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26.08.2019

Exportdynamik durch Handelskonflikte deutlich verlangsamt

Nach Einschätzung des VDMA belasten globale Handelskonflikte und eine sich immer stärker abzeichnende Konjunkturschwäche das Exportgeschäft der Maschinenbauer aus Deutschland. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres legten die Maschinenauslieferungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts um nominal 0,9 Prozent oder 0,8 Milliarden Euro auf 89,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zu. Damit hat sich die Exportdynamik deutlich verlangsamt.

Im ersten Quartal hatten die Ausfuhren (nach korrigierten Zahlen) laut VDMA noch ein Plus von 3,8 Prozent erreicht. Im zweiten Quartal (April – Juni) 2019 verbuchten die Maschinenbauer sogar ein Exportminus von 1,8 Prozent auf 44,7 Milliarden Euro. „Die Unsicherheit, die insbesondere durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgelöst wird, sowie die fehlende Aussicht auf eine Einigung im Brexit-Streit schaden unserer exportorientieren Branche“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Wir beobachten eine sinkende Investitionstätigkeit in China und Großbritannien, vor allem bei Maschinen und Anlagen. Und auch das Expansionstempo in den USA lässt weiter nach“, analysiert Wiechers.

  • Die deutschen Maschinenausfuhren sanken im Monat Juni im Vergleich zum Vorjahresergebnis um nominal 10,2 Prozent. Allerdings hatte der Juni im Bundesdurchschnitt auch 2,7 Arbeitstage weniger als der Juni 2018. Im gesamten ersten Halbjahr 2019 wurden noch 0,9 Prozent mehr Maschinen exportiert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Doch ab dem zweiten Quartal ließ die Dynamik spürbar nach. Während die Maschinenausfuhren im ersten Quartal noch um 3,8 Prozent zulegten, schrumpften sie im zweiten Quartal um 1,8 Prozent. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

    Die deutschen Maschinenausfuhren sanken im Monat Juni im Vergleich zum Vorjahresergebnis um nominal 10,2 Prozent. Allerdings hatte der Juni im Bundesdurchschnitt auch 2,7 Arbeitstage weniger als der Juni 2018. Im gesamten ersten Halbjahr 2019 wurden noch 0,9 Prozent mehr Maschinen exportiert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Doch ab dem zweiten Quartal ließ die Dynamik spürbar nach. Während die Maschinenausfuhren im ersten Quartal noch um 3,8 Prozent zulegten, schrumpften sie im zweiten Quartal um 1,8 Prozent. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

  • Vor allem die Unsicherheit durch den Handelskonflikt und der konjunkturelle Abschwung in China belasten das Exportgeschäft mit der VR China. In den ersten sechs Monaten wurden dorthin lediglich 0,6 Prozent mehr exportiert als im Vorjahr. In die USA wurden 7,8 Prozent mehr Maschinen verschickt. Doch auch hier lässt das Expansionstempo am aktuellen Rand nach. Innerhalb der fünf wichtigsten europäischen Absatzländer konnten nur die Exporte nach Frankreich (+ 6,8%) und Österreich (+0,1%) zulegen. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

    Vor allem die Unsicherheit durch den Handelskonflikt und der konjunkturelle Abschwung in China belasten das Exportgeschäft mit der VR China. In den ersten sechs Monaten wurden dorthin lediglich 0,6 Prozent mehr exportiert als im Vorjahr. In die USA wurden 7,8 Prozent mehr Maschinen verschickt. Doch auch hier lässt das Expansionstempo am aktuellen Rand nach. Innerhalb der fünf wichtigsten europäischen Absatzländer konnten nur die Exporte nach Frankreich (+ 6,8%) und Österreich (+0,1%) zulegen. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

  • Deutscher Maschinenaußenhandel: Januar - Juni 2019. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

    Deutscher Maschinenaußenhandel: Januar - Juni 2019. Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA

  • „Die Unsicherheit, die insbesondere durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgelöst wird, sowie die fehlende Aussicht auf eine Einigung im Brexit-Streit schaden unserer exportorientieren Branche“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Bild: VDMA

    „Die Unsicherheit, die insbesondere durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgelöst wird, sowie die fehlende Aussicht auf eine Einigung im Brexit-Streit schaden unserer exportorientieren Branche“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Bild: VDMA

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USA baut Vorsprung als wichtigster Einzelmarkt aus

Zwischen Januar und Juni stiegen die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten dank eines hervorragenden Jahresauftakts um 7,8 Prozent auf 9,96 Milliarden Euro. Damit haben die USA einen Anteil von 11,2 Prozent an den gesamten deutschen Maschinenausfuhren.

Die Exporte nach China legten im selben Zeitraum um lediglich 0,6 Prozent auf 9,72 Milliarden Euro zu, China hat damit einen Anteil von 10,4 Prozent an den gesamten Ausfuhren. „Die Entwicklungen in China sind wenig überraschend, denn die Industrieproduktion wächst so langsam wie zuletzt in 2002“, erläutert Wiechers.

Auf den Plätzen dahinter folgten unverändert Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Besonders nach Frankreich war das Exportwachstum in den ersten sechs Monaten positiv (plus 6,8 Prozent auf 6,26 Milliarden Euro). Insbesondere das zweite Quartal 2019 belastete dagegen das Exportgeschäft mit Großbritannien, sodass der Maschinenbau von Januar bis Juni einen Exportrückgang von minus 1,7 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro verzeichnete.

Im ersten Quartal verbuchte die Branche noch ein Plus von 8,8 Prozent im Export mit dem Vereinigten Königreich. „Nun zeigt der Brexit seine unangenehmen Folgen. Zu Jahresbeginn wurden noch viele Bestellungen aus Großbritannien vorgezogen, um drohenden Handelshemmnissen zuvorzukommen“, sagt der VDMA-Chefvolkswirt. „Das hat nun ein Ende. Und auch der Konfrontationskurs der italienischen Regierung bleibt nicht folgenlos.“ Die Exporte nach Italien schrumpften in den ersten sechs Monaten des Jahres ebenfalls um 5,9 Prozent auf 4,03 Milliarden Euro.

Exporte nach Japan steigen kräftig

Die Exporte in die EU-Länder insgesamt legten zwischen Januar und Juni um 1,7 Prozent auf 43,1 Milliarden Euro zu. Unverändert schwierig blieben dabei die Geschäfte mit der Türkei (minus 11,4 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro) und mit Russland (minus 8,0 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro). Weiterhin positiv entwickelten sich laut VDMA die Ausfuhren nach Japan (plus 12 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro). Damit verbuchte Japan den größten Zuwachs eines Landes innerhalb der Top-20 Märkte für die deutschen Maschinenausfuhren.

Unternehmensinformation

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Lyoner Straße 18
DE 60528 Frankfurt
Tel.: 069-6603-0
Fax: 069-6603-1511

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