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maschine+werkzeug 05/2017

Drehteile, die nicht jeder kann

Maschinen

Drehen - Hochwertige Drehteile, die vorzugsweise aus Messing gefertigt werden, sind die Spezialität der Grohe Technology AG im Schwarzwald. Seit über 50 Jahren setzt das Unternehmen in seiner Produktion auf Maschinen der Marken Index und Traub.

Die Firmengeschichte begann in Alpirsbach als ausgelagerte Automatendreherei des Armaturenherstellers Hansgrohe. Dessen Gründer Hans Grohe ist der Urgroßvater von Oliver Grohe, der heute die Grohe Technology AG leitet. Ursprünglich als verlängerte Werkbank des renommierten Armaturenherstellers eingerichtet, hat sich der Betrieb zu einem eigenständigen Unternehmen entwickelt.

Heute produziert die Grohe Technology in einem modernen Gebäude in Loßburg-Betzweiler mit über 60 Mitarbeitern. Die Firma befindet sich auf Expansionskurs und ist dabei, ihre Produktionsfläche mit einem Neubau um weitere 4.500 Quadratmeter glatt zu verdoppeln. Drehteile im Sanitärbereich bilden auch heute noch einen Bereich des Produktionsvolumens ab. Hinzu kamen Teile für die Gas- und Elektrotechnik, Pneumatik, Möbelindustrie und Luftfahrt. Etwa 30 Millionen Teile pro Jahr werden hier in drei Schichten von der Stange gedreht.

Zwar hat Grohe inzwischen damit begonnen, auch Edelstahl zu bearbeiten, doch wird hauptsächlich wie eh und je Messing zerspant. Das Rohmaterial hat sich in jüngster Zeit allerdings gewandelt. Wurde früher praktisch ausschließlich das Automatenmessing Ms58 in die Maschinen geladen, hat der Fertiger es heute mit einer Vielzahl bleifreier Messinglegierungen zu tun. Grund dafür ist die in den vergangenen Jahren in Kraft getretene Trinkwasserverordnung, die Blei nicht mehr zulässt.

An die Zerspanung stellen die neuen Materialien besondere Herausforderungen. Maschine und Werkzeug müssen auch hier zuverlässigen Spanbruch gewährleisten, um das makellose Ergebnis der bearbeiteten Messingteile nicht zu gefährden.

Im Maschinenbestand von Grohe befanden sich bis Anfang der 90er-Jahre ausschließlich konventionelle Maschinen. Heute fertigt Grohe auf modernen Hochleistungs-CNC-Drehmaschinen überwiegend von Index. 2017 wurde und wird in weitere neue Maschinen investiert. Grohe verfügt über sämtliche Verfahrenstechnologien – Kurz- Lang- und mehrspindliges Drehen. Das Unternehmen deckt damit alle Anforderungen von kleinen Losen bis hin zu Millionenstückzahlen ab.

Der heutige Maschinenpark dokumentiert auch einen Technologiewandel im mehrspindligen Drehen, der für Grohe sehr wichtig war: den Übergang auf CNC-Mehrspindeldrehautomaten von Index. Für andere Unternehmen waren die Anforderungen an die Bearbeitung schwer zerspanbarer Materialien ein Argument für CNC gewesen. Im Messingbereich sah das etwas anders aus, da kurvengesteuerte Maschinen hier durchaus die gewünschte Leistung brachten.

  • Die neue G200 setzt die Reihe der Index-Maschinen bei Grohe Technology fort.

    Die neue G200 setzt die Reihe der Index-Maschinen bei Grohe Technology fort.

  • Blick in den Arbeitsraum der G200 mit ihren drei Werkzeugrevolvern.

    Blick in den Arbeitsraum der G200 mit ihren drei Werkzeugrevolvern.

  • 3 Daniel Hettich, Ausbildungsmeister bei Grohe, erläutert die Anforderungen moderner Armaturenteile. 4 Die Werkstücke verlangen nicht nur perfekte Oberflächen, sondern auch komplizierte Schrägbohrungen. 5 Grohe verarbeitet überwiegend verschiedene Messing-Materialien.

    3 Daniel Hettich, Ausbildungsmeister bei Grohe, erläutert die Anforderungen moderner Armaturenteile. 4 Die Werkstücke verlangen nicht nur perfekte Oberflächen, sondern auch komplizierte Schrägbohrungen. 5 Grohe verarbeitet überwiegend verschiedene Messing-Materialien.

  • Bild 4: Drehteile, die nicht jeder kann

    Bild 4: Drehteile, die nicht jeder kann

  • Bild 5: Drehteile, die nicht jeder kann

    Bild 5: Drehteile, die nicht jeder kann

  • Bild 6: Drehteile, die nicht jeder kann

    Bild 6: Drehteile, die nicht jeder kann

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Unternehmensinformation

INDEX-Werke GmbH & Co.KG Hahn & Tessky

Plochinger Straße 92
DE 73730 Esslingen
Tel.: 0711-3191-0
Fax: -587

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