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11.05.2018

Neues Verfahren zum 3D-Metalldruck

Die Bound Metal Deposition-Technologie (BMD) ist ein neues Verfahren im Bereich des metallischen 3D-Drucks. Damit lassen sich komplexe Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Kupfer und weiteren Legierungen schneller und kostengünstiger herstellen als mit anderen additiven Technologien. Funktionsweise und Vorteile des in Europa noch wenig bekannten Verfahrens stellt das US-amerikanische Unternehmen Desktop Metal, das die BMD-Technologie seit 2015 entwickelt, im Forum 3D Metal Printing am 6. Juni 2018 zur Rapidtech + Fabcon 3D vor.

Mit dem Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) bricht die FIT AG bisherige Größenbeschränkungen für additiv gefertigte großvolumige Metallteile auf. Bild: FIT AG

Mit dem Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) bricht die FIT AG bisherige Größenbeschränkungen für additiv gefertigte großvolumige Metallteile auf. Bild: FIT AG

Nach 2016 und 2017 gibt die Messe Erfurt auch in diesem Jahr dem jungen Bereich des metallischen 3D-Drucks ein Extra-Podium. „In den metallischen Verfahren liegt viel Zukunftspotenzial, das es zu erschließen gilt. Das Forum ist deshalb die Plattform, um einerseits neue Entwicklungen zu präsentieren sowie andererseits Prozesserkenntnisse aus Anwendungen zu spiegeln, die wiederum in künftige Innovationen einfließen“, erläutert Daniel Hund, Kommunikationsleiter der Concept Laser GmbH, seit Ende 2016 Teil von GE Additive, und verantwortlich für die Inhalte des Forums 3D Metal Printing.


Eine technische Einschränkung des Additive Manufacturing (AM) ist die derzeitige Größenbegrenzung bei Bauteilen. Die FIT AG löst diese Beschränkung durch den Einsatz des Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) auf und nutzt dieses additive Aufschweißverfahren für die Herstellung großvolumiger Metallteile. Die massiven Rohkörper werden mittels CNC-Technik nachbearbeitet. Auch ein Aufschweißen auf Grundkörper ist möglich. Die Aufbaurate liegt dabei deutlich über der Rate pulverbettbasierter Verfahren. Wie das Verfahren im praktischen Einsatz weiter optimiert wird, ist Gegenstand eines Anwendervortrags in diesem Forum. In einem weiteren Beitrag stellt Trumpf seine AM-Industrialisierungskompetenz am Beispiel eines Projekts für Bosch-Rexroth vor. Der Werkzeug- und Formenbau-Dienstleister Jell berichtet über den Einsatz des 3D-Metallschmelzens vom Prototyping bis zur Serienfertigung. Die Auswirkung der Gasatmosphäre während des Laserstrahlschmelzens beschreibt ein Vortrag von Air Liquide aus Frankreich. Die Leistungen der Röntgen-Computertomographie für die Qualitätssicherung additiv gefertigter Bauteile zeigt ein Beitrag von GE Sensing & Inspection Technologies.

Den aktuellen Forschungsstand zur Multimaterialverarbeitung von Metallen mittels additiver Verfahren präsentiert die Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV. Das Institut hat einen Pulverauftragsmechanismus entwickelt und hard- sowie softwareseitig in eine Laserstrahlschmelzanlage integriert, sodass damit der Aufbau von 3D-Multimaterialbauteilen in einer kommerziell verfügbaren Anlage möglich wird.


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