nach oben
15.07.2019

Gut fürs Klima

Im Innovationscampus ›Mobilität der Zukunft‹ (ICM) bündeln das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Stuttgart ihre Kompetenzen, um neue Formen der Mobilität, flexible Produktionstechnologien und künftige Wertschöpfungsnetzwerke zu erforschen. Die ersten Projekte beschäftigen sich mit emissionsfreien Antrieben und dem 3D-Druck, mit dem sich Antriebe emissionsärmer machen lassen, da sie Gewicht, Bauraum, Material und Energie sparen helfen oder Funktionen verschiedener Bauteile bündeln.

Der Innovationscampus ›Mobilität der Zukunft‹ strebt ein klareres Bild der notwendigen Innovationen für übermorgen an. (Bild: Markus Breig, KIT)

Ziel des ICM ist es, durch exzellente Grundlagenforschung in den Bereichen Mobilität und Produktion neue, bahnbrechende Technologien hervorzubringen. Die ersten beiden Pilotprojekte beschäftigen sich etwa mit emissionsfreien Antrieben und der Additiven Fertigung, also dem Einsatz von 3D-Druckern nicht nur für hochwertige und einsatzfähige (Leicht-)Bauteilen. Hierfür bündeln das KIT und die Universität Stuttgart ihre Kompetenzen, um neue Formen der Mobilität, flexible Produktionstechnologien und zukünftige Wertschöpfungsnetzwerke vorauszudenken und interdisziplinär zu erforschen.

»Unser Innovationscampus wird Wegbereiter einer modernen Mobilität sein«, betont die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. »Durch die exzellente Forschung und das Know-how an den Wissenschaftsstandorten Karlsruhe und Stuttgart wird die Mobilität von morgen erforscht und entwickelt, von der traditionellen Automobil- und Zuliefererindustrie hin zu Anbietern nachhaltiger Mobilitätsdienste.«

»Mit der Mobilität von übermorgen sind auch viele Wünsche und Erwartungen verknüpft: Sie soll komfortabel und kostengünstig sein, vernetzt und nachhaltig, sicher, verfügbar und schnell, autonom und robust«, fasst der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka, zusammen. »Das KIT und die Universität Stuttgart arbeiten nun gemeinsam an Konzepten und Technologien, die diese Wünsche Realität werden lassen können – und begegnen so einer großen gesellschaftlichen Herausforderung.«

Der Rektor der Universität Stuttgart, Professor Wolfram Ressel, betont: »Der Innovationscampus „Mobilität der Zukunft“ ist für beide Universitäten die gemeinsame Technologieplattform zur Erforschung neuer und innovativer Lösungen. Diese wollen wir auch in einem Reallabor im Rahmen unserer Initiativen zum emissionsfreien Campus prototypisch austesten.«

»Der Innovationscampus Mobilität adressiert den notwendigen, sich abzeichnenden Transformationsprozess der Mobilität und der zugeordneten Produktionstechnik«, sagt der Vizepräsident des KIT für Innovation und Internationales, Professor Thomas Hirth. »Wir wollen die Konzepte und Modelle dazu entwickeln und bauen dazu auf unsere wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinäre Grundlagenforschung und neue Innovationsprozesse.«

»Das KIT und die Universität Stuttgart teilen die Vision, mit dem Innovationscampus einen Experimentierraum für zukunftsfähige Lösungen der Mobilität anzubieten«, ergänzt Professor Peter Middendorf, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer der Universität Stuttgart. »Hier wollen wir dazu anregen, disruptive Ideen zu entwickeln, die über Absolventen, Startups und Kooperationen auch die Wirtschaft erreichen werden.«

Phase Eins: Additive Fertigung und Emissionsfreie Antriebe

Der ICM startet in die erste Phase mit den Forschungsschwerpunkten ›Additive Fertigung‹ sowie ›Emissionsfreie Antriebe‹. Im Fokus steht einerseits die Vision einer digitalen Produktion, die durch eine vollumfänglich flexibel einsetzbare Fertigungstechnik getragen wird. So lassen sich Produkte vor Ort, bei Bedarf, kurzfristig, hochwertig, günstig und in beliebig kleinen Stückzahlen herstellen. Auf der anderen Seite können additive Verfahren Antriebe emissionsärmer machen, da sie Gewicht, Bauraum, Material und Energie sparen helfen oder Funktionalitäten verschiedener Bauteile zusammenführen. Emmisionsfreie Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte, die die Digitalisierung ausnutzen, führen zu mehr Effizienz bei Ressourcen und Verkehrsraum. Anhand von Prototypen – beispielsweise von sicheren, smarten, komfortablen, einsitzigen Pendler-Mobilen für die Kurzstrecke – sollen die Konzepte der ersten Phase geprüft und demonstriert werden. Die Schwerpunkte der weiteren Phasen will man zusammen mit den beteiligten Wissenschaftlern, externen Experten und im Rahmen eines Think Tanks bilden.

Der Innovationscampus Mobilität als gemeinsame Initiative des KIT und der Universität Stuttgart will bahnbrechende Ideen und Innovationen ermöglichen. Dazu setzt er auf schnelles und flexibles Erproben gänzlich neuer Ansätze nach dem Motto ›fail fast and often‹. Übersetzt bedeutet das soviel wie ›agil arbeiten, oft scheitern, viel lernen, weit kommen‹. Er will Zukunftsfelder identifizieren, Kooperationsorte, Innovations- und Gründungskultur schaffen, Nachwuchs fördern und die Forschungslandschaft in Baden-Württemberg integrieren.

Im ›Innovationscampus Mobilität der Zukunft – Forschung für die nachhaltige Mobilität für übermorgen‹ arbeiten Karlsruher und Stuttgarter Professoren aus den Gebieten Fahrzeugtechnik, Produktentwicklung, Produktionstechnik, Chemie, Werkstoffe, Elektrotechnik, Flugzeugbau und Werkzeugmaschinen zusammen. Darüber hinaus können themenabhängig und in Kooperation weitere baden-württembergische Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Projekten integriert werden. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg fördert ICM mit zehn Millionen Euro über fünf Jahre. Ergänzend wird die Einrichtung von Nachwuchsgruppen, einer Professur ›Laseranlagentechnik‹ an der Universität Stuttgart und einer Professur ›Digitalisierung der Material- und Prozessentwicklung für Additive Fertigung‹ am KIT für zehn Jahre nach dem Fiebiger-Modell unterstützt.

Unternehmensinformation

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Kaiserstr. 12
DE 76131 Karlsruhe
Tel.: 0721-608-0
Fax: -44290

Aktuelle Videos

Comau: Neueste Trends zur Smart Factory


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's