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maschine+werkzeug 10/2016

Eisforschung

Maschinen

Wasserstrahlschneiden - Die technische Werkstatt des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven fertigt verschiedenste Apparaturen für die Polar- und Meeresforschung. Um die dafür benötigten Materialien schnell und präzise bearbeiten zu können, wurde der Maschinenpark der Werkstatt um eine Wasserstrahlschneidanlage von Omax erweitert.

Wasserstrahl schneidet präzise

Allein an der Stahlkonstruktion Launcher sind viele Teile verbaut, die seit der Neuanschaffung mit der Wasserstrahlschneidanlage geschnitten und im Anschluss abgekantet werden können. Die Zeitersparnis im Vergleich zur Fertigung auf einer Fräsmaschine ist erheblich. Erich Dunker freut sich nicht nur über die schnellere Bearbeitung der Forschungsapparaturen durch die Omax 2626, auch viele schwierig zu bearbeitende Materialien lassen sich nun dank der Wasserstrahlschneidanlage einfach schneiden. Sogar durch Styropor oder Verbundstoffe schneidet der Wasserstrahl dank einer zusätzlich gekauften Omax-Bohreinrichtung ohne Probleme.

»Mit dieser Bohreinrichtung können wir in diese schwierig zu schneidenden Materialien ein kleines Loch vorbohren, so dass der Wasserstrahl der Schneidanlage danach genau über dieses Loch positioniert wird und dort einstechen kann. Ein Auseinanderplatzen eines Materials wie dem mehrschichtigen GFK, wird so verhindert«, erklärt der Werkstattleiter diesen großen Vorteil der zusätzlichen Bohreinrichtung für die Omax 2626.

Auch komplizierte Konturen aus Verbundstoffen sind für die Werkstatt des Alfred-Wegener-Instituts nun kein Problem mehr. Die Omax 2626 ist eine Investition, die sich laut Erich Dunker sehr gelohnt hat: »Die Maschine spart uns unheimlich viel Arbeitszeit. Wir schneiden nun sowohl mit als auch ohne Abrasiv Keramik, Edelstahl und viele weitere teils schwierige Materialien schnell und effizient. Zudem ist sie äußerst leicht zu bedienen und zu programmieren.« Momentan läuft die Maschine zwar nicht auf Hochtouren, aber immerhin ein bis zwei Stunden jeden Tag. Eine intensive Wartung war in den vergangenen fünf Jahren demnach noch nicht notwendig. Dass die Anlage so besonders wartungsarm ist, war ein weiterer entscheidender Faktor für Erich Dunker, sich für die Omax 2626 zu entscheiden.

Probleme gab es mit der Maschine in den vergangenen fünf Jahren laut Werkstattleiter höchstens in Form von Bedienerfehlern oder nach einer Softwareaktualisierung. Aber egal ob selbst verschuldetes Problem oder nicht, dem Alfred-Wegener-Institut stand stets eine Service-Hotline des Maschinenherstellers mit Rat und Tat zur Seite und Fehler wurden zügig behoben. »Einen so guten Service erwartet man vom Hersteller und der ist bei Omax auch gegeben. Sowohl was die Hotline angeht, als auch in Bezug auf Ersatzteillieferungen, denn innerhalb von 24Stunden kann ein kaputtes Bauteil ersetzt werden.« Wie bei jeder Anlage musste auch an der Wasserstrahlschneidanlage das Personal der technischen Werkstatt am Alfred-Wegener-Institut geschult werden. Laut Erich Dunker eine schnelle und reibungslose Angelegenheit: »Wir hatten ganz am Anfang eine Schulung für die Maschine, den Rest haben wir uns selbst beigebracht, da die Software wirklich sehr leicht verständlich ist.«

Wenig Platz und eine kleine Wasserstrahlschneidanlage– die Vermutung liegt nahe, dass diese besonders wichtige Werkstatt in Bremerhaven nur Teile bis zu einer bestimmten Größe schneiden kann. Theoretisch eine richtige Vermutung, für das Institut allerdings bei weitem kein Nachteil, wie Erich Dunker erklärt: »Benötigen die Wissenschaftler größere Werkstücke, schneiden wir sie einfach in Einzelteilen auf der Omax und fügen sie hinterher zusammen.«

