nach oben
maschine+werkzeug 03/2019

Produktion und Lehre verzahnt

Drehen

Pumpen von Sulzer gehen in die ganze Welt. Für die Bearbeitung von Wellen und anderen Pumpenteilen setzt der Hersteller auf Drehmaschinen von Weiler. Aufgrund der guten Erfahrungen hat das Unternehmen auch seine Lehrwerkstatt mit den Werkzeugmaschinen ausgestattet.

Ausbildungsleiter Timo Rothenberger (rechts) weist Leonhard Fischer, im 3. Lehrjahr der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, in die Bedienung der E50 ein. Bild: Weiler

Eine hochgenaue Fertigung ist ein Muss für die Pumpen, die Flüssigkeiten aus mehreren Kilometern Tiefe ans Tageslicht befördern – oder mit mehreren 100 bar durch eine Leitung transportieren. Bei der Sulzer Pumpen GmbH steht deshalb Qualität an oberster Stelle. Im Werk in Bruchsal, in der Nähe von Karlsruhe, produziert sie hochwertige ein- und mehrstufige Pumpen im Kundenauftrag. Kapazitäten bis 15.000 Kubikmeter in der Stunde und Drücke bis 580 bar sind dabei möglich. Eingesetzt werden die kundenspezifischen Unikate vorwiegend für die Förderung und den Transport von Öl und Wasser.

In seiner Fertigung setzt das Unternehmen, das zur schweizerischen Sulzer AG gehört, seit Jahren auf einen Maschinenbauer aus Mittelfranken: Vier Präzisions-Drehmaschinen hat der Pumpenhersteller seit 2008 von Weiler erworben – von konventionellen über zyklengesteuerte bis zu servokonventionellen Modellen. Mit ihnen machte er so gute Erfahrungen, dass er schließlich die Lehrwerkstatt mit drei weiteren Maschinen des Herstellers ausrüstete.

»Zur Modernisierung unserer Produktion haben wir vor zehn Jahren nach einer besonders vielseitig einsetzbaren Maschine gesucht«, erklärt Timo Rothenberger, Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung bei Sulzer. Die Wahl fiel schließlich auf eine E50 von Weiler – die erste zyklengesteuerte Drehmaschine in dem Betrieb, in dem vorher rein konventionell gedreht wurde.

Schnell und simpel

»Durch die einfache Bedienung ist uns der Umstieg ausgesprochen leicht gefallen«, so Zerspanungsmechaniker Heiko Maier, der aktuell die E50 bedient. Er lobt die große Auswahl an Abspan-, Einstech- und Gewindeschneidzyklen, die sich ohne Programmierkenntnisse nutzen und leicht an das Werkstück anpassen lassen. Sie können einzeln ablaufen oder aneinandergereiht werden und machen seine Arbeit deutlich schneller und komfortabler, als wenn er das Werkstück rein manuell drehen müsste. Gleichzeitig ist die Einarbeitungszeit deutlich kürzer als bei einer klassischen CNC-Maschine. Dass nicht erst aufwendig programmiert werden muss, bevor etwas bearbeitet werden kann, spart reichlich Zeit bei der Einzelteil- und Kleinserienfertigung. Zudem lässt sich weiterhin bequem manuell drehen: Ein Bedienpult mit Handrädern fährt am Bettschlitten mit. Per Teach-in-Verfahren kann der Bediener neue Zyklen in die Steuerung aufnehmen.

Heute gilt die E50 mit einer Spitzenweite von 2.000 Millimetern unter den Mitarbeitern als »Allrounder« für mittelgroße Teile. Größere Werkstücke werden auf zwei weiteren Modellen der E-Reihe bearbeitet, die in den Folgejahren angeschafft wurden: eine E70 mit einer Spitzenweite von 4.500 Millimetern, auf der Wellen bis vier Meter Länge gedreht werden, und eine E90 mit besonders kraftvollem Antrieb bis 45 Kilowatt für die Fertigung von Scheibenteilen. Dazu kommt als kleinstes Modell die E40, auf der die Mitarbeiter Futter- und andere Kleinteile bearbeiten.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Weiler Werkzeugmaschinen GmbH

Friedrich K. Eisler Straße 1
DE 91448 Emskirchen
Tel.: +49 - 9101 - 705 100
Fax: +49 - 9101 - 705 200

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos

IPM: Additive Manufacturing Forum in Berlin


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's