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20.02.2018

Metav rückt Maschinendesign in den Blickpunkt

Welche Rolle spielt Design im Werkzeugmaschinenbau heute? Gilt noch der Grundsatz „Form folgt Funktion“ – oder werden schon mal Abstriche bei der Funktion zugunsten der schönen Form gemacht? Neben weiterentwickelten Funktionalitäten stehen auf der Metav 2018 in Düsseldorf auch augenfällige Design-Highlights im Blickpunkt.


Martin Rathgeb: „Wir wollen ergonomische Maschine bauen, die gefallen und die dem Bediener das Gefühl vermitteln, wertgeschätzt zu werden, denn zufriedene Mitarbeiter sind effektiv und nutzen die Leistung der Maschine zu 100 Prozent.“ Design unterstreiche Technologie-Leadership und Innovation, spiegele die innovative Technologie im Herzen der Maschinen wider, schaffe Identität gegenüber dem Wettbewerb, steigere Attraktivität und Interesse am Produkt, erzeuge Markenbewusstsein, wecke Emotionen und schaffe Vertrauen.

  • Der Einfluss des Designs auf die Funktion ist u.a. am Steuerstand des neudesignten Bearbeitungszentrums gut abzulesen. Bild: SHW

    Der Einfluss des Designs auf die Funktion ist u.a. am Steuerstand des neudesignten Bearbeitungszentrums gut abzulesen. Bild: SHW

  • Bearbeitungszentrum in neuem Design mit integrierter Workstation für den Maschinenbediener. Bild: SHW

    Bearbeitungszentrum in neuem Design mit integrierter Workstation für den Maschinenbediener. Bild: SHW

  • Martin Rathgeb, Technischer Leiter der SHW Werkzeugmaschinen GmbH, Aalen: „Für uns ist gutes Design die Symbiose einer Vielzahl optimierter Funktionen. Der Bediener mit seinen Bedürfnissen rückt schon bei der Entwicklung der Maschine immer mehr in den Vordergrund.“ Bild: SHW

    Martin Rathgeb, Technischer Leiter der SHW Werkzeugmaschinen GmbH, Aalen: „Für uns ist gutes Design die Symbiose einer Vielzahl optimierter Funktionen. Der Bediener mit seinen Bedürfnissen rückt schon bei der Entwicklung der Maschine immer mehr in den Vordergrund.“ Bild: SHW

  • Dr.-Ing. Jürgen Walz, Geschäftsführer Entwicklung der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen: „Gehörte in der Vergangenheit zur Ergonomie nur das Thema Maschinenbedienung, so gewinnt heute zunehmend die Software-Ergonomie an Bedeutung.“ Bild: Heller

    Dr.-Ing. Jürgen Walz, Geschäftsführer Entwicklung der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen: „Gehörte in der Vergangenheit zur Ergonomie nur das Thema Maschinenbedienung, so gewinnt heute zunehmend die Software-Ergonomie an Bedeutung.“ Bild: Heller

  • Zur Erhöhung der Bedien-Ergonomie wurde das Bedienpult einer neuen Maschinenbaureihe mit einem Doppelgelenkarm ausgestattet. Bild: Heller

    Zur Erhöhung der Bedien-Ergonomie wurde das Bedienpult einer neuen Maschinenbaureihe mit einem Doppelgelenkarm ausgestattet. Bild: Heller

  • Philipp Kriener, Manager Corporate Design bei der Gildemeister Beteiligungen GmbH, Bielefeld: „Durch die Gestaltung der Produkte und der Bedienoberfläche bieten wir dem Nutzer ein Gesamterlebnis aus haptischen, visuellen und handlungsbezogenen Wahrnehmungen.“ Bild: DMG Mori

    Philipp Kriener, Manager Corporate Design bei der Gildemeister Beteiligungen GmbH, Bielefeld: „Durch die Gestaltung der Produkte und der Bedienoberfläche bieten wir dem Nutzer ein Gesamterlebnis aus haptischen, visuellen und handlungsbezogenen Wahrnehmungen.“ Bild: DMG Mori

  • Ebenfalls nach den Prinzipien des „Stealth Designs“ wurde ein neues Mehrspindlerkonzept entwickelt. Bild: DMG Mori

