig.speicher fix.

  • Die Nabe und...

    Die Nabe und...

  • ... die Matrize werden beide auf der Studer-Maschine komplett bearbeitet.

    ... die Matrize werden beide auf der Studer-Maschine komplett bearbeitet.

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Unternehmensinformation

Fritz Studer AG Schleifmaschinen

Thunstr. 15
CH 3612 Steffisburg
Tel.: +41 - 33 - 439 1111
Fax: +41 - 33 - 439 1112

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