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25.06.2019

Jedes dritte Unternehmen nutzt 3D-Druck

Werkzeuge, Ersatzteile und Modelle kommen heute bereits in vielen deutschen Industrieunternehmen aus dem 3D-Drucker. Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) nutzt diese Technologie (2018: 28 Prozent; 2016: 20). So das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 555 Industrieunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom.

Bild: Bitkom

3D-Druck gilt für einen Großteil längst als Schlüsseltechnologie: 78 Prozent der befragten Unternehmen halten es für wahrscheinlich, dass der 3D-Druck Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten tiefgreifend verändern wird. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2018. Nur 7 Prozent sehen keinerlei disruptives Potenzial. „Traditionelle Fertigungsverfahren werden bislang zwar noch nicht vollständig vom 3D-Druck verdrängt“, so Bitkom-Präsident Achim Berg, „dennoch hat er großes Potenzial, sich in vielen Bereichen zum bevorzugten Produktionsverfahren zu entwickeln.“

42 Prozent der Industrieunternehmen, die 3D-Druck einsetzen, nutzen dieses Verfahren zur Herstellung von Mustern, Gießformen oder Werkzeugen. 35 Prozent produzieren auf diese Weise Ersatzteile. 30 Prozent erstellen damit Modelle. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen die Unternehmen, dass sich durch den 3D-Druck individualisierte Produkte herstellen lassen: 61 Prozent heben diese Möglichkeit besonders hervor, im Vorjahr waren es noch 53 Prozent. Auch eine erhöhte Flexibilität in der Herstellung (55 Prozent) gehört für die Wirtschaft zu den Chancen des 3D-Drucks (2018: 50 Prozent). Ein kleinerer, aber stetig wachsender Teil verweist auf gesunkene Kosten: 16 Prozent sind der Ansicht, dass sich durch den 3D-Druck eine Ersparnis erzielen lässt – gegenüber 12 Prozent im Vorjahr.

„Es kommt jetzt darauf an, Deutschland bei der additiven Fertigung international wettbewerbsfähig zu halten“, mahnt Berg. „Wir müssen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung des 3D-Drucks fördern und unterstützen. Vor allem aber ist von Bedeutung, dass in allen Bildungsstufen digitales Know-how gelehrt und der 3D-Druck schnell in relevante Ausbildungsberufe integriert wird.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 555 Produktionsleiter, Vorstände oder Geschäftsführer von Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern in Deutschland telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Nutzen Sie in Ihrem Unternehmen 3D-Druck?“, „Was sind aus Sicht Ihres Unternehmens die wichtigsten Vorteile von 3D-Druck?“, „Wie wahrscheinlich ist es, dass 3D-Druck bestehende Geschäftsmodelle und/oder Wertschöpfungsketten disruptiv, d.h. tiefgreifend, verändern wird?“ und „Wofür wird 3D-Druck bereits konkret eingesetzt?“

Unternehmensinformation

Bitkom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation u. neue Medien e. V.

Albrechtstr. 10 a
DE 10117 Berlin
Tel.: 030-27576-125
Fax: -400

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