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maschine+werkzeug 07/2018

"Wir machen mit der MT 733 nicht alles anders, wir machen es jetzt besser."

Maschinen

Interview - Seit sechs Jahren steht Crispin Taylor an der Spitze der Stama Maschinenfabrik in Schlierbach. Doch wie hat er seither das Unternehmen geprägt, und was macht das neu entwickelte Maschinenkonzept der MT 733 so besonders?

Als Sie Geschäftsführer von Stama wurden, stellten Sie die Internationalisierung als wichtiges Ziel dar. Wie sind Sie dabei vorangekommen?

Da Chiron bezüglich Internationalisierung deutlich weiter war als Stama, haben wir die Zusammenarbeit in dieser Richtung vorangetrieben. Die Anstrengungen tragen nun Früchte. Letztes Jahr lag beispielsweise der Exportanteil des Umsatzes von Stama bei über 70 Prozent – davor lag er bei 40 bis 50 Prozent. Durch diese Steigerung konnten wir die stagnierende Nachfrage des deutschen Marktes in den vergangenen Jahren kompensieren. Außerdem ist Stama in der Zwischenzeit überall da präsent, wo auch die Chiron Group vertreten ist. Wir haben jetzt beispielsweise große Vertretungen in China und den USA und sind unter anderem auch in Mexico, Indien, der Türkei, Polen, Italien und Frankreich präsent. Diese Strategie hat ungemein dabei geholfen, die Internationalisierung des Stama-Geschäfts anzuschieben.

  • Crispin Taylor, Geschäftsführer bei der Stama Maschinenfabrik in Schlierbach. Bild: maschine+werkzeug

    Crispin Taylor, Geschäftsführer bei der Stama Maschinenfabrik in Schlierbach. Bild: maschine+werkzeug

  • »Den Grundstein für die Entwicklung der MT 733 sollte eine Marktforschung legen. Wir haben deshalb unsere Kunden gefragt, was die perfekten Bauteile sind und wie eine neue Maschinenbaureihe 
aussehen sollte.« Crispin Taylor, Geschäftsführer bei der Stama Maschinenfabrik in Schlierbach

    »Den Grundstein für die Entwicklung der MT 733 sollte eine Marktforschung legen. Wir haben deshalb unsere Kunden gefragt, was die perfekten Bauteile sind und wie eine neue Maschinenbaureihe aussehen sollte.« Crispin Taylor, Geschäftsführer bei der Stama Maschinenfabrik in Schlierbach. Bild: Stama

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Das heißt, Sie greifen auf die Chiron-Infrastruktur zu?

Der Vorteil an der engen Zusammenarbeit ist, dass wir keine neue Organisation aufbauen mussten. Wir haben vielmehr unsere Stama-Spezialisten in die Chiron-Niederlassungen entsandt, um unser Unternehmen zu vertreten. Dass sich das auszahlt, beweisen die Zahlen. Letztes Jahr haben wir beispielsweise 18 Prozent des Umsatzes in Amerika gemacht, davor lag der Wert zwischen ein bis zwei Prozent. China ist auch ein Erfolgsmarkt für uns, besonders, weil jetzt auch mehr und mehr Chinesen zu unseren Kunden zählen – Tendenz steigend. Wegen dieses Trends wird die Chiron Group im ersten Quartal 2019 ein neues Werk im chinesischen Taicang eröffnen und dort auch Stama-Maschinen produzieren.

Wie wirkt sich die Zusammenarbeit auf die Entwicklung und Produktion aus?

Die Baugruppen, die markenspezifisch sind, werden weiterhin selbst entwickelt. Bei Bauteilen, die wir alle verwenden können, setzen sich Projektteams zusammen und entwickeln sie gemeinsam – etwa Hydraulikanlagen, Spindeln, Rundtische und Werkzeugwechsler. Diese Teams sind auch dazu angehalten, dass sie die Standardbaugruppen so planen, dass sie relativ einfach für die einzelnen Marken umgebaut werden können. So verfügt beispielsweise eine Spindel von Stama über einen anderen Flansch als die von Chiron. Durch die einfache Möglichkeit einer Anpassung der Bauteile müssen unsere Lager weltweit aber nicht mehr verschiedene Spindeln vorrätig haben, sondern nur noch ein Modell. Das ist eine deutliche Erleichterung für den Service, steigert die Flexibilität und die Effizienz des Unternehmens. Zwar sind auch schon bei den aktuellen Maschinenmodellen viele Baugruppen identisch, doch mit den neuen Modellreihen gehen wir noch mehr in die Tiefe. Diese Veränderung ist überlebenswichtig für die gesamte Gruppe, da der Markt hart umkämpft ist.


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Unternehmensinformation

STAMA Maschinenfabrik GmbH

Siemensstraße 23
DE 73278 Schlierbach, Württ
Tel.: 07021-572-1
Fax: -229

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