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maschine+werkzeug 06/2017

Exaktes Ergebnis beim Schleifen

Maschinen

Schleifen - Der Maschinenbauer Schütte hat die Fünf-Achs-Schleifmaschine ›325linear‹ entwickelt. Sie bietet eine große dynamische Vielfalt und wird mit zwei verschiedenen Programmier- und Bediensoftwares angeboten.

Die Maschinen der Baureihe ›305‹ von Schütte haben sich vor Jahren im Markt der Fünf-Achs-Schleifmaschinen bewährt. Aus dieser Baureihe heraus hat Schütte jetzt die neue ›325linear‹ entwickelt.

Die Achsanordnung mit der unter 30 Grad geneigten Schleifspindel ermöglicht eine kompakte Bauweise bei optimalem Zugang und Einblick in den Arbeitsraum. Die Werkstückspindel ist für exaktes Konturschleifen und Rundschleifen bis 2.500 Umdrehungen pro Minute geeignet. Sie bietet ideale Voraussetzungen für die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung.

  • Die Fünf-Achs-Schleifmaschine ›325linear‹ hat sich aus der Baureihe ›305‹ von Schütte entwickelt.

    Die Fünf-Achs-Schleifmaschine ›325linear‹ hat sich aus der Baureihe ›305‹ von Schütte entwickelt.

  • Das Futter der Werkstückachse wird über einen Roboter in Verbindung mit einem Palettenmagazin beladen. Die Roboterzelle bietet dabei deutlich größere Kapazitäten und Möglichkeiten für zusätzliche Aktionen wie Wenden, Messen oder Ausschleusen.

    Das Futter der Werkstückachse wird über einen Roboter in Verbindung mit einem Palettenmagazin beladen. Die Roboterzelle bietet dabei deutlich größere Kapazitäten und Möglichkeiten für zusätzliche Aktionen wie Wenden, Messen oder Ausschleusen.

  • Blick in den Zerspanungsraum mit Universal-Rotationsachse und zwei Zusatzschlitten: Der Schlitten X1 trägt eine klappbare Werkstückabstützung, der Zusatzschlitten X2 eine in allen Ebenen verstellbare Gegenführung.

    Blick in den Zerspanungsraum mit Universal-Rotationsachse und zwei Zusatzschlitten: Der Schlitten X1 trägt eine klappbare Werkstückabstützung, der Zusatzschlitten X2 eine in allen Ebenen verstellbare Gegenführung.

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Der gleichzeitige Wechsel von Schleifscheibenpaket und zugehörigem Kühlschmierstoffverteiler sorgt für hohe Flexibilität bei optimaler Prozesskühlung – eine Idee, die mittlerweile viele Marktbegleiter aufgegriffen haben und die so zu einem Standard wurde. Von Beginn an werden die Rotationsachsen direkt angetrieben und seit 2003 garantieren verschleißfreie Linearmotoren auch in den Achsen X, Y und Z gleichbleibende Qualität der Werkstücke. Heute ist Schütte der einzige Anbieter im Markt, der keine Kugelgewindetriebe mehr verbaut und komplett auf Linearmotortechnik setzt. Mit dem Optionsbaukasten von Schütte kann der Anwender mit einer einzigen Maschine das komplette Werkstückspektrum abdecken.

Um Werkstücklängen bis 500 Millimeter zu ermöglichen, kann die neue 325linear mit einem oder zwei Schlitten erweitert werden, auf denen unterschiedliche Aufbauten zum Spannen, Stützen und Führen von Werkstücken angeordnet werden können. Die Werkstücke samt Spannmittel können von 0,000002 bis 35 Kilogramm schwer sein.

Ebenso groß ist die dynamische Vielfalt: Fünf-Achs-Bewegungen mit moderaten Vorschubgeschwindigkeiten für Konturgenauigkeiten im untersten Mikrometerbereich und hochdynamisches Tiefschleifen bei Bahngeschwindigkeiten von 20 Metern pro Minute schließen sich nicht aus.

Insbesondere in der Medizintechnik gibt es viele Aufgaben, die mit einer Fünf-Achs-Schleifmaschine hervorragend gelöst werden können. Für diese Aufgaben wurde die 325linear durch Entwicklung angepasster Spanntechnik, optimierter Kühlmittelzuführung sowie speziellen Features in der Programmierung und Verfahrenstechnik befähigt.

Viele Verbesserungen der Grundmaschine sind für den Kunden nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Diese basieren auf einer vollständigen Analyse der Maschinenkinematik. So weist beispielsweise jede Achsführung geringfügige Abweichungen auf, die beim Verfahren eines Schlittens zu Positionsänderungen führen können. Je enger die Werkstücktoleranzen beim Werkzeugschleifen gesetzt werden, desto störender werden diese Abweichungen.

Mit geeigneten Messverfahren können diese Komponenten und Gestellteile analysiert werden. Das ist die Grundlage, um Fertigungsverfahren der Maschinenkomponenten kontinuierlich zu optimieren oder, falls notwendig, Kompensations- oder Ausrichtstrategien zu enwickeln, um dennoch ein perfektes Schleifergebnis zu erreichen. Bei Schütte ist das möglich, weil eine hohe Fertigungstiefe gegeben ist und die wichtigen Komponenten im Haus gefertigt und montiert werden.

Auch bei perfekter geometrischer Positionierung der Maschinenkomponenten gibt es einen natürlichen Feind des Präzisionswerkzeugschleifers: Temperaturänderungen. Egal, aus welchem Material eine Präzisionsschleifmaschine aufgebaut ist, eine Änderung der thermischen Umgebungsbedingungen führt zu Längenänderungen. Diese Änderungen können korrigiert werden, was aber aufwendig ist.

Daher untersuchen die Anwendungstechniker bei Schütte die thermischen Änderungen der Maschinenkomponenten, des Schleiföls und der Umgebungsluft in den unterschiedlichen Maschinenzuständen und entwickeln Optimierungen und Kompensationsstrategien. Die Direktantriebe der Achsen sind aktiv gekühlt. Darüber hinaus wird die Maschinenstruktur durch Schleiföl in der Maschinenwanne temperiert. Ziel ist, beim ersten Versuch möglichst genau zu sein und dort zu bleiben, über eine Schicht und über die gesamte Nutzungszeit der Maschine.


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Unternehmensinformation

Alfred H. Schütte Vertriebsgesellschaft mbH

Postfach 9 10 752
DE 51077 Köln
Tel.: 0221-8399-0
Fax: 0221-8399-422

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