nach oben
maschine+werkzeug 04/2018

Nah an der Endkontur

Technologie

Additive Manufacturing - Das 3D-Druckverfahren 3DMP von Gefertec verwendet Draht als Basis. Das reduziert die Kosten und spart bei der Herstellung von Bauteilen viel Zeit.

Bild: Gefertec

Mit den Maschinen der Baureihe Gtarc hat Gefertec einen Maschinentyp präsentiert, der sich durch geringe Kosten und sehr hohe Aufbauraten auszeichnet. Das additive 3DMP-Verfahren, das in diesen Maschinen zum Einsatz kommt, basiert auf erprobter Lichtbogenschweißtechnologie und verwendet als Ausgangsmaterial Draht, mittels dessen Schweißraupe für Schweißraupe ein Werkstück gedruckt wird.

Damit ist das Verfahren im Vergleich zu 3D-Druckmethoden, die Pulver als Basis verwenden, deutlich kostengünstiger, da das aufwendige Pulverhandling entfällt. Zudem ist Draht für die meisten Standardwerkstoffe deutlich günstiger. Die Gtarc-Maschinen fertigen daraus endkonturnahe Rohlinge, deren Qualität der von massiv gefertigten Werkstücken entspricht. Nach dem Druck werden die Rohlinge mit herkömmlichen Bearbeitungsmethoden, etwa der CNC-Frästechnik, fertiggestellt.

Wie hoch der Kostenvorteil tatsächlich sein kann, zeigt Gefertec an einem realen Beispiel: Gefertigt wurde eine Lagerhalterung aus Chrom-Nickel-Stahl 1.4305. Bei der konventionellen Fertigung musste hierfür ein 85 Kilogramm schwerer Quader der Größe 452 x 245 x 100 Millimeter auf einer CNC-Fräse spanend bearbeitet werden. Das fertige Werkstück wiegt danach lediglich 18 Kilogramm – der Spananteil beträgt also rund 80 Prozent. Die Gesamtkosten der konventionellen Fertigung beliefen sich dabei auf 4.500 Euro und setzten sich aus den Kosten für den Rohling von 1.000 Euro und den Fräskosten in Höhe von etwa 3.500 Euro zusammen.

Im Vergleich dazu hat der auf einer Gtarc hergestellte Druckrohling ein Gewicht von lediglich 25 Kilogramm und kostete 750 Euro. Da hierbei nur 28 Prozent Spananteil bei der anschließenden Fräsbearbeitung anfielen, waren die Fräskosten mit 1.250 Euro ebenfalls deutlich geringer. Die Gesamtkosten sind somit mit etwa 2.000 Euro über 50 Prozent geringer als bei der konventionellen Fertigung.

Die Gtarc-Maschine ist in drei Varianten erhältlich. Die 3-achsige Gtarc 3000-3 eignet sich für Werkstückgrößen bis 3 Kubikmeter. Wird die Maschine mit einem Dreh-Schwenktisch zur 5-achsigen Gtarc 800-5 ausgeführt, sind Bauteile bis 0,8 Kubikmeter möglich. Zusätzlich ist die kleinere, ebenfalls 5-achsige Gtarc 60-5 lieferbar, die Werkstücke bis 60 Liter und 200 Kilogramm druckt. Eine speziell entwickelte 3DMP-CAM-Software erzeugt aus den CAD-Daten des Werkstücks die Daten für die CNC-Steuerung. Die Fertigung des endkonturnahen Werkstücks erledigt die Maschine vollautomatisch. Die Kosten für eine Gtarc-Maschine entsprechen etwa denen für ein kleineres Dreh-Fräs-Zentrum und liegen deutlich unter denen vergleichbarer Maschinen zum 3D-Druck. Das neue additive Verfahren ist daher ideal für die schnelle und wirtschaftliche Fertigung auch größerer Werkstücke aus Stahl, Nickelbasis, Titan oder Aluminium geeignet.

www.gefertec.de

Dokument downloaden
Unternehmensinformation

GEFERTEC GmbH

Schwarze-Pumpe-Weg 16
DE 12681 Berlin
Tel.: +49 - 30 - 912074 360

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Webinar

Moderne Hochleistungswerkzeuge wie HPC-, HFC- und Kreissegmentfräser richtig einsetzen und über 60 Prozent Zeit sparen: Beim Schruppen, Vorschlichten und Schlichten, bei der 2,5D-, 3D-und simultanen 5-Achs-Bearbeitung.


Jetzt zum kostenfreien Tebis Webinar anmelden.

Weitere Informationen

Aktuelle Videos

Walter: Stabiler Wechselplattenbohrer D4140


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's