nach oben
maschine+werkzeug 09/2018

Fertigung ohne Risiko

Extra Additive Manufacturing

3D-Druck - Renishaw bildet den kompletten Prozess des Additive Manufacturings ab. Von der Beratung über die Konstruktion und Simulation bis hin zur Maschine umfassen die Lösungen des Unternehmens alle erforderlichen Schritte für eine erfolgreiche und tragfähige Integration in die Fertigungslinie des Anwenders.


Leistungsfähige Hardware

Die Ren-AM-500-Serie ist ein Multilasersystem. Das Besondere an der Maschine ist, dass man sie anfangs mit nur einem Laser kaufen kann. Soll die Produktivität dann gesteigert werden, lässt sich die Maschine auf bis zu vier Laser aufrüsten, wodurch sich die Produktivität der Maschine nahezu vervierfacht. Ein integriertes Vakuumkammersystem senkt den Verbrauch an Inertgas. Dazu wird die Kammer anfangs evakuiert und dann Argon oder Stickstoff geflutet.

Da eine Verschmutzung der Gasfüllung im Bauraum durch Nanopartikel die Leistung des Lasers negativ beeinflussen kann, verfügt der 3D-Drucker über zwei Filter. Einer davon dient als Reserve und wird automatisch eingewechselt, wenn der andere verschmutzt ist. Der Maschinenbediener bekommt dann eine entsprechende Meldung auf das Smartphone oder den Bildschirm. Wettbewerbsvorteile kann ein Anwender nur erzielen, wenn er die Prozessparameter der Maschine an seine Gegebenheiten, Randbedingungen und Bauteile anpassen kann.

Selbst der Einsatz von eigenem Pulver ist dann möglich. Aus diesem Grund ermöglicht Renishaw dem Anwender bei der Ren-AM-500-Serie vollen Zugriff auf alle Funktionen. Beim Additive Manufacturing kommen in der Regel kohlenstofffreie Werkstoffe zum Einsatz. Grund: Kohlenstoff in Verbindung mit einem schnellen Abkühlgradient erhöht das Risiko der Rissbildung im Bauteil. Um das zu vermeiden, wird der Prozessraum auf 495 Grad Celsius vorgeheizt.

Weil der Anwender dadurch den Abkühlgradienten besser kontrollieren kann, lassen sich jetzt auch Werkstoffe wie HSS mit 0,9 Prozent Kohlenstoffanteil verarbeiten. Besonders für den Werkzeug- und Formenbau sowie die Umformtechnik ist das wichtig, da beim Stanzen, Biegen oder Fließpressen abrasionsbeständige Werkstoffe nötig sind und diese erhält man nur durch die Karbidbildung des Kohlenstoffs. 

Ein weiterer Vorteil der Ren-AM-500-Serie ist, dass bei der Fertigung immer die volle Bauraumhöhe genutzt werden kann, egal, wie viel Volumen oder welche Fläche das Bauteil hat. Möglich macht das das große, integrierte Pulverreservoir. Anhand des Füllgewichts lässt sich vorab klären, ob genügend Werkstoff für das Bauteil im System vorhanden ist. Wenn nicht, kann der Maschinenbediener jederzeit Pulver nachfüllen – sogar während des Druckvorgangs. Eine integrierte Siebanlage für die Pulveraufbereitung reduziert außerdem den Pulverkontakt für den Mitarbeiter und damit die Nebenzeiten.

Das geschlossene System erhöht gleichzeitig die Bauteilqualität, da das Metallpulver immer unter einer speziellen Atmosphäre gelagert wird und so eine Oxidation ausgeschlossen ist. Additiv gefertigte Zerspanungswerkzeuge stellen die Werkzeugmaschinenhersteller vor ganz neue Herausforderungen. So ist prinzipiell denkbar, Werkzeuge mit Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zu kühlen und zusätzlich Luftkanäle einzubauen, die über Druckluft etwa Späne entfernen. Um solche Potenziale zu realisieren, sind neue Maschinen- und Spindelkonzepte nötig, die die entsprechenden Anschlüsse bereitstellen.

Quo vadis Werkzeugmaschine?

Ein Ersatz für die Werkzeugmaschine ist die additive Fertigung nicht, denn bei einfach herstellbaren Bauteilen wird die konventionelle Fertigung in puncto Kosten auch weiterhin die Nase vorn haben. Außerdem darf man auch nie aus den Augen verlieren, dass komplexe, generativ gefertigte Bauteile einen Finish-Prozess wie Schleifen, Fräsen von Funktionsflächen erfordern. »Die Fertigung der Zukunft wird daher vielmehr beide Fertigungstechnologien erfordern, denn additiv hergestellte Werkstücke sind im Grunde nichts anderes als ein konturnahes Halbzeug«, ist Ralph Mayer überzeugt.

www.renishaw.de  

  • Die Ren-AM-500-Baureihe von Renishaw ist ein Multilasersystem mit bis zu vier Lasern. Der Buchstabe ›Q‹ steht für ›Quattro‹ – also die Variante mit vier Lasern. Bild: Renishaw

    Die Ren-AM-500-Baureihe von Renishaw ist ein Multilasersystem mit bis zu vier Lasern. Der Buchstabe ›Q‹ steht für ›Quattro‹ – also die Variante mit vier Lasern. Bild: Renishaw

  • Die Anzahl der Laser ist für die Produktivität des 3D-Druckers ausschlaggebend. Systeme mit vier Lasern sind daher nahezu viermal so leistungsfähig wie eine Maschine mit nur einem Laser. Bild: Renishaw

    Die Anzahl der Laser ist für die Produktivität des 3D-Druckers ausschlaggebend. Systeme mit vier Lasern sind daher nahezu viermal so leistungsfähig wie eine Maschine mit nur einem Laser. Bild: Renishaw

  • Der additiv gefertigte Fräser hat mehr PKD-Schneiden als ein konventionell hergestellter. Bild: Renishaw

    Der additiv gefertigte Fräser hat mehr PKD-Schneiden als ein konventionell hergestellter. Bild: Renishaw

  • Das kompakte Optiksystem der Ren-AM 500 Q lässt sich nur additiv herstellen. Bild: Renishaw

    Das kompakte Optiksystem der Ren-AM 500 Q lässt sich nur additiv herstellen. Bild: Renishaw

  • Ralph Mayer von Renishaw veranschaulicht anhand der wichtigsten Funktionen des 3D-Druckers die hohe Leistungsfähigkeit des Systems.

    Ralph Mayer von Renishaw veranschaulicht anhand der wichtigsten Funktionen des 3D-Druckers die hohe Leistungsfähigkeit des Systems.

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen


Inhaltsverzeichnis
Dokument downloaden
Unternehmensinformation

Renishaw GmbH

Karl-Benz-Straße 12
DE 72124 Pliezhausen
Tel.: +49 - 7127 - 9810
Fax: -88237

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Aktuelle Videos

EMO Hannover 2019: umati!


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's