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04.05.2018

Nichts geht mehr ohne 3D-Druck

Im Maschinenbau, der Autoindustrie, in der Luft- und Raumfahrt oder der Medizintechnik kommen vermehrt additiv gefertigte Bauteile in Form von Impellern, Einspritzdüsen, Strömungssonden oder künstlichen Gelenken zum Einsatz. Die neuesten Entwicklungen und Innovationen präsentieren namhafte Unternehmen und Institute am 27.und 28. Juni auf der Matx in Nürnberg.

Konstrukteure müssen neue Designregeln lernen, um Produkte erfolgreich additiv herzustellen. (Bild: Gramm UG)

Die beachtlichen Investitionen in die additive Fertigung zeigen, dass die Industrie erhebliche Potenziale in dieser Fertigungstechnologie sieht. So investiert beispielsweise General Electric mindestens 100 Millionen Euro in sein Tochterunternehmen Concept Laser in Lichtenfels. Der Maschinenhersteller setzt bei seinen Drucksystemen auf das selektive Laserschmelzen (SLM). Der niederländische Maschinenhersteller Additive Industries expandiert und zieht in eine 7-fach größere Zentrale um. Auch der aktuelle Report des Consulting Unternehmens Wohlers zum Thema „Additive Fertigung“ bestätigt diese Entwicklung: Laut dieses Berichts ist die Zahl der verkauften Anlagen zum 3D-Druck von Metall um fast 80 Prozent gestiegen, von 983 Geräten in 2016 auf 1768 in 2017.

Additive Manufacturing spielt daher auch auf der Konferenz für Materialinnovationen Matx eine wesentliche Rolle. In zahlreichen Formaten werden aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen näher beleuchtet. Fachexperten und Innovationstreiber präsentieren Technologien und Potentiale der additiven Fertigung, wie beispielsweise Prof. Dr. Dietmar Drummer, Lehrstuhl für Kunststofftechnik, FAU Erlangen-Nürnberg, einer der führenden Forscher in diesem Bereich. Weiterhin werden Harry Kleijnen, Manager Process & Application Development, Additive Industries, über die Additive Fertigung von Metallen und Bastian Weimer, 3D Printing Channel Manager, HP Deutschland, über die Prozessierung von Kunststoffen berichten.

Chancen und Risiken der digitalen Produktion

Neben dem industriellen Sektor wächst die Technologie aber auch im privaten Bereich, der so genannten Maker-Bewegung. Längst gibt es digitale Plattformen wie Thingiverse, eine Tauschbörse für 3D-Modelle, die sich drucken lassen. Der Workshop zum Thema „3D Printing - Aus Daten werden Produkte und Geschäftsmodelle“ beschäftigt sich mit den Eigentumsrechten von 3D-Druckdaten und welche Risiken in der digitalen Produktion stecken. Neben rechtlichen Fragen geht es hierbei auch um Cyber-Security und um Herausforderungen, Risiken und Produkthaftung. Außerdem lernen Teilnehmer des Workshops am Beispiel des industriellen 3D-Drucks, wie Daten zum wertvollsten Material für die Herstellung von Konsum- und Industriegütern werden und wie sich Unternehmen auf die daraus folgenden Änderungen ihres Geschäftsmodells vorbereiten müssen.

Gedruckte Gegenstände im Alltagseinsatz

Inwieweit die Additive Fertigung bereits den Einzug in den Alltag gehalten hat, wird in der Vortragreihe „Additive Manufacturing in Everyday Life“ thematisiert: Dr. Alexander Vyhnal, Head R&D, Staedtler Mars, berichtet über den individualisierten Stift, den sich der Konsument direkt über eine App selbst gestalten kann und teilweise über 3D-Druck hergestellt wird. Thomas Griesbeck, Deputy Managing Director, Bayerische Bergwacht, erklärt, wie bei der Bergrettung Drohnen aus dem 3D-Druck eingesetzt werden. Weitere Trends und Anwendungsbeispiele präsentiert Oliver Cynamon, Head of Business Development bei Fit.

Unternehmensinformation

Bayern Innovativ GmbH Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Am Tullnaupark 8
DE 90402 Nürnberg
Tel.: 0911-20671-0
Fax: 0911-20671-792

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