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maschine+werkzeug 08/2010

Noch flexibler ohne Hydraulik

Maschinen

Bearbeitungszentren - Mit einem Bearbeitungszentrum ganz ohne Hydraulik feierte Grob auf der AMB eine besondere Weltpremiere. Weitere Höhepunkte am Grob-Messestand waren die Bearbeitungszentren G350 und G550.

Schraubstock, 0-Punkt-Spannung und Hakenspanner (li. von oben) funktionieren rein elektromechanisch.

Eine äußerst interessante Neuheit haben die Mindelheimer Grob-Werke auf der diesjährigen AMB präsentiert: Das weltweit erste Bearbeitungszentrum ohne jegliche Hydraulik. Alle Werkstücke können bei diesem Bearbeitungszentrum elektromechanisch gespannt und alle Werkzeuge elektromechanisch gelöst werden.

Mithilfe der Elektromechanik erzielen die Grob-Bearbeitungszentren noch bessere Flexibilität, höhere Verfügbarkeit und eine wei-tere Verbesserung der Energiebilanz. »Der Wirkungsgrad der Hydraulik ist geringer und die Energiebilanz der Elektromechanik einfach besser«, erklärt Alfred Höbel, Grob-Entwicklungsbereichsleiter, die entscheidenden Vorteile der neuen, von Grob zum Patent angemeldeten Entwicklung.

Das Lösen der Werkzeuge geschieht deutlich leiser, verhindert die harten Schläge, die bei jedem Werkzeugwechsel auch das Spindellagersystem treffen und – ganz entscheidend – die Nebenzeiten werden noch einmal reduziert. Präsentiert wurde diese hydraulikfreie Ausführung an einer Grob-Standardmaschine G350 mit Siemens-Steuerung 840 sl M-Dynamics und einer Grob-Motorspindel HSK-63 mit 18.000 1/min. Ein Integralbauteil aus Aluminium wie es im Airbus zu finden ist, wurde mit beeindruckender Schnittgeschwindigkeit teilweise mit fünf Achsen simultan zerspant.

Neben dieser neuen hydraulikfreien Technologie präsentierte Grob an zwei weiteren Standardmaschinen ihren aktuellen Stand der Technik im Stand-alone-Bereich. An einer G350 mit Heidenhain-Steuerung iTNC 530 und einer Motorspindel SK40 mit 16.000 1/min können Werkzeugbruchkontrollen und Werkzeugkegelreiningung durchgeführt werden. Sie ist mit einer Arbeitsraumkamera ausgestattet, die Luft zur Werkzeugkühlung bei Trockenbearbeitung kommt durch die Spindelmitte. Aus dem Bereich Formenbau wurde auf der AMB ein anspruchsvolles Reifensegment fünfachsig simultan bearbeitet.

Die dritte Standardmaschine, eine G550 mit Siemens-Steuerung 840D sl M-Dynamics und einer Motorspindel HSK-A100 mit 9.000 1/min war mit einem Doppelscheibenmagazin, Wechselarm mit Doppelgreifer und 60 Magazinplätzen ausgestattet. Mit ihr wurde auf einem Spannturm, der die Größe des Arbeitsraumes zur Geltung bringt, ein Radträger als Produktionsbauteil aus dem Automobilbereich abgefahren. Außerdem konnten die hohen Schnittkräfte und die Stabilität durch eine Stahlzerspanung mit Messerkopf und Vollbohrer bewiesen werden.

»Gerade in der aktuellen Aufschwungphase ist es für Grob von großer Bedeutung, sich dem Wettbewerb mit seinen neuen Technologien zu stellen, um dabei seine Technologieführerschaft aufs Neue zu untermauern«, so Christian Grob, Generalbevollmächtigter der Grob-Werke.

www.grob.de

Unternehmensinformation

Grob-Werke GmbH & Co. KG

Industriestraße 4
DE 87719 Mindelheim
Tel.: 08261-996-0
Fax: -268

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