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maschine+werkzeug 07/2010

Die Alternative zur Entsorgung

EXTRA

Prozesswasseraufbereitung -
In produzierenden Betrieben fällt oft Abwasser an, das nicht in die Kanalisation eingeleitet werden darf. H2O bietet dafür Lösungen an, die eine hausinterne Aufbereitung ermöglichen.

In Bereichen, in denen mehre Verfahren möglich sind, dominiert die wirtschaftliche Vakuumdestillation. In Randbereichen empfiehlt es sich, über Verfahrenskombinationen nachzudenken.

Häufig wird das Abwasser von spezialisierten Firmen abgeholt und fachgerecht entsorgt. Das ist unkompliziert und stört den hausinternen Produktionsablauf nicht. Aber genau an dieser Stelle gibt es erhebliche Einsparpotentiale. Bei hausinterner Aufbereitung lassen sich mehr als 70 Prozent Kosten einsparen. Wer zum Beispiel jährlich 2000 m³ industrielle Abwässer aufbereitet statt entsorgt, kann in zehn Jahren mehr als 1000000 Euro einsparen. Somit rechtfertigt das Einsparpotential in fast allen Fällen Investitionen in Wasseraufbereitungsanlagen.

Welche Aufbereitungsanlage ist nun die Richtige? Am Markt gibt es viele Anbieter, die unterschiedliche Technologien anbieten, alle mit spezifischen Stärken und Schwächen. Die am häufigsten angewandten Verfahren für die Aufbereitung von industriellem Prozesswasser sind chemisch-physikalische Spaltanlagen, Membrananlagen und Vakuumdestillationsanlagen.

In einigen Fällen gibt es für das aufzubereitende Prozesswasser nur eine optimale Methode, die sich über die anfallende Menge und den Grad der Verunreinigung des Wassers bestimmen lässt. Sollte die Schmutzfracht fast ausschließlich anorganischer Art sein, lassen sich Membranfiltrationsverfahren ausschließen, weil sie zu aufwändig sind. Die Vakuumdestillation hingegen ist nicht geeignet wenn das Prozesswasser Latex, Lack, Farbe oder Eiweiß enthält. Zunächst gilt es die Rahmenbedingungen festzulegen. Das wichtigste Kriterium ist die Qualität des aufbereiteten Wassers. Die Qualitätsanforderungen sind die Basis für die Betrachtung aller folgenden Kriterien.

An erster Stelle im Verfahrensvergleich stehen natürlich die Kosten. Neben den Investitionskosten gilt es aber auch die Betriebskosten zu betrachten. Was nützt ein niedriger Preis, wenn hohe Betriebskosten diesen Vorteil schnell wieder auffressen? Die Flexibilität des Verfahrens ist ebenso von großer Wichtigkeit. Wie reagiert die Aufbereitungsanlage wenn der Verschmutzungsgrad des aufzubereitenden Wassers schwankt, oder sich sogar die Zusammensetzung innerhalb kurzer Zeit komplett ändert? Was passiert wenn neue Prozesschemikalien eingesetzt werden? Letztendlich gilt es noch die Zuverlässigkeit zu betrachten. Wie aufwändig ist die Bedienung der Anlage? In wie weit kann sich der Bediener bei Störungen selbst helfen?

Abwasserfrei=wirtschaftlich?

Viele Betriebe achten heute darauf, nachhaltig zu wirtschaften und Ressourcen zu schonen. Selbstauferlegte, strenge Umweltstandards gehen oft über die behördlich geforderten Grenzwerte hinaus. Dazu gehört natürlich auch der schonende Umgang mit wertvollen Frischwasserressourcen.

Wenn der Betrieb abwasserfrei werden soll oder wenn die Produktionsprozesse sehr reine Spülwässer benötigen, bietet sich die Vakuumdestillation an. Die Qualität des Destillats ist so hoch, dass keine beziehungsweise nur wenige Nachbehandlungsschritte notwendig sind. Die entstehenden Destillate sind nahezu öl- und schwermetallfrei. Nur wenn extrem hohe Qualitätsanforderungen an das Prozesswasser gestellt werden ist die Nachbehandlung in Ionentauschern notwendig. Bei anderen Aufbereitungskonzepten wie Membranverfahren oder chemisch-physikalischen Verfahren ist es wirtschaftlicher, das Abwasser nur gerade so weit aufzubereiten, dass es einleitfähig ist. In der Produktion wird dann aufbereitetes Stadtwasser verwendet, weil hier die Prozesskosten niedriger sind als die weitergehende Aufbereitung des geklärten Abwassers.

Betrachtet man die Investitions- und Betriebskosten von Vakuumdestillationsanlagen im Bereich 100 – 30000 m³/Jahr bei Schmutzfrachten kleiner acht Prozent, zeigen sich die wirtschaftlichen Vorteile der Vakuumdestillationstechnologie. Zwar sind die Investitionskosten höher als bei anderen Verfahren, dafür sind aber die Betriebskosten unschlagbar günstig.

In der chemisch-physikalischen Behandlung fallen hohe Kosten für Verbrauchsmaterialien an, gleichzeitig ist die Bedienung, insbesondere bei einer breiten Palette von Inhaltsstoffen im Schmutzwasser, personalaufwändig und schwierig. Membrananlagen haben moderate Verbrauchswerte, jedoch sind die Mengen des zu entsorgenden Rückstands und damit die verbleibenden Entsorgungskosten hoch. Ein Betriebskostenvergleich der drei Verfahren zeigt verdeutlicht, dass die Vakuumdestillationstechnologie den höheren Investitionspreis bereits nach circa zwei Jahren durch geringere Betriebskosten amortisiert.

Auch in Bezug auf Flexibilität und Sicherheit setzt die Vakuumdestillation Maßstäbe. Moderne Anlagen passen sich automatisch schwankenden Prozesswasserqualitäten an. Geringe Anpassungen erlauben es, morgen galvanische Prozesswässer in einer Anlage aufzubereiten, die eigentlich für die Behandlung von verbrauchten Kühlschmierstoffemulsionen konzipiert war. Clevere Wartungskonzepte und intelligente Prozessvisualisierungen verbessern die Anlagenverfügbarkeit und erleichtern die Bedienung. Insofern sind moderne Vakuumdestillationsanlagen ebenso zuverlässig wie der spezialisierte Entsorgungsbetrieb, der die anfallenden Abwässer regelmäßig abholt.

www.h2o-gmbh.com

Unternehmensinformation

H2O GmbH Process water engineering

Wiesenstraße 32
DE 79585 Steinen, Kr Lörrach
Tel.: 07627-9239-0
Fax: -100

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