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10.09.2012

Komplettbearbeitung durch Technologieintegration

Die Werkzeugmaschinen-Hersteller zeigen auf der AMB 2012 Hybridtechnologien, Modulbauweise und Automatisierung, um den gestiegenen Anforderungen der Anwender gerecht zu werden.

Auch wenn die wirtschaftlichen Eckdaten derzeit wieder Richtung Minus tendieren - der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) meldet eine `Normalisierung auf hohem Niveau`. Ein hoher Auftragsbestand sorgt sogar für ein nochmaliges Produktionsplus im laufenden Jahr. Damit es weiter gut läuft für den Werkzeugmaschinenbau, zeigen die Aussteller auf der AMB 2012 zahlreiche Neuerungen, die vor allem eine Steigerung der Produktivität im Visier haben.

„Im ersten Halbjahr ist der Auftragseingang in der Werkzeugmaschinenindustrie um 13 Prozent gesunken. Das war aufgrund des hohen Vorjahresniveaus zu erwarten und signalisiert eine Normalisierung der Bestelltätigkeit“, erklärt VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer. Dennoch werde die Produktion aufgrund des nach wie vor hohen Auftragsbestands im laufenden Jahr sogar noch wachsen. „Unsere Prognose liegt bei sechs Prozent Zuwachs“, so Schäfer. Der Auftragsbestand sei weitgehend stabil geblieben. Im Juni habe er bei 8,4 Monaten gelegen, also nur wenig unter dem Februarwert von 8,7 Monaten. Die zuletzt rückläufigen Zahlen der Weltwirtschaft und die zunehmende Verunsicherung bei den Investoren führten zwar zu verringerten Prognosen für das Wirtschaftswachstum in wichtigen Abnehmerregionen. Für 2013 erwarteten die Wirtschaftsforscher jedoch wieder eine Zunahme bei Bruttoinlandsprodukt und Investitionen.

Die Turbulenzen rund um den Euro hätten dazu geführt, dass vor allem die Bestellungen aus dem Ausland gesunken seien, und zwar dreimal so stark wie die Inlandsbestellungen. Am schwächsten hätten sich im ersten Quartal die Bestellungen aus Asien entwickelt, während sich Europa mit einem Minus von zwei Prozent vergleichsweise gut gehalten habe. „Richtig gut liefen die Bestellung aus Amerika, insbesondere auch Nord- und Mittelamerika“, gibt Schäfer zu Protokoll.

  • Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDWIm ersten Halbjahr ist der Auftragseingang in der Werkzeugmaschinenindustrie um 13 Prozent gesunken. Das war aufgrund des hohen Vorjahresniveaus zu erwarten und signalisiert eine Normalisierung der Bestelltätigkeit.

    Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDWIm ersten Halbjahr ist der Auftragseingang in der Werkzeugmaschinenindustrie um 13 Prozent gesunken. Das war aufgrund des hohen Vorjahresniveaus zu erwarten und signalisiert eine Normalisierung der Bestelltätigkeit.

  • Rainer Hammerl, Geschäftsführer Traub/IndexDie Auftragseingänge sind zwar niedriger als im Vergleichszeitraum des Jahres 2011, aber wir haben keine Auslastungsprobleme und blicken vorsichtig optimistisch in das Jahr 2013.

    Rainer Hammerl, Geschäftsführer Traub/IndexDie Auftragseingänge sind zwar niedriger als im Vergleichszeitraum des Jahres 2011, aber wir haben keine Auslastungsprobleme und blicken vorsichtig optimistisch in das Jahr 2013.

  • Martin Winterstein, Marketingchef MAG-IASEs zeigt sich, dass der extreme Nachfrageboom, vor allem aus der chinesischen Automobilindustrie, sich auf ein gutes Niveau einpendelt.

    Martin Winterstein, Marketingchef MAG-IASEs zeigt sich, dass der extreme Nachfrageboom, vor allem aus der chinesischen Automobilindustrie, sich auf ein gutes Niveau einpendelt.

  • Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Institutsleiter PTWDie nächsten Jahre werden im Luftfahrtbereich durch Verbundmaterialien, aber auch durch die Zunahme von Titanwerkstoffen gekennzeichnet sein. Die Bearbeitung dieser Werkstoffe erfordert neue Werkzeugtechnologien, insbesondere auch neue Werkzeugmaschinenkonfigurationen, die für die Bearbeitung dieser Materialien optimiert worden sind.

    Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Institutsleiter PTWDie nächsten Jahre werden im Luftfahrtbereich durch Verbundmaterialien, aber auch durch die Zunahme von Titanwerkstoffen gekennzeichnet sein. Die Bearbeitung dieser Werkstoffe erfordert neue Werkzeugtechnologien, insbesondere auch neue Werkzeugmaschinenkonfigurationen, die für die Bearbeitung dieser Materialien optimiert worden sind.

  • Klaus Winkler, Geschäftsführer Gebrüder Heller MaschinenfabrikWir beobachten aktuell den Trend zu sogenannten Multitasking-Maschinen und -Anlagen, wobei die Verwendung von flexiblen Standardprodukten kostengünstige Lösungen erlaubt.

    Klaus Winkler, Geschäftsführer Gebrüder Heller MaschinenfabrikWir beobachten aktuell den Trend zu sogenannten Multitasking-Maschinen und -Anlagen, wobei die Verwendung von flexiblen Standardprodukten kostengünstige Lösungen erlaubt.

  • Dr.-Ing. Oliver Gossel, Vertriebsleiter RödersEs gibt in China eine ganz klare Strategie, die optimale Technik und nicht die vordergründig billigsten Maschinen einzusetzen.

    Dr.-Ing. Oliver Gossel, Vertriebsleiter RödersEs gibt in China eine ganz klare Strategie, die optimale Technik und nicht die vordergründig billigsten Maschinen einzusetzen.

  • Christian Behringer, Geschäftsführer Behringer und Behringer Eisele In Schwellenländern heißt die Devise einerseits weniger Automatisierung, weniger Komplexität und schnell erlernbare Handhabung, andererseits werden aber auch in diesen Ländern technologisch hochwertige Maschinen für schwierige oder vielschichtige Aufgaben benötigt.

    Christian Behringer, Geschäftsführer Behringer und Behringer Eisele In Schwellenländern heißt die Devise einerseits weniger Automatisierung, weniger Komplexität und schnell erlernbare Handhabung, andererseits werden aber auch in diesen Ländern technologisch hochwertige Maschinen für schwierige oder vielschichtige Aufgaben benötigt.

  • Dr. Stefan Hansch, Geschäftsführer Emco Group Tendenziell sind es eher die größeren Unternehmen, die bereit sind, in Wartung und damit in Produktionssicherheit zu investieren. Bei den meisten kleineren Produktionsbetrieben muss sich dieses Bewusstsein noch entwickeln.

    Dr. Stefan Hansch, Geschäftsführer Emco Group Tendenziell sind es eher die größeren Unternehmen, die bereit sind, in Wartung und damit in Produktionssicherheit zu investieren. Bei den meisten kleineren Produktionsbetrieben muss sich dieses Bewusstsein noch entwickeln.

  • Micaela Schönherr, Geschäftsführerin Niles-Simmons IndustrieanlagenServicedienstleistungen haben sich zu einer wichtigen Kerngröße entwickelt und werden zukünftig wettbewerbsentscheidend sein, wobei Leistungsbündel aus integrierten Sach- und Dienstleistungen im Vordergrund stehen werden.

    Micaela Schönherr, Geschäftsführerin Niles-Simmons IndustrieanlagenServicedienstleistungen haben sich zu einer wichtigen Kerngröße entwickelt und werden zukünftig wettbewerbsentscheidend sein, wobei Leistungsbündel aus integrierten Sach- und Dienstleistungen im Vordergrund stehen werden.

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