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21.01.2019

Manuelle Drehmaschine mit dezentraler Antriebstechnik ermöglicht ungewöhnliche Geometrien

Das Modell KD 400 der DMT Drehmaschinen ist eine manuelle Drehmaschine mit dezentraler Antriebstechnik, deren Werkzeugschlitten in X- und Z-Achse sowohl manuell per Handrad als auch elektrisch (und gleichzeitig) in X- und Z-Achsenrichtung verfahren werden. Die Lösung unterstützt Ausbildungsbetriebe besonders ab dem zweiten Lehrjahr und ist auf der Intec zu sehen.

Bei der neuen Drehmaschine von DMT können die Schlitten mit den Handrädern manuell verfahren werden und die Längs- sowie Planachse verfügt in Ergänzung zum manuellen Antrieb jeweils über einen eigenen Motor. Bild: DMT Drehmaschinen

Mit der KD 400 lassen sich sowohl einzelne Werkstücke als auch komplizierte Kegel- oder Kugelgeometrien wirtschaftlich und nachvollziehbar fertigen. Sie eignet sich aufgrund der manuellen Bedienung auch für den Lehrbetrieb und entspricht den neuesten Sicherheitsstandards. Gemäß der Baumusterprüfung durch die Berufsgenossenschaft und der Einhaltung der ISO 23125 sowie ISO 13849 entspricht die Drehmaschine den neuesten Sicherheitsstandards.

„Seitdem die aktuelle Betriebssicherheitsverordnung von 2015 in Kraft getreten ist, wurden zahlreiche konventionelle Drehmaschinen aus dem Verkehr gezogen“, berichtet Peter Walter, Vertriebsleiter der DMT Drehmaschinen GmbH & Co. KG. „Bei diesen Maschinen war eine nachträgliche Umrüstung auf aktuelle Sicherheitsstandards zu kostenintensiv. Deshalb gibt es in vielen Betrieben keine konventionellen Drehmaschinen für Sonderanfertigungen bei kleinen Stückzahlen mehr.“ Gerade von Hand bedienbare Drehmaschinen sind aber häufig unverzichtbar – beispielsweise bei Bearbeitungen abseits von Massenproduktion in der Ausbildung oder für Reparaturen. Deshalb hat DMT die KD 400 TWIN eine manuelle Drehmaschine, die den neuen Normen gerecht wird und gleichzeitig ein verbessertes Handling aufweist, entwickelt.

Manuelle Bedienung mit dezentraler Antriebstechnik

Bei bisherigen konventionellen Drehmaschinen erfolgte die Vorschubbewegung der Längs- und Planachse zentral vom Hauptspindelantrieb aus über Getriebe und Vorgelege rein mechanisch. Bei der neuen Drehmaschine von DMT hingegen erhielt die Längs- sowie die Planachse in Ergänzung zum manuellen Antrieb jeweils einen eigenen Motor, der über eine patentierte Kupplung wahlweise zwischen manuell und motorisch zugeschaltet werden kann. Traditionelle Elemente wie beispielsweise Schaltgetriebe, Vorschubkasten, Zug- und Leitspindel entfallen somit bei der KD 400 TWIN. Dadurch wird ein ruhigerer sowie genauerer Lauf ermöglicht. „Neben dem komfortableren Handling hat dies den Vorteil, dass beide Achsen nicht nur manuell bewegt, sondern auch im Einzelsatzbetrieb gemeinsam gleichzeitig verfahren und damit auch ungewöhnliche Geometrien – beispielsweise Radien oder lange Kegel – hergestellt werden können“, erläutert Walter.

Zusätzlich garantiert die neue Drehmaschine von DMT eine beliebig wählbare, konstante Schnittgeschwindigkeit wie sie auch bei der Herstellung von Gewinden notwendig ist. „Bei einem herkömmlichen Vorschubgetriebe ist nur eine beschränkte Anzahl von Gewindesteigungen möglich, ohne dass die Wechselräder umständlich ausgetauscht werden müssen“, so Walter. „Bei unserer Drehmaschine hingegen können durch die verwendeten Vorschubantriebe und den Einsatz der Steuerung sämtliche Steigungen und sogar Zollgewinde problemlos per Knopfdruck geschnitten werden.“ Ein weiteres Ausstattungsmerkmal der KD 400 ist, dass die Führungsbahnen von den patentierten Abdeckungen geschützt und damit Verschleiß sowie Ausfallwahrscheinlichkeit gesenkt werden.

Lösung für praxisnahe Ausbildung

Bei einer CNC-Drehmaschine werden die Vorschubkräfte nicht mit der Hand, sondern durch die Elektromotoren erzeugt. Dies ist allerdings bei der Ausbildung von Fachkräften unerwünscht. „Bei CNC-Drehmaschinen kann kein Gefühl für Schnittkräfte und deren Veränderungen entwickelt werden, da die Motoren die Kraftübertragung übernehmen“, erläutert Walter. „Eine Drehmaschine mit Handrädern, wie unsere KD 400 TWIN, lehrt Auszubildende, worauf sie an welchen Stellen der Drehbearbeitung achten müssen.“ Dies ist die Voraussetzung für einen Grundlagenunterricht, bei dem Wendeplatten bewusst verändert, Drehzahlen modifiziert oder Werkzeuge mit hohem Stumpfungsfaktor eingesetzt werden. Ein solcher Lehrplan erfordert praktische Schnittkraftversuche mit digitaler Protokollierung und anschließender Auswertung wie sie mit der KD 400 durchgeführt und aufgezeichnet werden können. Somit eignet sich die KD 400 TWIN besonders auch für die Anforderungen im zweiten sowie dritten Ausbildungsjahr und unterstützt einen praxisnahen Unterricht auch bei Inhalten wie der DIN- oder Bahnprogrammierung.

Intec 2, Halle 5, Stand C16

Unternehmensinformation

DMT Drehmaschinen GmbH & Co. KG

Gewerbestrasse 18
DE 79539 Lörrach
Tel.: 07621-9314-0
Fax: -43526

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