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15.11.2012

James Bonds Aston Martin aus dem 3D-Drucker

Wenn im neuen Actionstreifen Skyfall der Dienstwagen von James Bond in Flammen aufgeht, steckt dahinter die innovative 3D-Drucktechnologie des Augsburger Unternehmens Voxeljet. Im Dienstleistungszentrum der Schwaben entstanden im 3D-Druckverfahren insgesamt drei Aston Martin DB 5 Modelle, die bei harten Action-Szenen das heute unbezahlbare Originalfahrzeug aus den sechziger Jahren doubeln.

Actionszenen in aufwändigen Filmproduktionen wie James-Bond-Filme müssen heute realistischer dargestellt werden denn je. Für die Modellbauer hinter den Kulissen bedeuten die hohen Ansprüche der Filmemacher ein Mehr an Aufwand und Detailarbeit. Firmen wie das auf die Herstellung von Filmrequisiten spezialisierte Unternehmen Propshop Modelmakers Ltd sind daher ständig auf der Suche nach wegweisenden Herstellmethoden.

Dass sich die Briten dabei gerade für die 3D-Drucktechnologie eines deutschen Anbieters entschieden, ist für das Augsburger Unternehmen eine Auszeichnung der besonderen Art. „Für den neuen James Bond Film Skyfall kommt natürlich nur State-of-the-art-Technologie zum Einsatz. Dass die Modellbauer aus den Pinewood Studios Voxeljet als Benchmark sehen, belegt die Performance und Stellung unserer 3D-Drucksysteme im weltweiten Ranking“, so Voxeljet-CEO Dr. Ingo Ederer.

Voxeljet gilt als einer der Pioniere auf dem Gebiet des 3D-Drucks. Im europaweit größten Dienstleistungszentrum haben sich die Augsburger auf die on demand-Fertigung von Sandformen für den Metallguss sowie auf Kunststoffformen und 3D-Funktionsmodelle spezialisiert. Hersteller von Kleinserien und Prototypen aus den unterschiedlichsten Industriezweigen Europas schätzen die schnelle und kostengünstige Herstellung ihrer Gussformen und 3D-Modelle auf Basis von CAD-Daten. Gleichzeitig hat sich das international tätige Unternehmen auch einen Namen als Hersteller von hochauflösenden 3D-Drucksystemen gemacht. Formen von voxeljet zeichnen sich durch Präzision und Detailreichtum aus – Eigenschaften, die auch die britischen Modellbauer überzeugten.

„Propshop beauftragte uns mit dem Bau von drei Kunststoffmodellen des Aston Martin DB 5. Mit unserem Highend-Drucker VX4000, der Formen und Modelle in Dimensionen bis zu acht Kubikmeter bauen kann, hätten wir den legendären Sportwagen im Maßstab 1:3 problemlos in einem Stück ausdrucken können. Die britischen Modellbauer verfolgten aber einen anderen Ansatz. Um den Aston Martin so detailgetreu wie nur möglich aufzubauen und zahlreiche Funktionen in die Filmmodelle integrieren zu können, entschlossen sie sich zur Montage des Fahrzeug aus insgesamt 18 Einzelteilen. Die komplette Karosserie baut fast wie im realen Fahrzeugbau in früheren Zeiten auf einem Stahlrahmen auf“, so Ederer.

Nachdem die CAD-Daten für alle Teile vorlagen, machte man sich bei Voxeljet an das Ausdrucken. Die Modelle entstehen durch den schichtweisen Auftrag eines Partikelmaterials, das mit einem Binder selektiv verklebt wird. Als Werkstoff kommt das Kunststoffmaterial PMMA zum Einsatz, das sich gerade für diese Aufgabenstellung hervorragend eignet. Die Einzelteile aus PMMA verfügen über eine brillante Detailgenauigkeit, sind aber gleichzeitig sehr stabil und belastbar, so dass selbst einer mechanischen Nachbearbeitung nichts im Wege steht.

Nach dem Entpacken, einem Vorgang bei dem die fertigen Teile von nicht gebundenem Material befreit werden, sah es im Dienstleistungszentrum bei Voxeljet sehr nach Karosseriewerkstatt aus. Insgesamt 54 Einzelteile für die drei Fahrzeugmodelle, darunter Kotflügel, Türen, Motorhauben, Dächer und dergleichen mehr, mussten jetzt nur noch sicher verpackt und auf den Weg zu den Pinewood Studios nahe London gebracht werden.

Aufwändige Detailarbeit

Dort angekommen übernahmen die Modellbauer von Propshop das Zusammensetzen, Nachbearbeiten, Lackieren in Originalfarbe sowie das Anbringen von Chromapplikationen und realistisch aussehender Einschusslöcher in mühevoller Detailarbeit. Wie perfekt diese Arbeiten ausgeführt sind, belegen die spezial Effects in Skyfall. Die Aston Martin Modelle aus dem voxeljet-Drucker sind nach dem Finishing durch Propshop selbst in Großaufnahme nicht vom Original zu unterscheiden. Und: Der unbezahlbare Aston Martin DB 5, der bereits im ersten James-Bond-Film vor genau 50 Jahren zum Einsatz kam, bleibt unversehrt, während eines der drei in mühevoller Kleinarbeit komplettierten Modelle im Film in Flammen aufgeht. Ein kostspieliger Filmcrash übrigens, denn immerhin brachte Christie´s eines der drei Modelle bei einer Auktion für knapp 100.000 US-Dollar an den Mann.

Für voxeljet war das Mitwirken an einer James-Bond-Produktion natürlich alles andere als ein alltäglicher Auftrag und einmal mehr der Einstieg in eine völlig neue Branche: „Neben der Automobilindustrie, Gießereien, Designer und Künstlern erschließt sich mit der Filmindustrie ein völlig neuer Kundenkreis für voxeljet. Der 3D-Druck steht in der Filmbranche vor einer großen Zukunft. Die Technologie bietet phantastische Möglichkeiten, ist sie doch in den meisten Fällen um ein Vielfaches schneller, präziser und wirtschaftlicher als der klassische Modellbau“, so Ederer.

  • Modell bei Christie´s in London.

    Modell bei Christie´s in London.

  • Komplettiertes Modelle des Aston Martins.

    Komplettiertes Modelle des Aston Martins.

  • Kunststoffmodell des Aston Martins von Propshop Modelmakers Ltd

    Kunststoffmodell des Aston Martins von Propshop Modelmakers Ltd

  • Propshop Modelmakers Ltd hat sich auf die Herstellung von Filmrequisiten spezialisiert.

    Propshop Modelmakers Ltd hat sich auf die Herstellung von Filmrequisiten spezialisiert.

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Unternehmensinformation

voxeljet AG

Paul-Lenz-Straße 1a
DE 86316 Friedberg, Bay
Tel.: 0821-7483-0
Fax: -111

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