nach oben
maschine+werkzeug 07/2012

Mehr Wissen

Beschichtung belasteter Teile

Additive Fertigung – Das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München hat im Rahmen des von der bayerischen Forschungsstiftung geförderten Forschungsverbundes For-Layer das additive Fertigungsverfahren Strahlschmelzen zur Multimaterialverarbeitung weiterentwickelt.

Strahlschmelzen

Der Fertigungsprozess der additiven Fertigung, bezogen auf die Fertigung von Bauteilen mittels Strahlschmelzen, kann in drei aufeinanderfolgende Teilschritte gegliedert werden. Der Prozess beginnt mit dem Schichtauftrag und der damit verbundenen Zustellung und Nivellierung des Pulvermaterials. Im darauffolgenden Prozessschritt wird der Werkstoff entsprechend der Schichtinformation selektiv verfestigt. Das Pulver wird dabei vollständig mittels Laserstrahlung aufgeschmolzen, wodurch es möglich ist, nahezu zu 100 Prozent dichte Bauteile herzustellen. Das abschließende Absenken der Bauteilplattform (20 µm bis 100 µm) ermöglicht nun den wiederholten Schichtauftrag.

Dieses additive Verfahrensgrundprinzip bringt einen wesentlichen Vorteil mit sich: Das Schichtbauverfahren besitzt eine hohe geometrische Formgebungsfreiheit, die es ermöglicht, beliebig komplexe Produkte wirtschaftlich zu fertigen. Die Gestaltung des Produktes wird dabei maßgeblich durch die gewünschten Funktionen festgelegt. So kann die Bauteilmasse durch Strukturleichtbau stark verringert werden.

Weiterhin ermöglichen additive Verfahren die Integration komplexer, innenliegender Strukturen (zum Beispiel strömungsoptimierte und konturnahe Kühlkanäle). Durch die verbesserte Regulierung des Wärmehaushalts kann beim Spritzgießen die Zykluszeit drastisch reduziert sowie die Qualität deutlich gesteigert werden.

  • Prozessablauf des Strahlschmelzprozesses. Dieser Prozessablauf wird sequenziell so lange wiederholt, bis das fertige Bauteil aus der Anlage entnommen werden kann.

    Prozessablauf des Strahlschmelzprozesses. Dieser Prozessablauf wird sequenziell so lange wiederholt, bis das fertige Bauteil aus der Anlage entnommen werden kann.

  • Minimierte Massen durch Strukturleichtbau, Optimierung von Spritzgusszyklen durch konturnahe und strömungsoptimierte Kühlkanäle sowie Funktionsintegration anhand zweier Spiralfedern.

    Minimierte Massen durch Strukturleichtbau, Optimierung von Spritzgusszyklen durch konturnahe und strömungsoptimierte Kühlkanäle sowie Funktionsintegration anhand zweier Spiralfedern.

  • Exemplarisches Multimaterialbauteil, bestehend aus Warmarbeitsstahl (Substrat) und Hartmetall (Beschichtung).

    Exemplarisches Multimaterialbauteil, bestehend aus Warmarbeitsstahl (Substrat) und Hartmetall (Beschichtung).

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

iwb Anwenderzentrum Augsburg Technische Universität München

Beim Glaspalast 5
DE 86153 Augsburg
Tel.: 0821-56883-0
Fax: -50

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Aktuelle Videos

IPM: Additive Manufacturing Forum in Berlin


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's