In besonders schweren Fällen, müssen große Bauteile an eine andere Firma abgegeben werden, aber auch dieser Prozess steht unter ständiger Kontrolle von Erich Dunker. »Ich suche ein Unternehmen hier im Umkreis aus, das dieses Bauteil fertigen kann, besichtige sie mit einem Mitarbeiter aus unserem Einkauf und wir sprechen dort mit den zuständigen Technikern. Ich begleite und kontrolliere dann das komplette Projekt bis hin zur endgültigen Abnahme.« Eine Vergrößerung der Werkstatt ist erst in fünf bis sechs Jahren beabsichtigt, wie der Werkstattleiter ausführt: »Es ist vorgesehen auf dem Gelände neben der jetzigen Werkstatt ein Technikum zu errichten, mit dem auch eine Vergrößerung der Werkstatt angestrebt wird. Geplant ist dort zum Beispiel auch wieder eine Elektronik-Werkstatt zu integrieren.« Sollte die größere Werkstatt fertig gestellt sein, wünscht sich Erich Dunker natürlich auch eine Omax-Wasserstrahlanlage mit größerer Schnittfläche. Aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik und die Omax 2626 für die Zwecke des Alfred-Wegener-Instituts völlig ausreichend.

Da das Institut Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft ist, ist eine Vergrößerung der Werkstatt bislang nicht dringend. Insgesamt gehören 18Zentren zu Deutschlands größter Wissenschaftsorganisation, alle mit einer eigenen technischen Werkstatt. Ihr guter Kontakt untereinander sorgt dafür, dass vereinzelt Teile auch an eine Werkstatt eines der anderen Institute zur Fertigung weitergegeben werden können. Obwohl Erich Dunker sehr von diesem engen Netzwerk profitieren kann, hofft er dennoch darauf, in ein paar Jahren mit einer größeren Wasserstrahlanlage neue Herausforderungen meistern zu können.

www.innomax-wasserstrahlschneiden.de

  • Das Tiefsee-Forschungsgerät »Launcher« wird vom ›Polarstern‹ zu Wasser gelassen.

    Das Tiefsee-Forschungsgerät »Launcher« wird vom ›Polarstern‹ zu Wasser gelassen.

  • Der ›Launcher‹ macht Aufnahmen vom Meeresgrund.

    Der ›Launcher‹ macht Aufnahmen vom Meeresgrund.

  • In der technischen Werkstatt in Bremerhaven wird die 500 Kilogramm schwere Stahlkonstruktion für die Tiefseeforschung gefertigt.

    In der technischen Werkstatt in Bremerhaven wird die 500 Kilogramm schwere Stahlkonstruktion für die Tiefseeforschung gefertigt.

  • Ein gutes Beispiel dafür, wie genau auch Kunststoffe mit der ›Omax 2626‹ geschnitten werden können, ist dieser Sedimentteiler.

    Ein gutes Beispiel dafür, wie genau auch Kunststoffe mit der ›Omax 2626‹ geschnitten werden können, ist dieser Sedimentteiler.

  • Das Omax 2626 Jet Machining Center überzeugte die Mitarbeiter am Alfred-Wegener-Institut durch seine leichte Bedienbarkeit.

    Das Omax 2626 Jet Machining Center überzeugte die Mitarbeiter am Alfred-Wegener-Institut durch seine leichte Bedienbarkeit.

  • Auf der ›Omax 2626‹ werden unter anderem Teile für diese Verteilereinheit für Hochdruckaquarien geschnitten.

    Auf der ›Omax 2626‹ werden unter anderem Teile für diese Verteilereinheit für Hochdruckaquarien geschnitten.

  • »Die Maschine spart uns unheimlich viel Arbeitszeit. Zudem ist sie leicht zu bedienen.« Erich Dunker, Leiter der technischen Werkstatt

    »Die Maschine spart uns unheimlich viel Arbeitszeit. Zudem ist sie leicht zu bedienen.« Erich Dunker, Leiter der technischen Werkstatt

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Marie-Bernays-Ring 7a
DE 41199 Mönchengladbach
Tel.: 02166-62186-0
Fax: -99

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