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maschine+werkzeug 07/2010

Neue Zähne für kräftigen Biss

Technik

Werkzeugservice - Das Nachschleifen und Beschichten von Verzahnungswerkzeugen macht sich bezahlt. Voraussetzung dafür ist ein kompetenter Service, wie ihn Oerlikon Balzers anbietet.

Frank Wollschläger (r.), Gesellschafter des Unternehmens, und Klaus Springer, Kundenbetreuer von Oerlikon Balzers, setzen auf Qualität.

Die externe Aufbereitung von Werkzeugen ist vor allem eines: Vertrauenssache. »Wer seine oft teuren Tools in fremde Hände gibt, will sie nicht nur fachgerecht wiederaufbereitet, sondern auch ›just in time‹ zurückbekommen. Und er schaut kritisch auf die Kosten«, betont Rainer Kaletka, in Bochum Fertigungsleiter der Schleiferei von Wollschläger, einem der führenden deutschen Handelsunternehmen der Werkzeugbranche.

Um für diese Aufgabenstellung optimale Lösungen erzielen zu können, bieten Wollschläger und Oerlikon Balzers einen Qualitätsservice für den Nachschliff und die Wiederbeschichtung von Verzahnungswerkzeugen an. Aufbereitet werden Abwälzfräser mit 30 bis 480 Millimeter Durchmesser und Schneidräder mit 20 bis 350 Millimeter, die Modulbereiche reichen von 1 bis 36. Dafür stehen hochmoderne CNC-Maschinen und PVD(Physical Vapor Deposition)-Beschichtungsanlagen zur Verfügung.

Die Kosten im Fokus

Der Service verfolgt einen ehrgeizigen Anspruch: ein präzise auf Kundenbedarf und Werkzeugeinsatz ausgerichtetes Tool-Management samt reibungslosen Abläufen zur Wiederaufbereitung der Werkzeuge sowie Erzielung hoher Lebensdauer und Verfügbarkeit – Leistungen, die auch zu bisher unerschlossenen Kostenpotenzialen führen sollen. Ein erster wichtiger Ansatzpunkt ist, den Werkzeugverschleiß in steuerbare Bahnen zu lenken. Denn zu lange eingesetzte, stark verschlissene Werkzeuge senken die Produktionseffizienz und schaffen letztlich Mehrkosten. Dadurch leidet zum einen die Qualität der gefertigten Bauteile, zum anderen werden die Maschinenlager stärker belastet.

Die Folgen sind letztlich mehr Ausschuss, Wartungsaufwand und (Energie-)Kosten – auch in Bezug auf das Werkzeug selbst, dessen Aufbereitung aufwendiger wird und dessen Lebensdauer rapide sinkt. Hier helfen rechtzeitiges Nachschleifen und Wiederbeschichten, den Materialverlust am Werkzeug auf ein Minimum zu senken. Eine Faustregel lautet: Ab einem Verschleiß von mehr als 0,3 Millimetern ist der Wechsel beziehungsweise Nachschliff eines Werkzeugs zu empfehlen.

Denn so wird im Einsatz der Verlust an Werkzeugmaterial deutlich reduziert. Das ist durchaus kostenrelevant: Bei einem 4000 Euro teuren Wälzfräser mit einer Nachschleifreserve von 10 Millimetern zum Beispiel wird jeder Millimeter Verschleiß mit 400 Euro bezahlt – zuzüglich Aufbereitungskosten.

Eine Beschichtung dagegen erhöht die Verfügbarkeit, Produktionssicherheit und -leistung. Klaus Springer, Kundenberater von Oerlikon Balzers, nennt dazu ein Beispiel: »In Projekten mit Neukunden, die vorher nur einen Nachschleifservice beanspruchten, konnten wir die Standzeit schon beim ersten nachgeschliffenen und wiederbeschichteten Werkzeug verdoppeln.« Die Verschleißmarkenbreite ging analog dazu um die Hälfte, von 0,6 bis 1 auf 0,3 bis 0,5 Millimeter, zurück. Dies bedeutet: 100 Prozent mehr Lebensdauer als zuvor. »Hinzu kommt, dass wir mit wiederbeschichteten Werkzeugen annähernd 100 Prozent der Standzeit von beschichteten Neuwerkzeugen erreichen«, so Klaus Springer. So ist die Aufbereitungsqualität des Services unterm Strich sehr hoch: Instandsetzen lassen sich Verzahnungswerkzeuge mit Qualitäten bis zu AAA.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH

Am Ockenheimer Graben 41
DE 55411 Bingen
Tel.: 06721-793-0
Fax: -2374

Wollschläger GmbH & Co. KG

Industriestr. 38c
DE 44894 Bochum
Tel.: 0234-9211-0
Fax: 0234-9211-690

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