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06.12.2016

Qualitätssicherung für das induktive Härten

Die Induktionsspezialisten von Emag eldec forcieren aktuell ihr Engagement rund um die Qualitätsüberwachung der induktiven Härtemaschinen. Die „eldec Quality Control“ umfasst ein ganzes Paket von neuen Modulen, mit denen die Prozesssicherheit optimiert wird. Die Komponenten bauen aufeinander auf und ergänzen sich.

Welche Strommenge fließt durch das Werkstück?

Mehr Qualität, weniger Prozessfehler – diese Wirkung erzeugt auch das zweite neue Modul innerhalb der eQC: Zukünftig kann die Stromspannung während des laufenden Produktionsprozesses am Induktorfuß gemessen werden. Normalerweise erfolgt eine Messung dieser Energiewerte nur am Wechselrichter, von dem aus der Strom zum Werkzeug fließt. Das neue System gibt also zum ersten Mal darüber Auskunft, welche Strommenge tatsächlich im Werkzeug „ankommt“.

Warum ist dieser Unterschied so wichtig? „Nur auf diese Weise wissen wir ganz genau, wie groß der magnetische Fluss ist, der vom Induktor erzeugt wird und das Bauteil durchsetzt. Dieser Wert wird direkt von der Werkzeug- und Bauteilgeometrie, dem Werkstoff sowie anderen Faktoren beeinflusst. Eine Messung am Wechselrichter bleibt davon aber unbeeinflusst und ist somit nicht genau genug. Wir ermitteln jetzt also jene Daten, die direkt am Ort der Wertschöpfung anfallen und binden sie in die Prozessüberwachung ein“, erklärt Endmann. Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Erwärmung des Bauteils wird sehr viel genauer überwacht, der Härteprozess noch präziser gesteuert – und die Bauteilqualität nimmt in der Folge weiter zu.

Wie entwickelt sich die Qualität des Abschreckmittels?

Ein wichtiger Faktor für Qualität und Stabilität des Härteprozesses ist nicht zuletzt der Zustand des eingesetzten Abschreckmittels – es verändert sich während des Prozesses, weil die enthaltenen Polymerketten unter Licht- und Wärmeeinfluss langsam zerbrechen. Anschließend verfügt das Abschreckmittel nicht mehr über die nötige Oberflächenspannung. „Es ist deshalb unverzichtbar, das Abschreckmittel regelmäßig auf seine Qualität hin zu überprüfen. Das geschieht derzeit häufig noch durch die Messung des Lichtbrechungsindex, der allerdings keinen Aufschluss über den Zustand der Polymerketten gibt und deshalb zu ungenau ist. Wir setzen ab sofort auf einen neuen Sensor, der mithilfe von Ultraschall die Viscosität des Abschreckmittels laufend überwacht und sehr präzise über die Qualität informiert“, erklärt Endmann das dritte neue Modul innerhalb der eQC. Auf diese Weise steigt gerade die Sicherheit bei der Produktion von komplexen Bauteilen mit vielen Kanten und Bohrungen an, denn sie neigen bei Einsatz eines Abschreckmittels mit nachlassender Viscosität zu Rissen.

Umfassendes Paket für mehr Qualität und Sicherheit

Insgesamt sehen sich die süddeutschen Induktionsspezialisten mit diesem Leistungspaket ideal aufgestellt. Alle eQC-Elemente bauen aufeinander auf und ergänzen sich: Vor dem Produktionsstart wird das neu eingesetzte Werkzeug überprüft sowie sein Zustand aufgezeichnet, während des Prozesses erfolgt eine hochgenaue Strommessung direkt am Werkzeug. Gleichzeitig überprüft ein Sensor laufend die Qualität des Abschreckmittels. Weitere Standard-Komponenten, wie etwa ein Energiecontroller, ergänzen das umfassende Angebot. „Die industrielle Produktion unserer Zeit wandelt sich sehr schnell“, erklärt Endmann abschließend. „Das Industrie-4.0-Konzept gibt dabei die Richtung vor: Die Produktion muss nicht nur eine immer höhere Qualität sicherstellen, gleichzeitig muss diese Qualität und der dazugehörige Prozess auch umfassend dokumentiert werden. Mit den umfassenden eQC-Maßnahmen stellen wir beides sicher.“

  • eldec Quality Control – eQC: Optimierung und Überwachung von Härteprozessen zur Steigerung der Produktivität von Induktionshärtemaschinen. Bild: Emag

    eldec Quality Control – eQC: Optimierung und Überwachung von Härteprozessen zur Steigerung der Produktivität von Induktionshärtemaschinen. Bild: Emag

  • eQC RFID: Der RFID-Chip im Werkzeug wird von einer neuen Schreib-Lese-Einheit mit allen relevanten Daten beschrieben. Bild: Emag

    Zukünftig weiß die Maschine vor Produktionsstart, ob der richtige Induktor für das vorgewählte Bearbeitungsprogramm eingesetzt ist und welchen Zustand er hat. Bild: Emag

  • Zukünftig weiß die Maschine vor Produktionsstart, ob der richtige Induktor für das vorgewählte Bearbeitungsprogramm eingesetzt ist und welchen Zustand er hat. Bild: Emag

    Zukünftig weiß die Maschine vor Produktionsstart, ob der richtige Induktor für das vorgewählte Bearbeitungsprogramm eingesetzt ist und welchen Zustand er hat. Bild: Emag

  • eQC Quench: Ein neuer Sensor überprüft laufend die Qualität des Abschreckmittels. Bild: Emag

    eQC Quench: Ein neuer Sensor überprüft laufend die Qualität des Abschreckmittels. Bild: Emag

  • eQC Flux: Mit diesem neuen Modul wird Stromspannung während des laufenden Produktionsprozesses am Induktorfuß gemessen. Bild: Emag

    eQC Flux: Mit diesem neuen Modul wird Stromspannung während des laufenden Produktionsprozesses am Induktorfuß gemessen. Bild: Emag

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