    Ebenfalls nach den Prinzipien des „Stealth Designs“ wurde ein neues Mehrspindlerkonzept entwickelt. Bild: DMG Mori

  • Dynamische Fünfachs-Gantry-Fräsmaschine im neuen „Stealth Design“ Bild: DMG Mori

    Dynamische Fünfachs-Gantry-Fräsmaschine im neuen „Stealth Design“ Bild: DMG Mori

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Der Einfluss des Designs auf die Funktion sei u.a. am Steuerstand eines Bearbeitungszentrums aus dem Hause SHW gut abzulesen. Die Neukonzeption des Arbeitsplatzes und die damit verbunden Wertschätzung des Mitarbeiters, des Menschen im Arbeitsprozess und damit verbunden seiner Identifikation mit dem Produkt, war zentraler Bestandteil der Designentwicklung.
Die Frage nach dem Beitrag des Designs zur Produktoptimierung in einer vernetzten Fertigung beantwortet Martin Rathgeb so: „Die Vision einer vollautomatischen Produktfertigung verlangt funktionale Gesamtkonzepte, bei denen nicht nur Konstruktions- und Fertigungsdaten direkt in die Fertigungszentren übergeben werden können, sondern auch einheitliche Bedienoberflächen, Kennzeichnungen sowie ‚Optik der Maschinen‘ vorherrschen mit hoher Wiedererkennung für den Anwender, damit alle im Verbund arbeitenden Maschinen sicher, intuitiv und effizient bedient werden können.“ Diese zukünftige Anforderung könne nur ein einheitliches Design liefern, das durch die gewünschte Funktion definiert ist und somit auch Grundidee der gesamten Entwicklung der Werkzeugmaschine sein muss. Dabei sei das Beachten der Ergonomie immens wichtig, „denn wenn zukünftig Produktionsprozesse in sich automatisiert ablaufen, ist die Qualität in der Ergonomie der entscheidende Aspekt, durch den sich die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Maschinen unterscheidet“.

Die Mensch-Maschine-Kommunikation wandelt sich immer mehr in den Bereich der digitalen Lösungen, z.B. 3D-Simulation der Bearbeitung in Echtzeit, wodurch Bearbeitungsprozesse sichtbar werden, die in der Praxis aufgrund des Kühlmittelflusses nicht sichtbar sind. Die dafür notwendigen Monitore können funktional nur mittels guten Designs in die Maschine integriert werden.
Auch müssen Betriebssysteme mit übersichtlicher und intuitiver Benutzeroberfläche, angelehnt an Lösungen aus dem Consumer-Bereich, designt werden, um die Erwartungshaltung der Smart-Phone Generation zu erfüllen, orakelt Rathgeb: „Mit einem oder wenigen Klicks zum Ziel sowie die Nutzung von im virtuellen Raum drehbaren 3D-Darstellungen der zu bearbeitenden und vorzubereitenden Werkstücke sind für die Mensch-Maschine Kommunikation und die sichere und wirtschaftliche Produktion bereits zentrale Faktoren in den Entwicklungslastenheften der nächsten Maschinengeneration.“

Auf der Metav 2018 in Düsseldorf präsentiert SHW „unsere Bearbeitungszentren in neuem Design präsentieren“ – mit dem Entwicklungsschwerpunkt, den Bediener bei seiner täglichen Arbeit mit und an der Maschine zu unterstützen. „Auch werden wir“, erläutert Martin Rathgeb, „die neuesten Lösungen im Bereich der digitalen Fertigungsprozess-Unterstützung, wie unser SHW Condition-Monitoring-System und die kameragestützte Werkstückausrichtung sowie die SHW-Datenbrille zeigen.“

Autor: Walter Frick, Fachjournalist aus Weikersheim


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DE 72622 Nürtingen
Tel.: 07022-77-0
Fax: -5000

SHW Werkzeugmaschinen GmbH

Alte Schmiede 1
DE 73433 Aalen-Wasseralfingen
Tel.: 07361-5578-800
Fax: -900

Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW)

Corneliusstraße 4
DE 60325 Frankfurt
Tel.: +49 - 69 - 756081 0
Fax: 0069-756081-11

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