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03.08.2018

Ersatzteile für Lufthansa: HP Jet Fusion im Praxistest

Kegelmann Technik hat die HP Jet Fusion 3D 4200 in der Praxis mit Lufthansa Technik Ersatzteilen getestet. Konkret ging es um ein Waschbeckensieb aus Metall für Verkehrsflugzeuge.

Die soeben bei Kegelmann Technik installierte SLS-Maschine Nr. 10 sollte eine HP Jet Fusion 3D 4200 sein – obwohl es genaugenommen ja gar kein SLS mit einem Laserstrahl ist, sondern eben HP Multi Jet Fusion. Wie bei einem Laserdrucker im Vergleich mit einem Inkjet-Drucker das Endergebnis ein bedrucktes Stück Papier ist, so sollte auch hier das 3D-Druck-Ergebnis das gleiche sein. Laut HP nur schneller und damit kostengünstiger.

  • Bauraum der HP Jet Fusion mit Lufthansa Technik Ersatzteil Waschbeckensieb. Bild: Kegelmann

    Bauraum der HP Jet Fusion mit Lufthansa Technik Ersatzteil Waschbeckensieb. Bild: Kegelmann

  • Lufthansa Technik Ersatzteil Waschbeckensieb. Bild: Lufthansa Technik/Klaus Bräutigam

    Lufthansa Technik Ersatzteil Waschbeckensieb. Bild: Lufthansa Technik/Klaus Bräutigam

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„Im Laufe der letzten dreißig Jahre habe ich schon viele 3D-Druck-Technologien gesehen, in einige davon hatten auch wir investiert. Nur diejenigen, die den Kundennutzen im Fokus hatten und nicht in die eigene Technologie verliebt waren, haben allerdings den test of time bestanden. Bei HP haben wir dieses Vertrauen und investieren daher in diesen neuen Weg des 3D-Drucks“, analysiert Stephan Kegelmann, Geschäftsführer der Kegelmann Technik GmbH.

Ein Blick auf die wichtigsten Werte zeigt, dass der Bauraum (380 x 284 x 380 mm) um ca. 70% kleiner ist als der der großen 3D-Systems SLS-Maschinen bei Kegelmann Technik. Die Baugeschwindigkeit sollte laut Prospekt etwa 50% höher sein. Bestechend ist der Wert von 1.200 dpi für die Genauigkeit in der xy?Ebene – hier zeigt sich das enorme Inkjet-Knowhow von HP. In z?Richtung ist die Genauigkeit allerdings nur unwesentlich besser. Interessant ist das geschlossene Drucksystem mit einem automatisierten Pulvermanagement, das mit 80% eine hohe Wiederverwendbarkeit des Pulvers erlaubt, das bedeutet weniger Abfall und damit auch Kostenvorteile. Das Fast Cooling System verspricht, die Abkühldauer nach dem 3D-Druck kurz zu halten. „Wir wollten es genau wissen und die Maschine unabhängig von den Prospektangaben einfach auch mal praxisbezogen auf den Prüfstand stellen – und sind äußerst positiv erstaunt über die Ergebnisse“, stellt Stephan Kegelmann fest.

Praxistest bei Lufthansa Technik

Für den Praxistest wurde ein weltweit häufig und gleichzeitig oft unvorhersehbar benötigtes Ersatzteil aus Verkehrsflugzeugen ausgewählt – ein Waschbeckensieb aus Metall. Dieses wird heute entweder aufwändig gereinigt oder aber gleich ersetzt.

Klaus Bräutigam, Technology Lead für additive Fertigungsverfahren bei der Lufthansa Technik in Frankfurt, hatte die Idee, die technischen und betriebswirtschaftlichen Potentiale dieses Bauteils mit den Chancen des industriellen 3D-Drucks neu zu denken. „Die Zusammenarbeit mit Kegelmann Technik ermöglicht uns erst die Umsetzung des geometrisch und technisch optimierten Filters, da konventionelle Verfahren hier an ihre Grenzen stoßen. Darüber hinaus trägt das neue Fertigungsverfahren zu einer deutlichen Stückkostenreduzierung bei. Dass durch das Re-Design ca. 60% Gewicht gespart werden kann, ist zudem ein schöner Nebeneffekt“, so Bräutigam.


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Unternehmensinformation

Kegelmann Technik GmbH

Gutenbergstr. 15
DE 63110 Rodgau-Jügesheim
Tel.: 06106-8507-0
Fax: 06106-8507-55

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