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maschine+werkzeug 06/2013

Hochpräzises für den OP-Tisch

Extra Medizintechnik

Fräsen - JR Medizintechnik hat sich auf die Herstellung von medizinischen Teilen spezialisiert. Die hohe Qualität der Werkstücke erreicht das Unternehmen durch zwei vertikale CNC-Bearbeitungszentren von Müga Werkzeugmaschinen, die mit Roboter-Automationslösung bis zu einem Tag mannlos fertigen können.

Hier geht es zu den CNC-Bearbeitungszentren von Müga.

Hier geht es zur Homepage von JR Medizintechnik.

Tuttlingen gilt als die ›Welthauptstadt der Medizintechnik‹, da hier zahlreiche Unternehmen der Branche ansässig sind. So auch der OEM-Hersteller JR Medizintechnik in Leibertingen, das etwa 30 Kilometer entfernt liegt. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von chirurgischen Instrumenten wie Scheren, Knochenschrauben oder Röhren für die Endoskopie spezialisiert, die dort aus hochwertigem Edelstahl auf CNC-Fertigungszentren und CNC-Drehmaschinen produziert werden.

Das ist keine leichte Aufgabe, denn in der Medizintechnik sind zahlreiche Zertifizierungen wie die ISO-Normen 9001 und 13485 sowie Auflagen zu erfüllen, was den Aufwand für die Produktion deutlich erhöht. »Wir haben alle Zertifikate und erfüllen alle Normen, die in der Medizintechnik gebraucht werden«, erklärt Jörg Rettkowski, Geschäftsführer und Namensgeber der JR Medizintechnik in Leibertingen. Rettkowski ist seit 1991 im Bereich Medizintechnik aktiv und gründete 1995 die JR Medizintechnik neben seiner regulären Tätigkeit. »Wie viele schwäbische Unternehmer habe ich zunächst im Keller damit angefangen«, erinnert sich Rettkowski. 1998 kaufte Rettkowski seine erste CNC-Maschine. Schon drei Jahre später war das Auftragsvolumen so groß, das er seine Arbeit nun seinem eigenen Unternehmen widmete und den Schritt in die komplette Selbstständigkeit wagte.

Koventionell wurden medizinische Teile im Chirurgie-Markt aus sogenannter ›Schlagware‹ hergestellt. Dabei handelt es sich um geschmiedete Rohlinge, die von Spezialisten weiterbearbeitet wurden. Das war ein nicht unerheblicher Aufwand, da die Teile von Hand geschliffen und zusammengefügt werden mussten. Jedes Teil war zudem ein Unikat. »Kunden kamen auf uns zu, weil die Herstellung aus Schlagware nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat«, erzählt Rettkowski.

Der Geschäftsführer sah seine Chance, chirurgische Instrumente mit hochpräzisen CNC-Maschinen zu fertigen, die Genauigkeiten von einem Hundertstel Millimeter erreichen. »Das bringt man von Hand nicht hin«, so Rettkowski. Für seine kühne Idee wurde er oftmals belächelt. »Wir beweisen nun schon seit Jahren, dass es funktioniert«, freut sich Rettkowski. Inzwischen gibt es zahlreiche Mitbewerber auf dem Markt, die auch die Vorteile der CNC-Technik für sich entdeckt haben.

  • Zwei RMV250RT von Müga im Einsatz.

    Zwei RMV250RT von Müga im Einsatz.

  • Arbeitsraum der RMV250RT mit Spannvorrichtung und Robot-Beladung.

    Arbeitsraum der RMV250RT mit Spannvorrichtung und Robot-Beladung.

  • Der Roboter übergibt die Teile in die Maschine.

    Der Roboter übergibt die Teile in die Maschine.

  • Die beiden Hälften der OP-Schere werden komplett aus einem Edelstahlrohling herausgefräst.

    Die beiden Hälften der OP-Schere werden komplett aus einem Edelstahlrohling herausgefräst.

  • Roland Störk, Jörg Rettkowski (beide JR Medizintechnik) und Helmut Müller (Müga).

    Roland Störk, Jörg Rettkowski (beide JR Medizintechnik) und Helmut Müller (Müga).

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Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

müga Werkzeugmaschinen GmbH

Albertistr. 16
DE 78056 Villingen-Schwenningen
Tel.: 07720-9953-44
Fax: -56

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