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maschine+werkzeug 10/2016

Keine Verbrennungsmotoren mehr ab 2030– halten Sie das für realistisch?

1 Frage, 3 Antworten

Die Frage haben wir an die Geschäftsführer von drei Maschinenherstellern gerichtet, die in der Automotive-Branche gut vertreten sind: German Wankmüller (Grob-Werke), Dr. Gerald Weber (FFG) und Winfried Benz (Licon).

  • German Wankmiller Geschäftsführer Grob-Werke

    German Wankmiller, Geschäftsführer Grob-Werke

    Wir erwarten, dass es auch nach 2030 noch Verbrennungsmotoren in Autos geben wird. Jedoch wird es in allen Fahrzeugen eine technische und preislich sinnvolle Kombination von Antrieben geben, die die Einhaltung der gesetzlichen Abgasgrenzwerte garantiert. Die bislang bekannten Antriebsformen wie Verbrennungsmotor oder reiner E-Antrieb werden voraussichtlich mit weiteren Neuentwicklungen ergänzt. Wir als Maschinenbauunternehmen sind gefordert, für die Elektromobilität Lösungen als Generalunternehmer mit der notwendigen Managementexpertise anzubieten.

  • Dr. Gerald Weber CEO FFG Europe & Americas

    Dr. Gerald Weber, CEO FFG Europe & Americas

    Es wäre falsch, die alternativen Antriebe von heute als die Lösung für 2030 anzusehen, dazu fehlen Antworten zu Infrastruktur und Energie-Gesamtbilanz. Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotoren könnten bis 2025 bei Neuzulassungen ein Volumen von 30Prozent einnehmen. Danach wird es neue Emissionsgrenzwerte geben. Der Verbrennungsmotor wird im globalen Wettbewerb bis 2030 nicht verschwinden, es werden jedoch sehr verbrauchsgünstige Motoren und Getriebe zum Einsatz kommen. Die Politik sollte hier die Leitplanken vorgeben und nicht die technische Lösung definieren.

  • Winfried Benz Geschäftsführer Licon mt

    Winfried Benz, Geschäftsführer Licon mt

    Auf den Punkt gebracht: Nein, das halte ich nicht für realistisch, zumal es bis dahin nur noch 14 Jahre sind. Da der pure Stromer favorisiert wird, muss man sich vorstellen, was das für den Ausbau der Infrastruktur bedeuten würde. Eine entsprechende Fahrzeugflotte in Deutschland am Start zu haben wäre nur sinnvoll, wenn auch international der Support dafür da wäre. Den kann ich momentan nicht erkennen. Das ist ganz unabhängig von der technischen Realisierbarkeit, nicht nur was die Ladestellen anbelangt, sondern auch die Akkutechnologie, die Aufladezeiten und die Reichweiten. Überall besteht Bedarf an Weiterentwicklung.

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