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maschine+werkzeug 04/2020

Verlässlicher Großformenbau

Grossteilebearbeitung

Büttner & Co. stellt Komponenten für den Werkzeugbau her und muss dafür eine effiziente, verlässliche Fertigung sicherstellen. Das gelingt mit dem Bearbeitungszentrum TFZ 4–2000 von Samag.

Die TFZ 4–2000 ist für den Großformenbau bis zu einer maximalen Bohrtiefe von 2.000 Millimetern mit einem Bohrdurchmesser bis 65 Millimeter ausgelegt. Bild: Zoltán Fábián

Die TFZ 4–2000 ist für den Großformenbau bis zu einer maximalen Bohrtiefe von 2.000 Millimetern mit einem Bohrdurchmesser bis 65 Millimeter ausgelegt. Bild: Zoltán Fábián

Werkzeugbaufirmen beauftragen oft externe Partnerfirmen mit der Herstellung von Formaufbauten, Werkzeugplatten oder Formrahmen. Eine dieser Firmen ist Büttner & Co. Das Unternehmen aus dem ungarischen Nagyatád, das nur wenige Kilometer von der kroatischen Grenze entfernt ist, arbeitet für etwa 400 Werkzeugbaufirmen.

Seit 1976 ist Dr. Thomas Büttner, Geschäftsführer des Unternehmens und Dipl.Ing. der Fachrichtung Automatik, in der Branche aktiv. Bevor er im Jahr 1992 seine eigene Firma gründete, arbeitete er in einem staatlichen Großunternehmen in Budapest, welches Komponenten für den Maschinen- und Werkzeugbau herstellt. In den ersten zwei bis drei Jahren nach der Unternehmensgründung war die Tätigkeit überwiegend geprägt durch den Handel mit Stahl, Werkzeugen und Normalien.

Der wirtschaftliche Erfolg in diesem Segment war die Grundlage für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Im Jahr 1995 wurde eine neue Halle gebaut und erste gebrauchte Maschinen wurden angeschafft. Die erste neue Anlage wurde 1999 gekauft. 2012 erfolgte dann der Einstieg in die Großteilebearbeitung. Und bereits 2000 musste die Produktionsfläche erweitert werden.

Thomas Büttner kennt den Markt und er weiß: Das Kerngeschäft des Werkzeugbaus ist die Herstellung des Werkzeugeinsatzes. Als Zulieferer erhält er die Konstruktionen und Zeichnungen von den Werkzeugbaufirmen, um auf dieser Basis parallel zur eigentlichen Werkzeugfertigung die erforderlichen Formaufbauten professionell herstellen zu können. Ein wichtiger Fertigungsschritt ist dabei das Tieflochbohren. Auch die Erzeugung der formgebenden Oberfläche durch Fräsen oder Erodieren gehört dazu.

»Bohren ist eine langsame Technologie. Und auch die anderen Fertigungsschritte kosten Zeit. Doch die Anlagentechnik ist teuer. Deshalb ist es wichtig, dass die Maschinen nicht nur leistungsfähig und effizient sind, sondern auch flexibel einsetzbar«, sagt Büttner. Und weiter: »So können letztendlich die Gesamtprozesse für die Werkzeugfertigung und somit auch die Lieferzeiten für den Endkunden verkürzt werden. Für den Werkzeugbauer zählen der Liefertermin, der Preis und die Qualität.«

Auswahlprozess

Bereits im Jahr 2017 war die Anschaffung eines neuen Bearbeitungszentrums angedacht. Für Thomas Büttner war es im Auswahlprozess wichtig, dass der Maschinenhersteller nicht nur sein Handwerk versteht, sondern dass es auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist. Schon 2009 hatte das Unternehmen eine erste Tiefbohrmaschine von Samag gekauft, zwei weitere folgten wenig später.

»Ich bin überzeugt, dass das Preis- Leistungsverhältnis der Maschinen stimmt. Wir bekommen außerdem eine gute Unterstützung im Service-Bereich. Entweder können wir die Punkte über Fernwartung lösen oder ein Servicetechniker ist zeitnah vor Ort. Auch die technische Beratung oder die Beratung zu neuen Optionen ist gut«, betont Büttner.

Und so war dann der Maschinenhersteller aus dem thüringischen Saalfeld nach einigen Überlegungen gesetzt. Der Fokus von Büttner liegt auf der Großteilbearbeitung für den Werkzeugbau oder den Energiebereich. Dafür sind große Tiefbohr- und Fräszentren wie die von Samag erforderlich. Momentan werden in Nagyatád Werkstückgewichte bis zu 25 Tonnen bearbeitet.

Größere Maschine

Es folgte eine konstruktive Auseinandersetzung über die Bearbeitungsthematik und -dimensionen. »Wir hatten anfangs über eine TFZ 3L gesprochen. Die Intention bei der Firma Büttner war es ursprünglich, auf Werkzeuggewichte von 25 Tonnen zu orientieren. Das kann die Anlage leisten. Aber das ist eben auch das Maximalgewicht der Tischbeladung bei zentrischer Belastung«, sagt Samag-Vertriebsleiter Wolfram Schubotz.

In der Praxis ist dies jedoch nicht immer möglich, denn das Werkstück kann nicht in jedem Fall zentrisch aufgespannt werden, da die Masseverhältnisse nicht immer in der Mitte des Tisches liegen. Das größere Tiefbohr- und Fräszentrum, die TFZ 4–2000, bietet mit einem hydrostatischen Tisch und einem Maximalgewicht von 40 Tonnen mehr Sicherheit und auch mehr Flexibilität. Im Sommer 2018 fiel dann die finale Entscheidung für die Anschaffung einer TFZ 4–2000 und bereits im Frühjahr 2019 wurde sie installiert.

Die TFZ 4 ist für den Großformenbau bis zu einer maximalen Bohrtiefe von 2.000 Millimetern und im Standard mit einem Bohrdurchmesser bis 40 Millimeter ausgelegt. Durch das leistungsstarke Schaltgetriebe werden 950 Newtonmeter Drehmoment für Bohrungen bis 65 Millimeter Durchmesser beziehungsweise eine Fräsbearbeitung mit über 700 Kubikzentimeter pro Minute Spanvolumen erreicht. Die Werkzeugüberwachung sowie die Kühlmitteldruck- und Kühlmittelzuflusskontrolle sorgen für reibungslose Prozessabläufe. Ein Späneförderer gewährleistet zudem den problemlosen Abtransport der Späne.

Beim Formenhersteller Büttner ist die Anlage nun seit einigen Monaten im Einsatz. Der Geschäftsführer ist mit der Investition zufrieden. »Die Samag-Maschinen sind meines Erachtens derzeit die modernsten Anlagen in diesem Segment. Sie zeichnen sich durch Effizienz und Flexibilität aus. Ein Beispiel ist die Schwenkung des Bohrbalkens um +/- 30 Grad. Fräsen und Bohren ist in einer Aufspannung möglich und auch weitere Operationen wie beispielsweise Gewindesenkungen sind realisierbar«, erklärt er. »In einem Zug können wir zwei Meter Tieflochbohrungen herstellen. Von beiden Seiten angegangen sind das insgesamt vier Meter.«


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

SAMAG Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH

Hüttenstraße 21
DE 07318 Saalfeld
Tel.: 03671-585-0
Fax: 03671-585-402

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