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11.05.2018

Metallische Gläser additiv fertigen

Deutsche Wissenschaftler können erstmals einen funktionierenden additiven Prozess für die Herstellung eines vollständig amorphen Bauteils auf Basis einer Zirkoniumlegierung nachweisen. Vorgehensweisen und Ergebnisse auf diesem noch jungen Forschungsgebiet sind u.a. Thema des Forums AM Science am 6. und 7. Juni 2018 auf der Internationalen Messe und Konferenz für additive Technologien Rapidtech + Fabcon 3D in Erfurt.

Aufnahmen aus einem Qualifizierungsbauprozess zur Verarbeitung metallischer Gläser im Laser-Strahlschmelzverfahren. Im Bild zu erkennen ist der Aufschmelzvorgang der Konturbelichtung.Bild: Rapid Technology Center (RTC) Duisburg

Aufnahmen aus einem Qualifizierungsbauprozess zur Verarbeitung metallischer Gläser im Laser-Strahlschmelzverfahren. Im Bild zu erkennen ist der Aufschmelzvorgang der Konturbelichtung.Bild: Rapid Technology Center (RTC) Duisburg

Um Metalle mit völlig neuen Materialeigenschaften zu erzeugen, kann deren geordnete atomare Struktur gezielt in Unordnung gebracht werden. Die daraus resultierende Werkstoffklasse der amorphen Metalle, auch metallische Gläser genannt, weist eine einzigartige Kombination aus hoher Festigkeit, Elastizität und Härte auf. Deren Herstellung und Verarbeitung birgt jedoch einige Schwierigkeiten. So muss z. B. ein schnelles Abkühlen der Schmelze gewährleistet sein. Auch sind die Bauteilgrößen bei der Erzeugung mit konventionellen Technologien begrenzt.


Additive Verfahren wie das Laserstrahlschmelzen bieten aufgrund hoher Abkühlgeschwindigkeiten in Verbindung mit einem schichtweisen Aufbau einen vielversprechenden Ansatz, um zukünftig größere und komplexere Komponenten aus metallischem Glas herzustellen. Deutsche Wissenschaftler gehören zu den ersten weltweit, die einen funktionierenden additiven Prozess für die Herstellung eines vollständig amorphen Bauteils auf Basis einer Zirkoniumlegierung nachweisen können. Vorgehensweisen und Ergebnisse auf diesem noch jungen Forschungsgebiet sind u.a. Thema des Forums AM Science am 6. und 7. Juni 2018 zur Internationalen Messe und Konferenz für additive Technologien Rapid.Tech + FabCon 3.D, die in diesem Jahr bereits zum 15. Mal in der Messe Erfurt stattfindet.

Forum AM Science in Erfurt

Die Beiträge des Forums beleuchten unterschiedliche Aspekte und Handlungsfelder entlang der Prozesskette additiver Fertigungsverfahren. So werden sowohl Ansätze zur Prozessoptimierung, zur Prozessvor- und -nachbereitung, zur Erweiterung der Werkstoffpalette für kunststoff- und metallverarbeitende Verfahren sowie zur Eigenschaftsbestimmung von additiv hergestellten Bauteilen erörtert. Dabei sind auch bislang wenig im Fokus stehende Themen auf der Agenda zu finden. Diskutiert wird u. a. die Rolle des Lasereinfallwinkels beim pulverbettbasierten Laserschmelzen, ein bisher in der F&E-Community kaum betrachteter Einfluss auf den Prozess und die Bauteilqualität.

„Wir freuen uns, dass wir den Fachbesuchern zu unserer Jubiläumsveranstaltung die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet des Additive Manufacturing vorstellen können und zum Wissens- sowie Technologietransfer in die Praxis beitragen. Dank unseres hochkarätig besetzten Fachbeirats bieten wir auch in diesem Jahr ein exzellentes Konferenzprogramm sowie attraktive Präsentationen in der Ausstellung“, sagt Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt GmbH.


Verantwortlich für die Inhalte des Forums AM Science ist Prof. Dr. Gerd Witt, Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungstechnik an der Universität Duisburg-Essen, Mitbegründer der Rapidtech und gemeinsam mit Michael Eichmann von Stratasys Vorsitzender des Fachbeirats. „Für Forscher und Entwickler wird es immer interessanter, sich in Erfurt mit ihren aktuellen Arbeiten zu präsentieren. Wir spüren das an der großen Zahl der Vortragseinreichungen. Die Qualität der Beiträge wird durch ein Double-Blind-Review sichergestellt. Renommierte Forscher aus dem Bereich der additiven Fertigung bilden die Reviewkommission und bewerten die eingereichten Arbeiten ausschließlich anhand ihres fachlichen Wertes“, erläutert Prof. Witt den Prozess.


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Messe Erfurt GmbH

Gothaer Str. 34
DE 99094 Erfurt
Tel.: 0361-400-0
Fax: 0361-400-1111

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