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maschine+werkzeug 08/2017

Draht-Modelle

Maschinen

Additive Manufacturing - Die von Gefertec präsentierte 3D-Druck-Technik mit Draht verspricht erhebliche Kostenreduktion und wesentliche Zeitersparnisse beim Rapid Prototyping von Werkstücken.

Die Gtarc-Maschine verwendet als Druckmaterial Draht. Sie ist mit drei oder fünf Achsen erhältlich. Bild: Gefertec

Auf der diesjährigen EMO stellte das Berliner Unternehmen Gefertec seine neue Maschine Gtarc vor, die das 3DMP-Verfahren zur Herstellung von Werkstücken verwendet. Diese neue additive Fertigungsmethode ermöglicht eine kostengünstige und schnelle Herstellung von endkonturnahen Rohlingen aus Metall. Dabei erreicht sie eine Qualität, die der von Standard-Bearbeitungsmethoden entspricht. Das neue Verfahren basiert auf der Lichtbogenschweiß-Technik und verwendet als Ausgangsmaterial Draht.

In der Praxis wird das Werkstück beim Drucken Schicht für Schicht mit Schweißraupen aufgebaut. Diese Technik bietet im Vergleich zu herkömmlichen 3D-Druckmethoden, die Pulver als Ausgangsmaterial verwenden, eine Reihe von Vorteilen: Das aufwendige Pulverhandling entfällt, zudem sind die meisten Standardwerkstoffe zu merklich niedrigeren Kosten bereits in Drahtform erhältlich. Größter Vorteil ist jedoch die sehr hohe Aufbaurate, die in Abhängigkeit vom verwendeten Werkstoff momentan bis zu 600 Kubikzentimeter pro Stunde beträgt. Dadurch eignet sich die Gtarc-Maschine für die schnelle und wirtschaftliche Fertigung auch größerer Werkstücke aus Stahl, Nickelbasis, Titan oder Aluminium. Sie ist als 3-achsige Variante für Werkstückgrößen bis zirka 3 Kubikmeter oder 5-achsig für Werkstückgrößen bis 0,8 Kubikmeter erhältlich.

Eine speziell entwickelte CAM-Software erzeugt aus den CAD-Daten des Werkstücks die Daten, mit denen die CNC-Steuerung die exakte Positionierung des Schweißkopfs vornimmt.Die Fertigung des Werkstücks erledigt die Maschine vollautomatisch. Die Endbearbeitung erfolgt dann mit herkömmlicher CNC-Frästechnik. Im Vergleich zu anderen Fertigungsverfahren ist die Werkstoffausnutzung beim 3DMP-Verfahren deutlich höher. Das führt vor allem bei teuren Werkstoffen wie Titan zu Kosteneinsparungen. Je nach Anwendung reduzieren sich die Ausgaben bis zu 60 Prozent.

Durch ihren modularen Aufbau ist die Maschine auch für zukünftige Erweiterungen vorbereitet. Der Kunde kann beispielsweise die 3-achsige Variante mit dem Schwenk-Drehtisch nachrüsten und so zu einer 5-achsigen Version umbauen. Die Kosten für die Gtarc entsprechen etwa denen für ein kleineres Dreh-Fräs-Zentrum und liegen deutlich unter denen vergleichbarer Maschinen zum 3D-Druck.

www.gefertec.de

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