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maschine+werkzeug 05/2016

Nah an der Endkontur

Markt

Schleifen - Alle zwei Jahre findet auf der Metav das gut besuchte Dortmunder Schleifseminar statt. 2016 bot es fundierte Beiträge zu den Themen Maschine und Umfeld, Werkzeuge und Prozesse.

Echt strahlende Aussichten konnte Gerald Schwarz verkünden. Er ist Geschäftsführer der Nicolis Technology AG aus Bachenbülach (Schweiz), die seit Firmengründung 1973 bereits über 400 Maschinen zum Trocken- und Nassstrahlen hergestellt hat. Bewährt haben sich die Anlagen beispielsweise zur Bearbeitung von Zerspanungswerkzeugen. So eignet sich das abrasive Nassstrahlspanen zur gezielten Schneidkantenpräparation an Zerspanungswerkzeugen.

Gemeinsam mit dem Institut für Spanende Fertigung an der TU Dortmund, dem Veranstalter des Schleifseminars, hat Nicolis eine Nassdruckstrahlanlage entwickelt, bei der das Werkstück durch einen Industrieroboter unter dem Abrasivstrahl geführt wird.

Die Dortmunder untersuchen aktuell an Zerspanungswerkzeugen, wie sich das Verfahren auf Schneidkantenverrundungsgrößen und -profilorientierungen auswirkt. Dieses Beispiel zeigt, dass nicht nur das kundenspezifische Auslegen der Maschine, sondern auch das akribische Einstellen der Parameter eine sehr wichtige Rolle spielt. Der Kunde könne dabei auf jahrelange Forschungserfahrungen der Schweizer zurückgreifen. In Düsseldorf stellte Schwarz mit der WA5000 das neueste Maschinenkonzept vor, das unterschiedliche Prozesse in einer Anlage vereint: Zum Einsatz kommt ein zehnstufiges Nassstrahl-Verfahren, bei dem ein Wasser-Strahlmittel-Gemisch (Betriebsdruck: 1 bis 1,5 bar mit Strahlmittel, 5 bis 6 bar High-Pressure-Shotpeening mit rostfreien Stahlkugeln) beschleunigt auf die Werkstückoberfläche kommt.

Das Verfahren eignet sich zum Reinigen, Entlacken, Entschichten oder Shotpeening von empfindlichen und hochpräzisen Teilen. Weil sich im Gegensatz zu Trockenstrahlanlagen kein Staub entwickelt, lässt es sich (ebenso wie Hochdruckwasserstrahlschneiden) auch bei explosiven und brennbaren Materialien wie Aluminium oder Magnesium einsetzen.

  • In Kooperation mit dem VDW lud das Institut für Spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund zum 6. Dortmunder Schleifseminar.

    In Kooperation mit dem VDW lud das Institut für Spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund zum 6. Dortmunder Schleifseminar.

  • »Es lassen sich mit dem Microfinishen von HVOF-gespritzten Wolframkarbid-Schichten Rz-Werte kleiner 0,3 µ erreichen.« Sebastian Goeke, Institut für Spanende Fertigung

    »Es lassen sich mit dem Microfinishen von HVOF-gespritzten Wolframkarbid-Schichten Rz-Werte kleiner 0,3 µ erreichen.« Sebastian Goeke, Institut für Spanende Fertigung

  • »Wenn man dann das Potenzial zusammenführt und die Grenzen kompensiert, dann lohnt sich die Kombibearbeitung.« Mathias Gerber, stellvertretender Leiter Technologie bei der Fritz Studer AG

    »Wenn man dann das Potenzial zusammenführt und die Grenzen kompensiert, dann lohnt sich die Kombibearbeitung.« Mathias Gerber, stellvertretender Leiter Technologie bei der Fritz Studer AG

  • »Abweichungen zwischen dem kinematischen Idealmodell und der realen, individuellen Maschinenkinematik können immer und bei jeder Maschine ermittelt werden.« Dr. Markus Feldhoff, Leiter Anwendungstechnik bei Schütte Schleifmaschinen

    »Abweichungen zwischen dem kinematischen Idealmodell und der realen, individuellen Maschinenkinematik können immer und bei jeder Maschine ermittelt werden.« Dr. Markus Feldhoff, Leiter Anwendungstechnik bei Schütte Schleifmaschinen

  • »Die größten Fehler am Teil, die sich durch das Zentrumschleifen minimieren lassen, sind Lagefehler, insbesondere Achsversatze zwischen einzelnen Absätzen.« Dirk Löckmann, Entwicklungsleiter der Henninger GmbH u. Co. KG

    »Die größten Fehler am Teil, die sich durch das Zentrumschleifen minimieren lassen, sind Lagefehler, insbesondere Achsversatze zwischen einzelnen Absätzen.« Dirk Löckmann, Entwicklungsleiter der Henninger GmbH u. Co. KG

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