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13.02.2020

IT-Sicherheit rückt in den Fokus

Mussten Maschinen bislang vor allem robust, produktiv und langlebig sein, rückt nun zunehmend die IT-Sicherheit in den Fokus. Beim Cyber Security Kongress von VDMA und VDW auf der Metav geht es unter anderem um besondere Herausforderungen im Hinblick auf Cyber Security, über Chancenpotenziale von Sicherheitssystemen und Lösungen zur Risikobewältigung.


Spannungsfeld zwischen Maschinenherstellern, Steuerungsanbietern und Betreibern

Bild: Messe Düsseldorf/VDW

Weil künftig die Mehrzahl der Maschinen an das Internet angeschlossen sein wird, stehen alle Beteiligten, das sind Maschinenhersteller, Komponentenlieferanten, Maschinenbetreiber und ggf. auch Dienstleister, vor ganz neuen Herausforderungen. Ging es bisher in erster Linie um Produktivität, Robustheit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit, rückt nunmehr zusätzlich die IT-Sicherheit in den Blick. Die Praxis zeigt, dass vielfältige Sicherheitsschwachstellen bestehen können. „Im Produktionsalltag stellt häufig nicht der große Hackerangriff die Gefährdung dar“, sagt Dr. Alexander Broos, Leiter Forschung und Technik im VDW. „Vielmehr ist es der tägliche, unvermeidliche Datenaustausch, z.B. über die USB-Schnittstelle der Steuerung, der das Einfallstor bietet.“ IT-Experten hätten hier sehr schnell Lösungen parat, indem sie beispielsweise die USB-Schnittstelle einfach dicht machen. „Das behindert dann jedoch die effiziente Nutzung der Maschine“, sagt Broos weiter. So sind beispielsweise Servicetechniker darauf angewiesen, darüber Fehlerprotokolle auszulesen und Updates einzuspielen. Denn im Produktionsalltag seien permanente Updates der Steuerungssoftware, wie etwa beim Betriebssystem im Büro-PC, eher unüblich. Lebenszyklen von Maschinen und Steuerungen erreichen leicht zehn Jahre und mehr. Außerdem ist die Steuerungssoftware bei einem so komplexen Produkt wie der Werkzeugmaschine hochgradig individualisiert und auf die jeweilige Anwendung angepasst. Nicht zuletzt deshalb entsteht die Frage, wer denn nun für die Schließung von Sicherheitslücken zuständig ist. „Es besteht ein Spannungsfeld zwischen Maschinenherstellern, Steuerungsanbietern und Betreibern,“ erläutert Broos weiter. „Letztendlich wird man dieser Verantwortung nur gemeinsam gerecht werden können.“


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