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maschine+werkzeug 07/2011

Königsweg zum Fräsoptimum

Technik

Fräsen - Eine Änderung der Frässtrategie von ›Stirnen‹ zum ›Walzen‹ und der Einsatz eines Ingersoll-Fräsers haben beim fränkischen Druckmaschinenhersteller Koenig und Bauer AG zu Betriebssicherheit und Kostenminimierung geführt.

Die Druckmaschinenhersteller sind stark von Konjunkturschwankungen betroffen. Unabhängig von der Marktlage hat bei König und Bauer der kontinuierliche Optimierungsprozess der Fertigungsabläufe und Verfahren immer Hochkonjunktur.

»Eine stetige Überprüfung und Optimierung der Bearbeitung, speziell für die Serienteile ist unbedingt notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt, aber auch innerhalb der Gruppe zu gewährleisten«, erklärt Ewald Baumeister, Leiter Fertigungsbereich Gestelle. Das Augenmerk von Baumeister gilt aber nicht nur einer schnelleren Zerspanung, auch die Prozesssicherheit hat in seinen Augen den gleich hohen Stellenwert. »Hohe Prozesssicherheit erlaubt längere Prüfzyklen und trägt daher ebenso zur Wirtschaftlichkeit bei«, ergänzt er.

Rattern war gestern

Die spanende Bearbeitung der Unterbauboxen für eine Bogenmaschine, die etwa in einer Stückzahl von 700 Teilen pro Jahr gefertigt wird, stand letztes Jahr im Fokus, da diese Werkstücke sehr labile Stege aufweisen, die bei der Fräsbearbeitung stark zum Rattern neigen und daher eine zerspanungstechnische Herausforderung darstellen.

Die Aufgabenstellung, ein optimiertes Werkzeug zum Fräsen der Unterbauboxen unter Berücksichtigung der dünnen Stege zu entwickeln, wurde an das Unternehmen Ingersoll herangetragen. Der zuständige Außendienstmitarbeiter, Hermann Schimmer, entwickelte gemeinsam mit Ewald Baumeister eine Strategie für Vorversuche. Schnell war klar, dass Walzfräsen anstatt Stirnfräsen die bessere Zerspanungstechnologie für die dünnen Stege darstellt.

Beim Walzfräsen mit kleinem Aufmaß werden die Hauptschnittkräfte in Längsrichtung der dünnen Stege eingeleitet. Wogegen beim Stirnfräsen die Zerspankräfte rechtwinklig zu den Stegen eingreifen. Ein weiterer Vorteil besteht im Zerspanungsprozess selbst. Da beim Walzen ein kontinuierlicher Zahneingriff eher gegeben ist als beim Stirnen der schmalen Stege, ist der Fräsprozess ruhiger.

  • Speziell konzipierter Walzfräser für die Bearbeitung der Unterbauboxen.

    Speziell konzipierter Walzfräser für die Bearbeitung der Unterbauboxen.

  • Fräsoperation der dünnen Stege an einer Unterbaubox.

    Fräsoperation der dünnen Stege an einer Unterbaubox.

  • Beim Walzfräsen wird die Schnittkraft tangential und damit in Richtung des Steges eingeleitet.

    Beim Walzfräsen wird die Schnittkraft tangential und damit in Richtung des Steges eingeleitet.

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Unternehmensinformation

Ingersoll Werkzeuge GmbH

Kalteiche-Ring 21-25
DE 35708 Haiger
Tel.: 02773-742-0
Fax: -812

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