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04.02.2020

Mipart druckt jetzt auch mit Metall

Nach den 3D-Druckverfahren Polyjet und Multi Jet Fusion bietet die On Demand Manufacturing Plattform Mipart jetzt auch den Metall-3D-Druck im Online-Konfigurator. Produziert werden die Bauteile mit den 3D-Druckern Markforged Metal X und Desktop Metal Studio System+.

Mit modernen Metall-3D-Druck-Verfahren können Bauteile gefertigt werden, deren Materialeigenschaften gegenüber klassisch zerspanten Erzeugnissen nahezu identisch sind. Als Beispiele dienen das Verdichterrad für einen Abgasturbolader (links), die Venturi-Düse (Mitte) sowie das topologieoptimierte Bauteil aus dem Leichtbau (rechts). Bild: BAM GmbH

Die beiden 3D-Metalldrucker setzen auf eine neue Technologie, bei der das Metall in einem Polymer eingebunden ist. Somit agieren beide Drucksysteme nach dem bewährten FDM-Verfahren, bei dem die Bauteile Schicht für Schicht ohne Freisetzung von gesundheitsschädlichem Metallstaub erzeugt werden können. Durch einen Sinterprozess verflüchtigt sich anschließend der Polymeranteil und es erfolgt eine atomare Diffusion der Metallpartikel. Markforged nennt dieses Verfahren, bei dem das Rohmaterial in Form eines Filaments verarbeitet wird, Atomic Diffusion Additive Manufacturing (ADAM). Desktop Metal hingegen taufte seine Technologie Bound Metal Deposition (BMD). In diesem Verfahren wird das Rohmaterial nicht von einer Rolle sondern in Stäbchenform (Rods) verarbeitet.

Es entstehen Bauteile, deren Materialeigenschaften gegenüber klassisch zerspanten Erzeugnissen nahezu identisch sind. Zudem können auch spezielle und anspruchsvolle Geometrien, wie beispielsweise Wabenstrukturen im Inneren eines Bauteils oder topologisch optimierte Modelle hergestellt werden. Das Modell unterliegt nun nicht mehr den Einschränkungen, welche eine subtraktive bzw. zerspanende Fertigung mit sich bringt. Für Konstrukteure bedeutet dies maximale Designfreiheit. Mit beiden Verfahren bietet Mipart seinen Kunden große Flexibilität und qualitativ hochwertige Ergebnisse.

Mithilfe der beiden Metall-3D-Druckverfahren können im Online-Konfigurator auf mipart.com aktuell Werkzeugstahl (H13, A2 und D2), Edelstahl (316 L sowie 17-4 PH) und Inconel 625 ausgewählt werden. Titan und Kupfer werden noch folgen.

Weitere AM-Verfahren in der Pipeline

Neben dem Metall- 3D-Druck können Mipart-Kunden auch die additiven Kunststoff-Verfahren HP Multi Jet Fusion und Polyjet auswählen. Darüber hinaus ist auch die zerspanende Fertigung von 3D-Modellen im Online-Konfigurator verfügbar. Zeitnah soll mit Fused Deposition Modeling (FDM) ein weiteres additives Kunststoff-Verfahren folgen. Auch die Laserbearbeitung von Bauteilen aus Blech soll in absehbarer Zeit auf mipart.com gelauncht werden.

In drei Schritten zum Produkt

Mit nur wenigen Mausklicks können Kunden ihr 3D-Modell im Mipart-Online-Shop hochladen, sich den Preis in Echtzeit berechnen lassen und das gewünschte Produkt sofort online bestellen. Alle über mipart.com bestellten Teile werden auf den mehr als 40 eigenen Fertigungsmaschinen namhafter Hersteller am Firmensitz in Weiden (Oberpfalz) in Industriequalität produziert und durchlaufen den hauseigenen Qualitätssicherungsprozess.

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