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15.04.2019

General Motors entwickelt 3D-gedruckte Sitzhalterung

In Kooperation mit Autodesk hat der US-amerikanische Automobilkonzern General Motors eine 3D-gedruckte und funktional optimierte Sitzhalterung entwickelt.

Die Standardkomponente befestigt Sicherheitsgurtverschlüsse an Sitzen und Sitze am Fahrzeugboden und wurde mithilfe der Generativen Design-Technologie der Software-Lösung Autodesk Fusion 360 entwickelt.

Eine Sitzhalterung besteht normalerweise aus acht miteinander verschweißten Teilen. Mithilfe der Software konnten die GM-Ingenieure mehr als 150 alternative Designs generieren und sich für ein Design entscheiden, das nur aus einem einzigen Edelstahlteil besteht. Das Endprodukt ist 40 Prozent leichter und 20 Prozent stärker als die bisherige Sitzhalterung des Unternehmens.

  • Generatives Design entwirft in kürzester Zeit zahlreiche Designvorschläge für die Sitzkonsole von General Motors. Bild: GM

    Generatives Design entwirft in kürzester Zeit zahlreiche Designvorschläge für die Sitzkonsole von General Motors. Bild: GM

  • Die Software kombiniert die ursprünglichen acht einzelnen Bauteile zu einem einzigen Teil. Bild: GM

    Die Software kombiniert die ursprünglichen acht einzelnen Bauteile zu einem einzigen Teil. Bild: GM

  • Die Generative Design-Technologie ist heute in Fusion 360 verfügbar, der Cloud-basierten Produktentwicklungsplattform von Autodesk. Bild: Autodesk/GM

    Die Generative Design-Technologie ist heute in Fusion 360 verfügbar, der Cloud-basierten Produktentwicklungsplattform von Autodesk. Bild: Autodesk/GM

  • Die 3D-gedruckte Sitzhalterung ist dank des Generativem Design-Ansatzes 40 Prozent leichter und 20 Prozent stabiler. Bild: GM

    Die 3D-gedruckte Sitzhalterung ist dank des Generativem Design-Ansatzes 40 Prozent leichter und 20 Prozent stabiler. Bild: GM

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Generatives Design ermöglicht zukunftsfähige Ansätze

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen (auch Electric Vehicle oder kurz EV) steigt stetig. GM plant, bis 2023 mindestens 20 ebensolcher Fahrzeuge auf den Markt zu bringen – die Produktion ist im Vergleich zu traditionellen Autos sehr viel teurer und komplexer. Gerade bei diesen Fahrzeugen spielt das Gewicht eine große Rolle, um Reichweite und Komfort garantieren zu können. Gleichzeitig dürfen die Entwicklung und Produktion der einzelnen Komponenten nicht allzu zeitintensiv und komplex sein. Aus diesem Grund entschied sich GM für einen disruptiven Ansatz und eine Generative Design-Lösung. Generatives Design ist ein relativ neuer Designansatz, der maschinelle Intelligenz und Cloud Computing nutzt, um schnell eine breite Palette von Designlösungen zu generieren, die den spezifischen Anforderungen der Ingenieure entsprechen. Designteams können einen größeren Designraum erforschen, die sich gleichzeitig an den vorgegebenen Fertigungs- und Leistungsanforderungen orientieren.

"Ein Fahrzeug besteht aus über 30.000 Komponenten. Unser Ziel ist es, diese Anzahl zu verringern und somit Gewicht zu sparen und Komplexität zu reduzieren", sagt Kevin Quinn, Director of Additive Design and Manufacturing bei GM. "Mithilfe des Generativen Designs können wir basierend auf Cloud-Technologien und Künstlicher Intelligenz verschiedene Design-Lösungen für Komponenten erforschen und so innovative Ansätze finden, die uns fit für die Zukunft machen – denn nach den Elektrofahrzeugen stehen mit den autonomen Fahrzeugen bereits die nächsten Herausforderungen vor der Tür, die es zu bewältigen gilt. Elektrifizierung und autonome Fahrzeuge werden die Weichen für unsere Branche stellen. Wir möchten mithilfe der additiven Fertigung und des Generativen Designs einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in diesem Bereich erlangen."


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DE 81379 München
Tel.: 089-54769-0
Fax: -400

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