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maschine+werkzeug 04/2011

Hightech für den Rennsport

Extra

Erodieren - Das Studententeam ›Highspeed Karlsruhe‹ an der Hochschule Karlsruhe entwickelt eigene Rennwagen und setzt bei deren Herstellung in der Drahterosion auf die Hochleistungsdrahtelektrode Megacut Plus der Marke Bedra von Berkenhoff.

Nur wer sich hohe Ziele setzt, kann auch viel erreichen. So wird an der Hochschule Karlsruhe im eigenen Rennsportteam ›Highspeed Karlsruhe‹ der Traum vom eigenen Rennwagen verwirklicht. Das Team aus begeisterten Studenten der Fahrzeugtechnologie, der Mechatronik, des Maschinenbaus sowie der Wirtschaft beschäftigt sich Jahr für Jahr intensiv mit der Entwicklung und eigenen Herstellung von unterschiedlichen Fahrzeugkomponenten, die schließlich zu einem fertigen Fahrzeug für den Rennsport vereint werden.

Unterteilt in diverse Einzelteams – zum Beispiel das Team ›Motor‹ oder das Team ›Rahmen‹ – haben die Studenten die Möglichkeit, erlerntes Wissen sofort in der Praxis umzusetzen und wertvolle Kontakte für spätere Berufswege zu knüpfen. Die Aufgabe der Teams besteht darin, den Prototyp eines Formelwagens für den nicht professionellen Rennsport zu entwickeln und herzustellen. Zahlreiche Rennsport-Teams von internationalen Hochschulen nehmen an dem Wettbewerb ›Formula Student‹ teil, bei dem es nicht nur um Sieg und Platz bei den verschiedenen Wettbewerbsdisziplinen, sondern auch um den bei der Realisierung des Gesamtprojektes zugrunde liegenden Businessplan geht. Hier werden unter anderem Finanzplanung, Design und Kosteneffizienz bewertet.

Die Voraussetzungen zur Entwicklung und Fertigung sind für die Studenten in Karlsruhe sehr gut. Das Institute of Materials and Processes (IMP) an der Hochschule Karlsruhe bietet mit einem modernen Maschinenpark ideale Bedingungen für die Studenten des ›Highspeed Karlsruhe‹-Teams, die innerhalb des IMP mit Hilfe der Fachingenieure ihre Ideen und Projekte verwirklichen können. Die Fertigungstechnik des IMP ist eigenen Angaben zufolge durch die Unterstützung hochrangiger Industrieunternehmen stets auf dem neuesten Stand, sodass die Fahrzeugkomponenten an High-End-Maschinen gefertigt werden können. Insgesamt 17 fest angestellte Mitarbeiter, darunter zwölf Projektingenieure, entwickeln am IMP neue Fertigungsstrategien und optimieren durch zahlreiche Simulationen bestehende Prozesse und Technologien.

Josef Buresch, Diplom-Ingenieur und Mitglied der Forschergruppe ›Abtragen‹ am IMP beschäftigt sich unter anderem seit Jahren intensiv mit dem Bereich der mehrachsigen Drahterosion und hier insbesondere mit dem Sieben-Achs-Simultanerodieren. Bei derart anspruchsvollen und komplexen Erodiervorgängen kommt es auf die richtige Drahtelektrode an. Josef Buresch arbeitet deshalb im Zuge seiner Forschungsarbeit auch mit externen Entwicklungsabteilungen von unterschiedlichen Herstellern zusammen.

Das IMP arbeitet in der Drahterosion mit einer japanischen Mitsubishi-Drahterodiermaschine und setzt bei der Auswahl des Erodierdrahtes auf die Marke Bedra von Berkenhoff. Mit der Hochleistungsdrahtelektrode Megacut Plus, die speziell für Drahterodiermaschinen japanischer Hersteller entwickelt wurde, konnten erhebliche Leistungssteigerungen erzielt werden. »Durch den Einsatz des Bedra-Drahtes können wir durch die verkürzten Erodierzeiten bis zu 30 Prozent der Kosten einsparen. Der Draht arbeitet auch bei schlechten Spülbedingungen stabil, erzielt deutliche Leistungssteigerungen beim Schruppschnitt und liefert auch bei komplexen Konturschnitten absolute Betriebssicherheit«, erklärt Josef Buresch. Berkenhoff als Unterstützer und Förderer des IMP profitiert von den Test- und Forschungsergebnissen der Hochschule. Zukunftsweisende Forschung in der Funkenerosion sowie im Werkzeug- und Formenbau ist für Berkenhoff ein wichtiges Thema.

Das Team ›Highspeed Karlsruhe‹ nutzt die Hightech-Drahterosion sowie den Schnellschneiddraht von Bedra unter anderem für die Fertigung von Lenkradunterlagen, Achsschenkel sowie Schwerter oder Verzahnungen für die Fahrzeugstabilisatoren. »Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Erodierdraht Megacut Plus einen Teil zur Fertigung dieser einzigartigen Rennfahrzeuge beiträgt und unterstützen das Team Highspeed Karlsruhe auch in Zukunft. Aber auch die Forschungsarbeit des IMP hinsichtlich des komplexen Erodiervorganges und die daraus resultierenden Ergebnisse bieten uns einen echten Mehrwert«, erklärt Jürgen Ehrentraut, Marketingleiter bei Berkenhoff.

www.bedra.com

  • Christoph Dietrich, Vertrieb EDM bei Berkenhoff, mit Josef Buresch und Marc Schiess von der Hochschule Karlsruhe vor dem Rennwagen F104 (von links).

    Christoph Dietrich, Vertrieb EDM bei Berkenhoff, mit Josef Buresch und Marc Schiess von der Hochschule Karlsruhe vor dem Rennwagen F104 (von links).

  • Austausch von Mecacut-Plus-Spulen an einer Erodiermaschine am IMP.

    Austausch von Mecacut-Plus-Spulen an einer Erodiermaschine am IMP.

  • Erodierter Achsschenkel eines Rennwagens.

    Erodierter Achsschenkel eines Rennwagens.

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Unternehmensinformation

Berkenhoff GmbH

Berkenhoffstraße 14
DE 35452 Heuchelheim, Kr Gießen
Tel.: 0641-601-0
Fax: 0641-601-222

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