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maschine+werkzeug 01/2019

Manuell zum Einzelstück

Extra Fertigungslösungen

Drehen – Zur Intec stellt DMT Drehmaschinen die ›KD 400‹ vor. Bei der manuellen Drehmaschine mit dezentraler Antriebstechnik kann der Werkzeugschlitten in X- und Z-Achse manuell per Handrad oder elektrisch verfahren werden.

Bei der neuen Drehmaschine von DMT können die Schlitten mit den Handrädern manuell verfahren werden. Die Längs- und Planachse haben in Ergänzung zum manuellen Antrieb jeweils einen eigenen Motor. Bild: DMT Drehmaschinen

Seitdem die aktuelle Betriebssicherheitsverordnung von 2015 in Kraft getreten ist, wurden zahlreiche konventionelle Drehmaschinen aus dem Verkehr gezogen. Peter Walter, Vertriebsleiter bei DMT Drehmaschinen, erklärt: »Bei diesen Maschinen war eine nachträgliche Umrüstung auf aktuelle Sicherheitsstandards zu teuer. Deshalb gibt es kaum noch konventionelle Drehmaschinen für Sonderanfertigungen bei kleinen Stückzahlen.«
Gerade von Hand bedienbare Drehmaschinen sind aber häufig von Vorteil – beispielsweise bei Bearbeitungen abseits von Massenproduktion in der Ausbildung oder für Reparaturen. Deshalb hat DMT die ›KD 400 Twin‹ entwickelt. Die manuelle Drehmaschine wird den neuen Normen gerecht und weist ein verbessertes Handling auf.

Bei konventionellen Drehmaschinen erfolgte die Vorschubbewegung der Längs- und Planachse zentral vom Hauptspindelantrieb aus über Getriebe und Vorgelege rein mechanisch. Bei der neuen Drehmaschine von DMT hingegen haben die Längs- und die Planachse in Ergänzung zum manuellen Antrieb jeweils einen eigenen Motor, der über eine Kupplung zugeschaltet werden kann. Traditionelle Elemente wie Schaltgetriebe, Vorschubkasten, Zug- und Leitspindel entfallen bei der KD 400 Twin. Dadurch wird ein ruhiger, präziser Lauf ermöglicht. »Neben dem komfortableren Handling hat das den Vorteil, dass beide Achsen nicht nur manuell bewegt, sondern auch im Einzelsatzbetrieb gemeinsam gleichzeitig verfahren und damit auch ungewöhnliche Geometrien – beispielsweise Radien oder komplizierte Kegel- oder Kugelgeometrien – hergestellt werden können«, erläutert Walter.

Zusätzlich garantiert die neue Drehmaschine eine beliebig wählbare, konstante Schnittgeschwindigkeit, wie sie auch bei der Herstellung von Gewinden notwendig ist. Bei einem herkömmlichen Vorschubgetriebe ist nur eine beschränkte Anzahl von Gewindesteigungen möglich, ohne dass die Wechselräder umständlich ausgetauscht werden müssen. »Bei unserer Drehmaschine hingegen können durch die verwendeten Vorschubantriebe und die Steuerung sämtliche Steigungen und sogar Zollgewinde problemlos per Knopfdruck geschnitten werden«, sagt Peter Walter. Ein weiteres Merkmal der KD 400: Die Führungsbahnen werden von den patentierten Abdeckungen geschützt, damit reduzieren sich der Verschleiß und die Ausfallwahrscheinlichkeit.

Praxisnaher Unterricht

Bei einer CNC-Drehmaschine werden die Vorschubkräfte nicht mit der Hand, sondern durch die Elektromotoren erzeugt. Das ist allerdings bei der Ausbildung von Fachkräften unerwünscht. »Bei CNC-Drehmaschinen kann kein Gefühl für Schnittkräfte und deren Veränderungen entwickelt werden, da die Motoren die Kraftübertragung übernehmen«, erklärt Walter. »Eine Drehmaschine mit Handrädern, wie unsere KD 400 Twin, lehrt Auszubildende, worauf sie an welchen Stellen der Drehbearbeitung achten müssen.« Das ist die Voraussetzung für einen Grundlagenunterricht, bei dem Wendeplatten verändert, Drehzahlen modifiziert oder Werkzeuge mit hohem Stumpfungsfaktor eingesetzt werden.
Ein solcher Lehrplan erfordert praktische Schnittkraftversuche mit digitaler Protokollierung und anschließender Auswertung, wie sie mit der KD 400 möglich sind. Somit eignet sich die KD 400 Twin speziell für die Anforderungen im zweiten und dritten Ausbildungsjahr und unterstützt einen praxisnahen Unterricht bei Inhalten wie der DIN- oder Bahnprogrammierung.

www.dmt-kern.de

Unternehmensinformation

DMT Drehmaschinen GmbH & Co. KG

Gewerbestrasse 18
DE 79539 Lörrach
Tel.: 07621-9314-0
Fax: -43526

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