nach oben
maschine+werkzeug 01/2012

Ganz leicht handzuhaben

Technik

Fräsen - Für einen raschen Wechsel von Werkzeugen mit Kassettenausführung bei der Fräs-Bearbeitung von Kurbelwellen hat Ceratizit in Zusammenarbeit mit Heller die passende Lösung in einem Leichtgewichtfräsrad gefunden.

Dank des geringen Gewichtes des neuen Leichtgewichtfräsrades für die Kurbelwellenbearbeitung sind für den Werkzugwechsel keine zusätzlichen Hebezeuge nötig.

Heller gilt als einer der weltweit bedeutenden Hersteller von Werkzeugmaschinen sowie von speziellen Maschinen zur Bearbeitung von Kurbel- und Nockenwellen. Wegen des enormen Wettbewerbsdrucks werden speziell in der Automobilindustrie höchste Anforderungen an die Produktivität bei möglichst geringen Maschinenstillstandszeiten gestellt. Denn gerade diese Ausfälle verursachen hohe Kosten.

Meist dauert der Werkzeugwechsel an sich zwar nicht lange, doch auch hier ist Optimierungspotenzial zu finden, um die Maschine schnellstmöglich wieder voll einsatzfähig aufzurüsten. Zudem ist für den Wechsel des rund 80 Kilogramm schweren Fräsrades bislang ein Kran nötig, der Kosten verursacht und zusätzlichen Platzbedarf beansprucht. Diese Probleme galt es zu beseitigen.

Als die Entwicklungen begannen, war allen Beteiligten sehr schnell klar: Das Fräsrad muss leicht, einfach zu handhaben und dabei eigensteif ausgelegt sein, um die Wiederholgenauigkeit und Performance bei der Zerspanung nicht zu verlieren. Bei der Ausschreibung von Heller zu diesem Thema konnte Ceratizit punkten.

»Die Lösung von Ceratizit erfüllte alle Anforderungen, die wir für das neue Konzept zusammengestellt hatten, sehr gut«, erinnert sich Wolfgang Märker, Bereichsleiter Kurbelwelle bei Heller. Und so entwickelte Ceratizit zusammen mit dem Werkzeugmaschinenhersteller in nur wenigen Monaten ein neues Werkzeugsystem. Dabei wurde ein Prototyp des Leichtgewichtfräsrades mit einem Innendurchmesser von 275 Millimetern gefertigt.

Leichter Schneidring, austauschbare Kassetten, kompakte Greifeinheit – das ist die Formel des neuen Werkzeugsystems von Ceratizit zur Kurbelwellenbearbeitung. Ein leichter Schneidring ist innen mit einer maßgeschneiderten Anzahl an Kassetten bestückt und so komplett in den Grundträger montiert. Die von Ceratizit entwickelte Kassettenausführung erlaubt dem Anwender, beim Verschleiß des Plattensitzes nur die betroffene Kassette zu ersetzen, nicht mehr den gesamten Schneidring.

Entsprechend braucht zukünftig für den Wendeplattenwechsel nur der Schneidring inklusive der Kassetten aus der Maschine genommen zu werden. Dank seines geringen Gewichts von weniger als 15 Kilogramm inklusive der Greifeinheit sind keine zusätzlichen Hebezeuge mehr nötig. Patrick Zobl, Produktmanager bei Ceratizit, ist sich sicher: »Jeder Maschinenbediener ist nun in der Lage, mit der kompakten Greifeinheit den Werkzeugwechsel schnell und einfach auszuüben.« Dadurch reduzieren sich die Nebenzeiten für den Werkzeugwechsel merklich. Wolfgang Märker ist überzeugt von dem neuen Fräsrad-Konzept: »Durch diese Vorteile wird das robuste Heller-Innenfräsen nun noch effektiver.«

www.ceratizit.com

www.heller.biz

Unternehmensinformation

CERATIZIT Austria GmbH

Metallwerk-Plansee-Str. 71
AT 6600 REUTTE/TIROL
Tel.: 00435672-200-0
Fax: -502

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Aktuelle Videos

Haimer: Mit durchgängiger Prozesskette das Werkzeugmanagement optimiert


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's