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maschine+werkzeug 08/2013

Produktion beschleunigt

Technik - Maschinen

Drehen - Der hauseigene Getriebebau des AGCO-Konzerns setzt auf eine neue Anlage von Emag. Mit ihr werden Kolben und Flanschzapfen in hoher Stückzahl fertig bearbeitet. Die Produktionszeit für ein Bauteil ist mit Hilfe der intelligenten Lösung deutlich gesunken.

Minimale Durchlaufzeit

Dass die Wahl der Landmaschinen-Spezialisten von AGCO vor diesem Hintergrund auf die VTC-Baureihe von Emag fiel, kann bei näherer Betrachtung nicht wirklich überraschen. Die Anlagen sind genau daraufhin ausgelegt, wie Wolfgang Ulmer, Emag-Gebietsverkaufsleiter für Südbayern, bestätigt. »Minimale Durchlaufzeiten für ein Bauteil sind bei der Konstruktion der Anlagen genauso ein vorrangiges Ziel wie sichere Prozesse und maximale Präzision. Insofern passten hier unser Anspruch und die Anforderungen des Kunden perfekt zusammen.«

Seit Ende Februar steht die komplette VTC 250-4 in der Werkhalle bei AGCO. Seit Mitte des Jahres produziert sie unter Volllast. So verlässt alle zwei Minuten ein fertig bearbeiteter Kolben die Anlage. Insgesamt sollen es einmal weit über 100000 Stück pro Jahr sein.

Da die Produktion des Kolbens weitgehend automatisiert und in Mehrmaschinenbedienung erfolgt, hängt von den Abläufen im Inneren der Maschine besonders viel ab. Sie garantieren letztlich die geforderte Effizienz und Prozesssicherheit. Für eine radikal verkürzte Produktionszeit sorgt bei der VTC 250-4 zunächst die zum Einsatz kommende Vier-Achs-Drehbearbeitung: Der zwischen Hauptspindel und Reitstock eingespannte Kolben wird von zwei Dreh-Werkzeugen gleichzeitig gewissermaßen in die Zange genommen.

Die spanenden Prozesse laufen dabei erheblich schneller ab, wie der AGCO-Fertigungsplaner bestätigt. »Wir schätzen, dass die gesamte Bearbeitungszeit des Kolbens um rund 30 Prozent im Vergleich zur vorherigen Produktion verkürzt werden kann«, hebt Bernhard Riedel hervor. Entscheidend ist dabei auch die Multifunktionalität der Anlage, denn mit dem Drehprozess alleine ist die Endbearbeitung des gegossenen Rohteils bei Weitem nicht abgeschlossen.

Zusätzlich durchläuft der Kolben in der Emag-Anlage eine Reihe weiterer Prozesse – vom Bohren und Reiben über das Plansenken bis zum Stechen. Dafür kommen bei AGCO insgesamt zwölf verschiedene Werkzeuge auf den zwei Werkzeugrevolvern zum Einsatz. »Wir haben die Belegung der Revolver mit Werkzeugen und die Programmierung der Anlage genau geplant. Die einzelnen Prozesse laufen deshalb mit minimalen Span-zu-Span-Zeiten ab«, bestätigt Christian Ziesel, Programmierer bei AGCO.

Grundsätzlich stehen bei der VTC 250-4 auf jedem der beiden Revolver zwölf Werkzeugplätze zur Verfügung. Ein Werkzeugplatz wird dabei von vornherein immer durch den Werkstückgreifer belegt, der das Werkstück in die Maschine hinein- beziehungsweise aus der Maschine heraustransportiert. Das Be- und Entladen erfolgt also parallel und die Nebenzeiten sinken deutlich ab. Passend dazu sind links und rechts vom Arbeitsraum Transportbänder angebracht. Hier werden die Roh- beziehungsweise Fertigteile bevorratet.

  • Das Bauteil wird in der VTC 250-4 simultan von zwei Seiten aus bearbeitet. Die Hauptzeit sinkt dadurch deutlich ab.

    Das Bauteil wird in der VTC 250-4 simultan von zwei Seiten aus bearbeitet. Die Hauptzeit sinkt dadurch deutlich ab.

  • Überzeugt von der effizienten Produktionslösung am Standort Marktoberdorf: Maschinenbediener Harald Müller, Fertigungsplaner Bernhard Riedel, Programmierer Christian Ziesel, Meistervertreter Ludwig Günther und Wolfgang Ulmer von Emag (v.l.).

    Überzeugt von der effizienten Produktionslösung am Standort Marktoberdorf: Maschinenbediener Harald Müller, Fertigungsplaner Bernhard Riedel, Programmierer Christian Ziesel, Meistervertreter Ludwig Günther und Wolfgang Ulmer von Emag (v.l.).

  • Bauteilqualität und Prozesssicherheit stehen bei der AGCO-Produktion an oberster Stelle. Die Bauteile werden regelmäßig vermessen. Oberstes Ziel ist immer eine Null-Fehler-Strategie.

    Bauteilqualität und Prozesssicherheit stehen bei der AGCO-Produktion an oberster Stelle. Die Bauteile werden regelmäßig vermessen. Oberstes Ziel ist immer eine Null-Fehler-Strategie.

  • Anhand der Bohrung gut zu unterscheiden: der Steuerkolben vor und nach der Bearbeitung auf der Emag-Anlage.

    Anhand der Bohrung gut zu unterscheiden: der Steuerkolben vor und nach der Bearbeitung auf der Emag-Anlage.

  • Die einfache Bedienbarkeit und Erreichbarkeit der Anlage sind für AGCO wichtig. Bei Werkstückwechseln sorgen diese Faktoren für kurze Stillstandzeiten.

    Die einfache Bedienbarkeit und Erreichbarkeit der Anlage sind für AGCO wichtig. Bei Werkstückwechseln sorgen diese Faktoren für kurze Stillstandzeiten.

  • In die Emag-Anlage ist eine vollwertige Automationslösung integriert. Das hier zu sehende Förderband nimmt die Rohteile auf.

    In die Emag-Anlage ist eine vollwertige Automationslösung integriert. Das hier zu sehende Förderband nimmt die Rohteile auf.

  • Zukünftig wird auf der Anlage zusätzlich ein Flanschzapfen fertig bearbeitet – die Flexibilität der VTC 250-4 macht es möglich.

    Zukünftig wird auf der Anlage zusätzlich ein Flanschzapfen fertig bearbeitet – die Flexibilität der VTC 250-4 macht es möglich.

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EMAG Holding GmbH

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Tel.: 07162-17-0
Fax: 07162-17-199

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