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05.06.2018

Rapidtech: BMW zeigt Fahrzeugteile aus dem 3D-Drucker

Zur Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle hat die zur BMW Group gehörende Marke Mini ein exklusives Einzelstück gefertigt, das für wohltätige Zwecke versteigert wird. Der Dreitürer besticht unter anderem durch eine einzigartige, aufwändig lackierte Dachgrafik sowie durch personalisierte Komponenten wie Einleger der Seitenblinker und Dekorleisten im Innenraum, welche mittels 3D-Druck umgesetzt wurden. Ein ähnlich gestaltetes Modell ist auf der Rapidtech + Fabcon 3D in Erfurt (5. bis 7. Juni) zu sehen – mit Einlegern und Dekorblenden im Messe-Design.

Die Individualisierung von Fahrzeugteilen, wie sie mit dem Produktprogramm Mini Yours Customised realisiert wird, ist ein Baustein in der „Additive Manufacturing“-Strategie von BMW. Der Automobilhersteller produziert bereits heute mehr als 140.000 Teile pro Jahr über additive Fertigungsverfahren und bündelt seine Technologiekompetenz zukünftig in einem Campus für Additive Fertigung, der Anfang 2019 seine Arbeit aufnehmen soll. Neben der Fahrzeug-Individualisierung wird dort die Produktion von Prototypen-, Ersatzteilen und Serienteilen vorangetrieben.

  • Personalisierte Einleger für die Seitenblinker am Mini – 3D-Druck macht es möglich. Bild: BMW Group

    Personalisierte Einleger für die Seitenblinker am Mini – 3D-Druck macht es möglich. Bild: BMW Group

  • Die Halterung der Verdeckabdeckung beim BMW i8 Roadster wird mittels 3D-Metalldruck gefertigt. Bild: BMW Group

    Die Halterung der Verdeckabdeckung beim BMW i8 Roadster wird mittels 3D-Metalldruck gefertigt. Bild: BMW Group

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Das Potenzial in der Serienfertigung erschließt die BMW Group bereits heute. Jüngstes Beispiel ist der Einsatz von 3D-Druck in der Produktion des neuen BMW i8 Roadster. Das additiv gefertigte Metallteil befindet sich am Soft-Top-Verdeck und dient als Halterung der Verdeckabdeckung. Die BMW Group ist der erste Automobilhersteller, der das 3D-Druckverfahren im Metallbereich in einer Serienproduktion von mehreren tausend Stück einsetzt. Das Metall-Bauteil aus einer Aluminiumlegierung weist gegenüber einem üblicherweise eingesetzten Kunststoffspritzgussteil weniger Gewicht bei einer deutlich höheren Steifigkeit auf. Die bionische, also den Konstruktionen der Natur angelehnte Geometrie des Bauteils wurde für den 3D-Druck optimiert. Ein BMW i8 Roadster mit dem innovativ gefertigten Teil wird ebenfalls in Erfurt präsentiert. Dazu erläutern Experten die Additive Manufacturing Roadmap von BMW in mehreren Vorträgen des Rapidtech-Kongresses.

„Wir stellen unsere Kompetenzen in der additiven Fertigung das erste Mal in dieser geballten Form einer Fachöffentlichkeit vor. Die Rapidtech ist eine der wichtigsten deutschen Veranstaltungen in diesem Bereich und dafür genau der richtige Platz“, sagt Dr. Dominik Rietzel vom Additive Manufacturing Center der BMW Group. Er wird mit dem Keynote-Vortrag „AM on the Road – der Weg vom ersten Prototypen hin zum Serieneinsatz“ die diesjährige Rapidtech + Fabcon 3D am 5. Juni eröffnen und insbesondere über die Möglichkeiten der Produkt-Individualisierung mittels 3D-Druck sprechen. Im Forum Automobilindustrie am gleichen Tag zeigt Stefanus Stahl auf, wie der SLM-Prozess industrialisiert und in die erste automobile Serienanwendung im BMW i8 Roadster überführt wurde. Die schlaue Kombination von Auslegung und Materialwahl ermöglicht komplett neue Bauteileigenschaften, wie man am Thema 3D-gedruckter Schäume sehen kann. Die Qualifizierung additiv hergestellter Schäume und deren Einsatz im Fahrzeugentwicklungsprozess ist das Thema von Martin Friedrich auf der Anwendertagung am 7. Juni.

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