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23.03.2020

Hermle legt bis Ostern die Produktion still

Aufgrund der Unsicherheit im Umfeld der Corona-Krise, insbesondere im Warenverkehr, wird der Werkzeugmaschinenhersteller Hermle vom 23. März bis Ostern 2020 seine Produktion stilllegen. Den Kunden stehe das Unternehmen für Serviceleistungen und Ersatzteilversorgung sowie im Vertrieb aber unverändert zur Verfügung.

Das Hermle-Betriebsgelände in Gosheim. Bild Hermle

Der Auftragseingang des Hermle-Konzerns lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 414 Mio. Euro erwartungsgemäß spürbar unter dem 2018er Vergleichswert (Vj. 475,9 Mio. Euro). Während sich die neuen Bestellungen aus dem Ausland 2019 leicht über dem Vorjahresniveau bewegten, gab es im Inland, wo Hermle 2018 kräftige Steigerungen erzielt hatte, ein deutliches Minus. Der Nachfragerückgang setzte zwar später und langsamer ein als prognostiziert, intensivierte sich im Jahresverlauf und insbesondere im vierten Quartal jedoch erheblich. Der Auftragsbestand belief sich am 31. Dezember 2019 konzernweit auf rund 99 Mio. Euro (Vj. 148,0 Mio. Euro).

Auf diese mehrfach angekündigte spürbare Abschwächung reagiert das Unternehmen bereits seit November mit einer Verringerung der Wochenarbeitszeit und produktionsfreien Tagen im Rahmen seines Konzepts des atmenden Unternehmens. Seit Anfang des laufenden Jahres ist das konjunkturelle Umfeld zudem durch die Coronavirus-Epidemie beeinträchtigt.

Auf Basis der bereits Ende 2019 eingetrübten Rahmenbedingungen sowie der Anfang März eingetretenen Zuspitzung der Corona-Krise rechnet Hermle im Jahr 2020 mit deutlichen Belastungen für die Geschäftsentwicklung und einem Rückgang des Konzernumsatzes um bis zu etwa einem Drittel sowie einer hierzu überproportionalen Reduzierung des Betriebsergebnisses.

Da sich Dauer und Ausmaß dieser Epidemie sowie die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung der Krise und deren Erfolg schwer vorhersagen lassen, seien verlässliche Prognosen derzeit allerdings nicht möglich und auch eine schärfere Korrektur denkbar, teilt Hermle mit. Aus aktuellem Kenntnisstand dürften etwa ab Ende April bei großen Teilen der Belegschaft die positiven Gleitzeitkonten auf null abgebaut sein und sich danach Kurzarbeit anschließen.

Unternehmensinformation

Berthold Hermle AG Maschinenfabrik

Industriestraße 8-12
DE 78559 Gosheim
Tel.: 07426-95-0
Fax: -6109

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